16. April 2019 / 20:21 Uhr

Neuer Klubvorstand von Hannover 96 will in der 50+1-Frage bremsen

Neuer Klubvorstand von Hannover 96 will in der 50+1-Frage bremsen

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Mit Ernennungsurkunde: Der neue 96-Vorstand im e. V. mit Hans Teille (von links), Alexander Berwing, Benjamin Kahnt, Sebastian Kramer und Robin Krakau. 
Mit Ernennungsurkunde: Der neue 96-Vorstand im e. V. mit Hans Teille (von links), Alexander Berwing, Benjamin Kahnt, Sebastian Kramer und Robin Krakau.  © Florian Petrow
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Klubchef Kramer bestätigt, dass Kinds Ausnahmeantrag zu 50+1 auf ruhend gestellt werden kann. Berwing, Kahnt, Krakau und Teille komplettieren das neue Team im Vorstand von Hannover 96. Am Mittwoch soll es ein Übergabegespräch mit Martin Kind geben.

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Der Stammverein von Hannover 96 stellte am Dienstag den neuen fünfköpfigen Vorstand vor. Am Mittwoch wird mit Ex-Klubchef Martin Kind „ein Gespräch stattfinden, es muss ja eine Übergabe geben“, sagte der neue Aufsichtsratschef Ralf Nestler. Er und Sebastian Kramer wollen sich mit dem Profiboss treffen.

Arbeitsteilung im Team

Die neue Vereinsspitze bildet Kramer, die weiteren vier Köpfe haben spezielle Aufgaben. Fürs Controlling: Alexander Berwing (42) soll sich um interne Finanzen kümmern. Dann Marketing: Benjamin Kahnt (34), Mitgesellschafter bei Radio Hannover. Kahnt sieht beim Vereinssponsoring „Luft nach oben“. Kommunikation: Robin Krakau (38), Abteilungsleiter im Vertrieb und Sprecher von Pro Verein.

Die Fotos von der Mitgliederversammlung des Hannover 96 e.V. am 23. März 2019:

Die Swiss Life Hall ist bei der 96-Mitgliederversammlung 2019 gut gefüllt. Zur Galerie
Die Swiss Life Hall ist bei der 96-Mitgliederversammlung 2019 gut gefüllt. ©
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Teille sieht eine Chance

Krakau, Mitgründer des Fanverbandes Rote Kurve, war vom Verein ausgeschlossen worden, wegen Beteiligung an einer angeblich verabredeten Auseinandersetzung mit Braunschweig-Fans. Nun sitzt er im Vorstand. Für Krakau ist die Sache erledigt: „Das Gericht hat festgestellt, dass der Ausschluss nicht gültig ist.“ Der Abteilungsleiter Tischtennis, Hans Teille (52), gehörte zu Kinds Befürwortern. Aber: „Ich sehe mit diesem Team auch eine Chance.“

Anderer Kurs bei 50+1

Kramer sagte: „96 soll als Einheit wahrgenommen werden, nicht als gespaltenes Konstrukt.“ Bei Kinds Antrag auf die Ausnahme von der 50+1-Regel bestätigte Kramer, ins Schiedsgerichtsverfahren eingegriffen zu haben. „Der Aufsichtsrat war da aktiv.“ Kramer sagte, dass der Verein „den Antrag nicht zurücknehmen muss, er kann auch auf ruhend gestellt werden“. Ziel sei es, den Antrag einzusehen. Ansonsten „ist ja klar, wo seit der Wahl die Reise hingeht“. Kramer und der Aufsichtsrat waren angetreten, um 50+1 zu erhalten.

In Bildern: Die Auf- und Abstiege von Hannover 96

Der Gang in die 2. Liga scheint für Hannover 96 in dieser Saison unvermeidbar. Es wäre der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte. Oft ging es aber schnell wieder hoch. Das sind die Auf- und Abstiege der Roten seit Gründung der Bundesliga. Zur Galerie
Der Gang in die 2. Liga scheint für Hannover 96 in dieser Saison unvermeidbar. Es wäre der siebte Abstieg der Vereinsgeschichte. Oft ging es aber schnell wieder hoch. Das sind die Auf- und Abstiege der Roten seit Gründung der Bundesliga. ©
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