15. August 2020 / 08:30 Uhr

Neuer Klub, neuer Coach, neue Umgebung: So lief Knoches Start bei Union Berlin

Neuer Klub, neuer Coach, neue Umgebung: So lief Knoches Start bei Union Berlin

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wiedersehen: Robin Knoche spielt am Samstag mit Union Berlin bei seinem Ex-Klub VfL Wolfsburg.
Wiedersehen: Robin Knoche spielt am Samstag mit Union Berlin bei seinem Ex-Klub VfL Wolfsburg. © imago images/Nordphoto
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Zum Saisonende waren Robin Knoche und der VfL Wolfsburg getrennte Wege gegangen, Anfang August schloss sich der Innenverteidiger Fußball-Bundesligist Union Berlin an. Die ersten Tage im neuen Klub liegen nun hinter ihm - und der Abwehrmann fühlt sich wohl in der Hauptstadt.

Nach 15 Jahren beim VfL Wolfsburg hatten sich Ende Juni die Wege von Robin Knoche und dem Klub getrennt, die Parteien konnten sich nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen. Doch der Innenverteidiger, der seit der C-Jugend für die Niedersachsen spielte, bleibt der Fußball-Bundesliga erhalten und schloss sich Anfang August Union Berlin an. Nun liegen die ersten Tage hinter ihm - in einer neuen Umgebung, bei einem neuen Verein, mit einem neuen Coach. Doch der 28-Jährige ist begeistert und hat sich für die neue Saison einiges vorgenommen.

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Wenn man in eine andere Stadt zieht, ist es oft nicht einfach. Es gibt viele Dinge zu organisieren, alles ist neu. So war es auch für Knoche. Der gebürtige Braunschweiger, der mit 13 Jahren von Olympia Braunschweig zum VfL gewechselt war, musste sich erst mal an die neuen Gegebenheiten gewöhnen - das hat aber gut geklappt. "Die ersten Tage waren sehr angenehm, das Team hat mich gut aufgenommen", freut sich der Innenverteidiger. Doch zunächst war etwas Geduld gefragt, bis Knoche voll einsteigen konnte. "Ich musste erst mal etwas auf die Corona-Testergebnisse warten, bis ich mit der Mannschaft loslegen konnte. Die ersten beiden Einheiten habe ich noch individuell trainiert."

Die Karriere von Robin Knoche in Bildern

Der gebürtige Braunschweiger Robin Knoche kam bereits im jungen jahren zum VfL Wolfsburg. Mit gerade einmal 13 Jahren wechselte das Defensivtalent nach Wolfsburg, durchlief seitdem die Jugendmannschaften des Klubs und holte mit den A-Junioren den Meistertitel. Zur Galerie
Der gebürtige Braunschweiger Robin Knoche kam bereits im jungen jahren zum VfL Wolfsburg. Mit gerade einmal 13 Jahren wechselte das Defensivtalent nach Wolfsburg, durchlief seitdem die Jugendmannschaften des Klubs und holte mit den A-Junioren den Meistertitel. ©

Vergangene Woche Mittwoch durfte er dann ins Mannschaftstraining einsteigen. Seine Meinung von Trainer Urs Fischer? Gut! "Der Trainer macht einen guten Eindruck, ist fachlich sehr kompetent und spricht viel mit einem", so Knoche. Zwar ist das Trainingsgelände bei Union "etwas anders" als in Wolfsburg, "aber auch hier herrschen Top-Bedingungen. Das hat mich alles sehr positiv überrascht - ob es die Kabine, der Erholungsbereich, der Kraftraum oder die Trainingsplätze sind", lobt Knoche. "Ich finde, dass der Verein eine tolle Entwicklung genommen hat – das spürt man auch. Jetzt mittendrin natürlich umso mehr."

Knoche ist nicht der einzige Ex-Wolfsburger in den Reihen der Berliner. Neben Meisterspieler Christian Gentner sind auch noch Max Kruse und Akaki Gogia dabei. Torhüter Alexander Brunst-Zöllner hält sich derzeit bei den Eisernen fit. Aber was macht Union so interessant für ehemalige VfLer? Knoche: "Der Verein hat tolle Fans und wir hoffen alle, dass sie bald wieder zugelassen werden. Die Stimmung bei Union ist schon etwas Besonderes. Das ist einer von wenigen Vereinen, der noch viele Stehplätze hat. Auch die Gespräche mit den Verantwortlichen waren durchweg positiv." Die Stadt spiele für ihn "keine große Rolle", es sei aber "ein schöner Nebeneffekt", dass es in die Heimat nicht so weit ist.

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Denn dorthin reißt der Kontakt nicht ab, auch die Verbindung zum VfL besteht für Knoche weiter. "Wenn man so lange wie ich in Wolfsburg war, verfolgt man das Geschehen auch, wenn man woanders ist", so der Verteidiger, der ab und zu unter anderem mit Daniel Ginczek, Admir Mehmedi und Felix Klaus oder Josuha Guilavogui schreibt und telefoniert. Und nach Hause nach Braunschweig geht's auch mal, wenn frei ist, "um ein paar Sachen zu holen sowie Freunde und Familie zu treffen."

Das Einzige, was noch fehlt - eine Bleibe in Berlin. "Aktuell befinden wir uns noch auf Wohnungssuche. Ich hoffe aber, dass wir zeitnah etwas finden. Vor allem meine Frau kümmert sich um alles drumherum, wenn ich beim Training bin", so der Profi.

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