15. Juli 2020 / 08:27 Uhr

Neuer Linkshänder des SC DHfK: „Leipzig ist fast wie zu Hause“

Neuer Linkshänder des SC DHfK: „Leipzig ist fast wie zu Hause“

Elena Boshkovska
Leipziger Volkszeitung
DHfK-Neuzugang Martin Larsen fühlt sich in Leipzig schon fast wie zu Hause.
DHfK-Neuzugang Martin Larsen fühlt sich in Leipzig schon fast wie zu Hause. © SC DHfK Handball
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Der DHfK-Neuzugang bereits im Juni nach Leipzig gezogen. „Kultur und Lebensweise sind fast gleich wie in Dänemark“, sagt der 27-jährige Martin Larsen.

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Leipzig. Seit Juni ist Martin Larsen bereits Leipziger. Mit seiner Familie ist er zum Beginn des Sommermonats in die Messestadt gezogen. Viel Zeit für Sightseeing hatte er bislang nicht. Aber an ein paar Seen war er schon mit seiner Frau und den beiden Kindern. „Wir waren auch im Zoo. Der ist ja riesig. Und es waren sehr viele Leute da“, erzählt der gebürtige Däne. Die Leipziger seien sehr hilfsbereit und der Umzug sei reibungslos verlaufen. „Ich bin sehr glücklich, hier zu sein.“

Zum SC DHfK Leipzig wechselt er nach zwei Jahren bei Pays d’Aix Université Club aus Aix-en-Provence in Frankreich. Dort sei die Kultur und die Lebensart nun doch etwas anders gewesen, berichtet der Rückraumspieler. „In Leipzig ist es im Vergleich zu Frankreich fast wie zu Hause in Dänemark“, lacht Larsen. Deshalb sei seiner Frau die Entscheidung, mit ihm nach Deutschland zu ziehen, leichter gefallen. „Unsere Kinder sind noch klein. Das ältere ist dreieinhalb Jahre alt und das jüngere erst acht Monate. Wir sind auch sehr froh darüber, dass wir einen Kindergartenplatz bekommen haben“, erzählt der 27-Jährige.

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Die Handball-Profis des SC DHfK Leipzig starten in die lange Vorbereitung nach der Corona-Pause. Zur Galerie
Die Handball-Profis des SC DHfK Leipzig starten in die lange Vorbereitung nach der Corona-Pause. © SC DHfK Leipzig

„Die Dynamik war für mich sehr interessant“

Bei der Ankunft, dem Einrichten, ja sogar bei der Auswahl seiner Wohnung habe er viel Unterstützung vom Verein gehabt. „Die Wohnungen, die mir vorgeschlagen wurden, hat alle der Verein organisiert.“ Dann habe er seinen ehemaligen und jetzt wieder neuen Teamkollegen Patrick Wiesmach gebeten, sich für ihn die Wohnungen anzusehen, da er selbst wegen der Corona-Pandemie nicht die Möglichkeit gehabt habe. „Ich kenne Patrick schon sehr lange, seit wir etwa 14 Jahre alt waren. Außerdem haben wir zwei Jahre lang in Aalborg zusammen gespielt. Auch unsere Frauen sind sehr gut befreundet“, so Larsen. Die Verbindung zu Wiesmach habe ihm den Start in der Messestadt erleichtert. Außerdem bemühe sich der Rechtsausen, ihn schneller in das Team zu integrieren.

Für den SC DHfK hat sich der Däne entschieden, insbesondere weil ihm die Strukturen im und um das Team sehr gut gefallen. „Das erste Mal als ich hier war, habe ich viele Leute vom Klub gennengelernt. Die Dynamik, wie alle zusammen arbeiten, war für mich sehr interessant“, erklärt Larsen seine Entscheidung. Die Handballer des SC DHfK gingen einen Pfad, auf den er gerne mitlaufen würde, so der Däne. „Alle haben sehr viel Vertrauen und Verständnis gezeigt. Sie haben mich als Neuankömmling gut unterstützt.“ Außerdem habe der Prestigefaktor Bundesliga zur Entscheidung beigetragen.

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„Wir sind zwei verschiedene Personen“

Dabei ist Martin Larsen ein Handballspieler der ganz begehrten Sorte. Denn er ist Linkshänder. „Sehr wenige Handballer sind Linkshänder, deshalb hat man vielleicht einen höheren Marktwert als die Kollegen“, erklärt er. Beim SC DHfK soll er inoffiziell den Abgang von Franz Semper kompensieren.

„Wir sind zwei verschiedene Personen, mit verschiedenen Spielweisen, verschiedenen Stärken und Schwächen“, reagiert Larsen auf die Anspielungen. Das Team will er im Spiel mit seinem ganz eigenen Stil unterstützen und weiterbringen.