08. November 2019 / 10:26 Uhr

Neuer Kremmen-Trainer Nils Hildebrandt: "Das ist ein verdammt wichtiges Spiel"

Neuer Kremmen-Trainer Nils Hildebrandt: "Das ist ein verdammt wichtiges Spiel"

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Rückt beim FC Kremmen auf: Nils Hildebrandt.
Rückt beim FC Kremmen auf: Nils Hildebrandt. © privat
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Kreisoberliga Oberhavel/Barnim: Die "Beförderung" zum Coach der Kreisoberliga-Mannschaft des FC Kremmen, die er nun gemeinsam mit dem vorherigen Co-Trainer Marc Kaiser führen soll, kam auch für Nils Hildebrandt überraschend. Beim geschassten Thomas Heyer sei die "Enttäuschung inzwischen etwas verflogen".

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Wenn es in der Kreisoberliga des Fußballkreises Oberhavel/Barnim im Rahmen des 11. Spieltages am Sonnabend zum Kellergipfel zwischen dem FC Kremmen und Grün-Weiss Ahrensfelde II (Beginn 14 Uhr, Sportplatz Kremmen, Straße der Einheit) kommt, wird es auf der Trainerbank des Gastgebers im Vergleich zu den Vorwochen eine Veränderung geben. Denn seit Dienstagabend ist Thomas Heyer nicht mehr Coach des FCK. Vor dem Trainingsbeginn wurde er von seinem Amt entbunden, verabschiedete sich im Anschluss aber noch von Teilen der Mannschaft und ging „nicht im Bösen“, wie er sagt.

Bis zur Winterpause übernehmen der bisherige Co-Trainer Marc Kaiser und Nils Hildebrandt, Trainer der Kremmen-Reserve, das Amt. „Es war alles sehr kurzfristig. So eine Trainerentlassung ist nie schön. Aber natürlich will ich dem Verein in dieser schwierigen Situation helfen. Ich habe schon viele Gespräche in den vergangenen Tagen geführt“, sagt Hildebrandt, seit mehr als 30 Jahren im Verein. Damit hat in Kremmen vorerst eine neue Zeitrechnung begonnen. Wer das Traineramt allerdings nach der Winterpause beim FCK bekleidet, ist noch vollkommen offen.

In Bildern: Der FC Kremmen unterliegt der TuS Sachsenhausen-Reserve mit 0:2

Der FC Kremmen (weiße Trikots) unterliegt der TuS Sachsenhausen-Reserve vor 25 Zuschauern mit 0:2. Rustam Gulomov (27.) und Justin Komossa (37.) trafen für die Gäste. Zur Galerie
Der FC Kremmen (weiße Trikots) unterliegt der TuS Sachsenhausen-Reserve vor 25 Zuschauern mit 0:2. Rustam Gulomov (27.) und Justin Komossa (37.) trafen für die Gäste. © Marius Böttcher
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Aufgrund der aktuellen sportlichen Situation sah man sich bei einem einstigen Aushängeschild des Fußballkreises gezwungen, vorzeitig die Reißleine zu ziehen, um eine sportliche Wende einzuläuten. Nach zehn Spieltagen steht der Verein auf dem 15. und damit letzten Platz – mit gerade einmal einem Punkt. Das machte sich zuletzt am vergangenen Samstag bemerkbar, als man beim SV Rüdnitz/Lobetal mit 0:11 (!) baden ging. Es war gleichzeitig die höchste Niederlage in dieser Saison für die Kremmener. Kurios dabei war die Rolle von Ex-Trainer Thomas Heyer: „Wir hatten viel zu wenig Leute da. Deshalb musste ich selber spielen“, erklärte Heyer noch am Montag gegenüber dem SPORTBUZZER. Zudem musste der Coach auf Spieler aus der zweiten Mannschaft zurückgreifen, die zuvor allerdings selbst noch gespielt haben. „Das war ein Debakel“, sagte er.

Mit einigen Tagen Abstand „ist die Enttäuschung über die Entlassung langsam verflogen“, wie Heyer auf SPORTBUZZER-Nachfrage sagt. „Kremmen wird immer mein Heimatverein bleiben und ich habe nicht vor, eine andere Mannschaft zu trainieren. Ich hoffe, dass die Mannschaft nun einen Impuls bekommt, werde mir in Zukunft sicher auch das ein oder andere Spiel angucken.“ Der Kreispokalsieger von 2010 und 2014 sowie Finalist von 2017 steckt seit geraumer Zeit mittendrin im Abstiegskampf.

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Die Kremmener, die immer wieder mit akuten Personalproblemen zu kämpfen hatten, sind eines von zwei Teams ohne Dreier in der 15er-Staffel, schossen die wenigsten Tore (nur drei), sind mit satten 39 Gegentreffern nach neun Partien aber die Schießbude der Liga. Keine leichte Aufgabe also für das neue Trainerduo. „Wir hoffen, dass nach der Trainerentlassung auch wirklich jeder Spieler verstanden hat, dass die Lage ernst ist“, sagt NilsHildebrandt, der mit seinem Team gleich im ersten gemeinsamen Match vor einer richtungsweisenden Aufgabe steht – Kellerduell des Schlusslichtes gegen den Drittletzten aus Ahrensfelde. „Das ist ein verdammt wichtiges Spiel“, stellt Hildebrandt unumwunden fest.

Dabei kassierten die Kremmener zuletzt sechs Niederlagen in Serie. Den einzigen Punktgewinn konnte die Mannschaft beim torlosen Remis auswärts gegen den FSV Bernau II holen. Dieses gelang am 31. August. Seitdem hagelte es Niederlagen am laufenden Band. Negativer Höhepunkt: das 0:11-Debakel am vergangenen Samstag gegen Rüdnitz/Lobetal. Das hat das Fass in Kremmen zum Überlaufen gebracht. Auf der Gegenseite hat das Team aus Ahrensfelde aber nur zwei Zähler mehr auf dem Konto als die Kremmener, auch die Barnimer sind noch ohne Sieg. „Es gilt jetzt, gemeinsam bis zur Winterpause so viel Punkte wie möglich zu holen, damit der Abstand zum rettenden Ufer und den Nichtabstiegsplätzen nicht zu groß wird. Dann kann man im Winter weitergucken“, sagt der neue Kremmener Kreisoberliga-Trainer, der nach etlichen Jahren als Coach der Reserve nun seine Premiere als Verantwortlicher an der Seitenlinie für die erste Mannschaft gibt. Der Ausgang? Offen.

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