30. Mai 2021 / 10:42 Uhr

Neuer Hertha-Boss Bobic: Entscheidung über Zukunft von Dardai und Friedrich "zeitnah"

Neuer Hertha-Boss Bobic: Entscheidung über Zukunft von Dardai und Friedrich "zeitnah"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fredi Bobic hat sich zu den Planungen der Hertha geäußert und dabei auch die offenen Personalien Pal Dardai und Arne Friedrich kommentiert.
Fredi Bobic hat sich zu den Planungen der Hertha geäußert und dabei auch die offenen Personalien Pal Dardai und Arne Friedrich kommentiert. © IMAGO/Montage
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Bei Hertha BSC steht nach den turbulenten Wochen des Saison-Endspurts eine Entscheidung über die Zukunft von Trainer Pal Dardai und Interims-Sportchef Arne Friedrich aus. Viel hängt vom neuen Sport-Geschäftsführer Fredi Bobic ab - der nun einen Zeitplan für die Entscheidung genannt hat. Laut "Bild" könnte der Verbleib des Duos bereits am Sonntag als perfekt gemeldet werden.

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Am Dienstag startet Fredi Bobic in seine neue Aufgabe beim alten Klub. Nach fünf Jahren als Verantwortlicher von Eintracht Frankfurt wird der Ex-Nationalspieler nun Sport-Geschäftsführer von Hertha BSC - einem Verein, dem er bereits von 2003 bis 2005 angehörte und zu dem der 49-Jährige seither eine enge persönliche Verbindung hatte. Bei den Berlinern sind nach einer turbulenten Saison einige Personalfragen zu klären: Bleibt Trainer Pal Dardai über die Saison hinaus? Und was wird aus dem bisherigen Interims-Sportchef Arne Friedrich?

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Mit beiden früheren Hertha-Profis spielte Bobic im Dress der "Alten Dame" zu aktiven Zeiten zusammen. Automatisch gesichert ist ihr Verbleib deshalb allerdings nicht. In einem Interview mit der Welt am Sonntag bekräftigte Bobic indes, dass die Zukunft von Trainer und Sportdirektor bald geklärt sein werden. "Ich habe intern meine Meinung kommuniziert", so Bobic. "Da wird es schon zeitnah eine Entscheidung geben." Vorige Woche hatte Dardai Gespräche über seine Zukunft angekündigt, dabei gehe es darum, ob er weiter als Cheftrainer arbeite oder in seine Funktion als U16-Coach zurückkehre. "Ich kann nur eins sagen: Mein Job bei Hertha ist gesichert, wenn ich nicht mit dem Union-Trikot über den Ku'damm laufe", so Dardai, der schon zwischen 2015 und 2019 als Hertha-Coach fungierte und die Berliner mit einem Kraftakt im zurückliegenden halben Jahr vor dem drohenden Abstieg rettete. Laut Bild ist die Tendenz klar: Dardai und Friedrich sollen bleiben, die Entscheidung könne sogar noch am Sonntag auf der digitalen Mitgliederversammlung der Berliner verkündet werden.

Der langjährige SGE-Macher Bobic rechtfertigte auch seinen eigenen Entschluss, einen sportlichen Neuanfang zu wagen. Die Hertha sei "ein ambitionierter Klub, der sich in den vergangenen Jahren schwergetan hat", so der 49-Jährige, der "eine sehr reizvolle Aufgabe" im Olympiastadion sieht. Die Entscheidung, sich zur neuen Saison zu verändern, sei "über einen längeren Zeitraum gereift", so Bobic weiter. "Ich bin so gestrickt, dass ich nicht gehe, wenn es am schönsten ist, sondern wenn ich das Gefühl habe, etwas Neues machen zu wollen. Die Freiheit und die Unabhängigkeit habe ich, das ist ein Vorteil. Es war keine Entscheidung gegen Eintracht Frankfurt, sondern ganz grundsätzlich für eine neue Herausforderung, und die ist bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres gereift. Doch dann kam Corona - und da habe ich mich zur Zufriedenheit aller zur Eintracht bekannt."



Frankfurt-Abschied? "Man hätte sich das eine oder andere auch sparen können"

Der Abschied von den Hessen, die die erstmalige Qualifikation zur Champions League nur knapp verpassten, wurde nicht von allen Fans so aufgenommen, wie Bobic sich das gewünscht hätte. Auch SGE-Vorstand Axel Hellmann hatte sich zunächst kritisch in Richtung von Bobic und Trainer Adi Hütter, der sich Borussia Mönchengladbach anschließt, geäußert - zumal beide ihren Abschied noch während der heißen Saison-Phase verkündet hatten. "In den vergangenen Wochen wurde leider kein gutes Bild abgegeben. Das war nicht im Sinne aller Beteiligten", so Bobic. "Trennungsschmerz ist immer groß. Dafür habe ich auch ein gewisses Grundverständnis. Trotzdem hätte man sich das eine oder andere auch sparen können. Es ändert aber nichts an dem Fakt, dass es eine tolle und erfolgreiche Zeit war." Hellmann hatte später eingeräumt, Bobic und Hütter "durch das große Tor" verabschieden zu wollen.