10. Februar 2021 / 12:00 Uhr

Neue Wolfsburg-Marktwerte: Irre Steigerung bei Lacroix!

Neue Wolfsburg-Marktwerte: Irre Steigerung bei Lacroix!

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der Marktwert von Maxence Lacroix vom VfL Wolfsburg stieg um über 100 Prozent.
Der Marktwert von Maxence Lacroix vom VfL Wolfsburg stieg um über 100 Prozent.
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Das Internet-Portal "transfermarkt.de" hat die neuen Marktwerte für die Bundesliga veröffentlicht. Beim VfL Wolfsburg gibt es zum Teil erhebliche Steigerungen - das gilt vor allem für Verteidiger Maxence Lacroix.

Talentierte Spieler kaufen, Werte schaffen - das hatten sich Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer beim VfL Wolfsburg vorgenommen. Und sie sind auf einem guten Weg, wenn man die Marktwert-Entwicklung des Kaders auf der Internet-Plattform "transfermarkt.de" zugrunde legt. In der neuen Marktwert-Liste, die am Mittwoch veröffentlicht wurde, haben gleich vier Spieler des VfL ihren Wert um mehr als 50 Prozent gesteigert! Den größten Sprung machte Maxence Lacroix.

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Bisher standen 8 Millionen Euro Marktwert für Lacroix in der Liste - das waren schon deutlich mehr als 5 Millionen, die der VfL im vergangenen Sommer für den Verteidiger an den FC Sochaux überwiesen hat. Nach starken Leistungen ist nun der Wert des 20-Jährigen (Vertrag bis 2024) noch einmal um spektakuläre 112,5 Prozent gestiegen - auf 17 Millionen! Ebenfalls auf 17 Millionen Euro wird der Wert von Neu-Nationalspieler Ridle Baku taxiert, der Anfang Oktober für knapp 10 Millionen Euro von Mainz 05 nach Wolfsburg gekommen war und den transfermarkt.de mit 11 Millionen gelistet hatte. Seine Steigerung: 54,5 Prozent.

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Von billig nach teuer: Der Marktwerte der VfL-Profis ©

Lacroix und Baku liegen damit in der Rangliste der VfL-Marktwerte bereits gemeinsam auf Platz vier - hinter Wout Weghorst (weiterhin 30 Millionen), Xaver Schlager (um 29,4 Prozent von 17 Millionen auf 22 Millionen gestiegen) und Maximilian Arnold (um 11,8 Prozent von 17 Millionen auf 19 Millionen).

Zuwachsraten jenseits der 50 Prozent erzielten beim VfL neben Lacroix und Baku noch Sturmtalent Bartosz Bialek (um 66,6 Prozent von 3 auf 5 Millionen) und Linksverteidiger Paulo Otavio (um 150 Prozent von 1,2 auf 3 Millionen). Bemerkenswert zudem: Auch Jay Brooks und Yannick Gerhardt haben nach guten Leistungen ihren Marktwert noch einmal gesteigert.

Wichtig: Die Marktwerte auf transfermarkt.de sind keine tatsächlichen Grundlagen für eventuelle Ablöseverhandlungen, sondern nur eine interessante Spielerei - das allerdings auf der Grundlage realistischer Parameter. Bei der Berechnung sind unter anderem sportliche Leistungen und das Alter des Spielers relevant. Außerdem fließen die Zukunftsperspektive des Spielers, die real existierende Nachfrage am Transfermarkt oder etwa bisher gezahlte Ablösesummen für den Spieler in die Kalkulation ein. Zudem gibt es Faktoren wie Prestige und marketingtechnische Aspekte, die allesamt Einfluss auf einen Marktwert haben können.

„Der VfL ist so ein wenig das Team der Stunde in der Bundesliga und entsprechend schnellen die Marktwerte junger Leistungsträger nach oben", erklärt transfermarkt.de-Experte Julius Weißenstein. An erste Stelle seien da Neu-Nationalspieler Baku und Top-Talent Lacroix zu nennen, bei denen die VfL-Verantwortlichen "einen exzellenten Riecher bewiesen" haben. Denn: "Seit seinem Wechsel nach Wolfsburg hat sich der Marktwert des jungen Franzosen versiebzehnfacht. Wo andere herausragen, gibt es aber auch immer Spieler, die hintenüberfallen: Ginczek oder Guilavogui – sicher auch verletzungsbedingt – haben ihre Rollen als Leistungsträger eingebüßt. Beide sind oder werden zudem bald 30 Jahre alt – entsprechend zeigt die Tendenz daher weiter nach unten.“


In der Tat: Daniel Ginczek und Josuha Guilavogui haben im Vergleich zur letzten Marktwertliste aus der Hinrunde den größten Wertverlust zu verzeichnen. Stürmer Ginczek steht jetzt bei 4 Millionen (zuvor 7 Millionen), bei Kapitän Guilavogui sank der Wert von 11 auf 7 Millionen. Auch der Wert von Josip Brekalo sank - um 20 Prozent auf 12 Millionen Euro.

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Interessant: Bei den Hannover-96-Marktwerten hat Linton Maina den größten Verlust zu verzeichnen. Der Wert des Offensivmannes, an dem im Sommer der VfL stark interessiert war, sank von 7,5 auf nur noch 4,5 Millionen Euro. "Er bleibt für die Bundesliga ein interessanter Spieler", so transfermarkt.de-Experte Henrik Platte, "interessierte Klubs, wie Wolfsburg, waren aber schon im Sommer-Transferfenster nicht bereit, die Forderungen Hannovers zu erfüllen. Nun fällt er auch noch seit Wochen und noch für Wochen aus."