31. Mai 2021 / 18:00 Uhr

Neuer Innenverteidiger: Wolfsburg hat Kölns Abwehrhüne Bornauw im Visier

Neuer Innenverteidiger: Wolfsburg hat Kölns Abwehrhüne Bornauw im Visier

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Ihn hat der VfL Wolfsburg im Visier: Sebastian Bornauw vom 1. FC Köln.
Ihn hat der VfL Wolfsburg im Visier: Sebastian Bornauw vom 1. FC Köln. © (c) dpa-Pool
Anzeige

Der Kader des VfL Wolfsburg wird sich zur neuen Saison verändern. Unter anderem will der Champions-League-Teilnehmer einen Innenverteidiger verpflichten - und hat dafür Kölns Sebastiaan Bornauw im Visier.

Anzeige

Die Planungen für die neue Saison haben Manager Jörg Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer schon frühzeitig begonnen – da war längst noch nicht klar, dass der Wolfsburger Fußball-Bundesligist am Ende in die Champions League einziehen könnte. Aber klar war da wiederum schon, dass der VfL neben einem Flügelspieler mit Tempo und Tiefgang und einem Stürmer auch in der Defensive was machen möchte, weil mit Jeffrey Bruma ein Innenverteidiger keinen neuen Vertrag bekam. Mit Sebastiaan Bornauw vom 1. FC Köln hat der VfL nun einen neuen zentralen Verteidiger im Visier.

Anzeige

Nach SPORTBUZZER-Infos hat‘s Gespräche mit der Spielerseite gegeben (Bornauw wird von Ex-Bayern-Star Daniel van Buyten betreut), jedoch noch keine mit dem 1. FC Köln, bei dem der Belgier noch bis 2024 unter Vertrag steht. In der Domstadt ist der 22-Jährige Leistungsträger, aber die Kölner brauchen Geld und sollen daher bereit sein, den Innenverteidiger ziehen zu lassen.

Mehr zum VfL Wolfsburg

In der Vorsaison war der 2019 für 6 Millionen Euro vom RSC Anderlecht geholte Defensivmann in Köln zum Shooting-Star aufgestiegen. In seiner ersten FC-Saison waren Bornauw sechs Tore gelungen, zudem hatte er im Oktober 2020 für die belgische A-Nationalmannschaft debütieren dürfen. In dieser Saison war der auch von Premier-League-Aufsteiger Norwich City umworbene Abwehrmann beim Geißbock-Klub eine feste Größe. Und: Im Saisonfinale gegen Schalke war es sein Tor, das dafür sorgte, dass die Kölner in die Relegation durften und sich dann gegen Zweitligist Holstein Kiel retteten. Bornauw: „Ich glaube, das war das wichtigste Tor bisher in meiner Karriere. Ich bin glücklich, dass ich diesen Treffer gemacht habe.“



Tolle Tage für Bornauw, nachdem er zu Beginn des Jahres schlimme Wochen erlebt hatte, über die er in der Vereins-Doku „24/7 FC“ emotional sprach. Die Ärzte hatten festgestellt, dass Bornauw einen gutartigen Tumor an der Wirbelsäule hatte, der entfernt werden musste. Beim ersten Versuch der Operation setzte eine allergische Reaktion auf die Narkose ein. „Die Ärzte mussten mich für 24 Stunden in ein künstliches Koma setzen. Vor 20 Jahren wäre ich zu 90 Prozent gestorben“, erzählte Bornauw: „Die Ärzte sagten mir, meine Körpertemperatur stieg um ein Grad pro Minute. Wenn man nicht innerhalb von wenigen Minuten reagiert hätte, wäre ich explodiert.“

Nach zehn Liga-Spielen war der Abwehrmann am 11. April gegen Mainz wieder zurück, spielte zwölf Minuten lang, in der Partie danach in Leverkusen hatte er erstmals wieder in der Startelf gestanden – und wurde in den restlichen Spielen zum Stabilisator der Kölner Abwehr. Diese guten Leistungen haben auch VfL-Manager Schmadtke und Sportdirektor Schäfer registriert. Sie wollen neben John Anthony Brooks, Maxence Lacroix und Marin Pongracic für die neue Saison mit drei Wettbewerben noch einen Innenverteidiger holen, zumal Talent Tim Siersleben ausgeliehen werden soll.

Wie Bornauw in der vergangenen Saison ist Lacroix in dieser Spielzeit zum Shootingstar aufgestiegen - zuletzt hatte es Meldungen gegeben, Chelsea und Borussia Dortmund hätten ihn auf der Liste, aber Schmadtke hatte das keineswegs nervös werden lassen. Das dürfte sich auch jetzt nicht ändern, nachdem Sky berichtet, RB Leipzig will ihn als Ersatz für Ibrahima Konaté, der gerade zum FC Liverpool gewechselt ist. Jüngst hatte Lacroix zu den Meldungen um seine Person im SPORTBUZZER-Interview gesagt: „Ich habe hier noch drei Jahre Vertrag und bin sehr zufrieden. Klar, im Fußball kann immer mal schnell etwas passieren, aber noch mal: Ich fühle mich beim VfL sehr wohl, und es gibt überhaupt keinen Grund, über andere Dinge nachzudenken.“