06. Juli 2021 / 16:35 Uhr

Neuer Job für Ralf Rangnick: Ex-Trainer wird Chef für Sport und Entwicklung bei Lok Moskau

Neuer Job für Ralf Rangnick: Ex-Trainer wird Chef für Sport und Entwicklung bei Lok Moskau

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Ralf Rangnick steigt als Chef für Sport und Entwicklung bei Lok Moskau ein.
Ralf Rangnick steigt als Chef für Sport und Entwicklung bei Lok Moskau ein. © IMAGO/Martin Hoffmann
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Ralf Rangnick steigt beim russischen Erstligisten Lokomotive Moskau ein. Der 63-Jährige werde künftig als Chef für Sport und Entwicklung fungieren und ein "Team von Spezialisten" anführen, hieß es. Der Ex-Coach von RB Leipzig hatte am Montag verkündet, eine Beraterfirma gründen zu wollen.

Ralf Rangnick hat eine neue Aufgabe übernommen. Der Ex-Trainer von RB Leipzig wird neuer Leiter Sport und Entwicklung bei Lokomotive Moskau. Das gab der russische Erstligist am Dienstag bekannt. Rangnick erhalte demnach einen Vertrag über drei Jahre, der bis zum 30. Juni 2024 datiert ist. Er werde für die strategische Ausrichtung des Klubs von den Profis bis zum Nachwuchs verantwortlich sein, hieß es. Dabei sei ihm ein "Team von Spezialisten" unterstellt. Er werde sich um ein "ganzes Spektrum an Fragen kümmern, einschließlich der strategischen Planung und der sportlichen Entwicklung", teilte der Klub mit.

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Der frühere Bundesliga-Coach, der neben Leipzig unter anderem auch in Stuttgart, Hoffenheim und auf Schalke tätig war, hatte am Montag verkündet, eine Firma zur Beratung von Fußballvereinen gründen und sich vom Dasein als Trainer und Sportdirektor verabschieden zu wollen. "Mir ist nicht bekannt, dass jemand, der so lange in der Branche aktiv tätig war, so etwas nun in einer Consultant-Rolle anbietet", sagte der 63-Jährige der Süddeutschen Zeitung.

Rangnick war mit Schalke und Frankfurt in Verbindung gebracht worden

Wie sein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte, handelt es sich in Moskau um einen Beraterposten. Rangnick werde sich immer wieder in Russland aufhalten, aber vor allem von Deutschland aus arbeiten. Es gebe eine große Nachfrage in Sachen Ausbildung und Klubstrukturen. Möglich seien weitere Projekte.

Rangnick betonte, er wolle mit seiner Firma nicht als klassischer Berater von Spielern oder Trainern tätig sein. "Es geht nicht darum, Karrieren in erster Linie kommerziell zu fördern. Es geht um inhaltliche Entwicklung von Spielern, Trainern, Managern und Fachleuten. Im Fußball gibt es immer noch Spielraum für eine Aufwertung einzelner Berufszweige", so der Erfolgstrainer, der im Frühjahr mit Schalke 04 und Eintracht Frankfurt in Verbindung gebracht wurde. Schon im April wurde bekannt, dass Rangnick für den russischen Klub ein sportliches und strukturelles Konzept erstellt, aber kein Interesse an einem festen Posten habe.

"Der Klub hatte mich vor vier Monaten um eine sportliche Status-quo-Analyse gebeten", so Rangnick. Diese habe er erstellt. "Und es gab dazu eine Präsentation in Moskau. Sie wollten auch Tipps für die Kaderplanung, und als sie meine Pläne in Richtung Selbstständigkeit mitbekommen haben, wurde jetzt daraus eine feste Kooperation", sagte er laut Kicker weiter.