18. November 2020 / 15:03 Uhr

Neuer Name, altes Team: So lief die Saison für Kreisligist TSG Mörse II bisher

Neuer Name, altes Team: So lief die Saison für Kreisligist TSG Mörse II bisher

Josefine Biallas
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wichtige drei Punkte: Mit einem 5:2 gegen den TV Jahn im Keller-Duell verabschiedete sich die TSG Mörse II (in Schwarz) in die Corona-Pause.
Wichtige drei Punkte: Mit einem 5:2 gegen den TV Jahn im Keller-Duell verabschiedete sich die TSG Mörse II (in Schwarz) in die Corona-Pause. © Britta Schulze
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Als SG Heiligendorf/Mörse III hat dieses Team die Saison beendet und ist als Kreisliga-Aufsteiger TSG Mörse II in die neue gestartet. Coach Irvan Vokshi erklärt, was der Grund für die Namensänderung war und womit das Team sonst noch zu kämpfen hat.

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In seiner gerade einmal zweieinhalbjährigen Historie hat die TSG Mörse II fast alles erlebt: Eine Namensänderung, einen Kreisliga-Aufstieg und eine von Corona komplett dominierte Saison. Ganz schön viel für den Neuling im Kreis-Oberhaus, für den die Pause zur Unzeit kommt.

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Noch immer steht für das Team in seiner Premieren-Saison unter neuem Namen der Klassenerhalt als oberstes Ziel fest. Mörse II gründete sich als SG Heiligendorf/Mörse III, durfte nach dem Saison-Abbruch im Sommer als Dritter in die Kreisliga Wolfsburg aufsteigen. Trainer Irvan Vokshi „war nicht dafür“, da er den Schritt nach nur zwei Jahren als zu groß empfunden hat. Doch gemeinsam hat sich die Mannschaft dann doch für das Abenteuer Aufstieg entschieden. Zur Namensänderung in TSG Mörse II kam es, da der TSV Heiligendorf bereits in der Kreisliga Wolfsburg spielt. Aus diesem Grund musste beispielsweise der SSV Vorsfelde III als Meister in der 1. Kreisklasse bleiben - weil die Zweitvertretung des Klubs in der Kreisliga kickt.

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Neuer Name, der Kern der Mannschaft blieb aber zum großen Teil derselbe. „Jetzt sind wir in der Kreisliga noch nicht angekommen“, sagt Vokshi nach den ersten Spielen ehrlich. Aber da möchte die TSG II sich hinarbeiten. „Unser Ziele sind es, so viele Punkte wie möglich mitzunehmen, dazu der Klassenerhalt, Etablierung und Eingewöhnung in der Liga.“

Probleme in Sachen Disziplin

Dass es für den Aufsteiger in dieser Saison insgesamt noch nicht läuft, liegt auch an einem Problem in Sachen Disziplin. Insgesamt hätte die TSG sich bisher oft selbst im Weg gestanden, so Vokshi: "Wir waren selbst Schuld. Viele Spiele haben wir nicht mit elf Mann beendet, durch Rote oder Gelb-Rote Karten.“ Diese Spielweise beförderte Mörse II auf den letzten Platz der Liga-internen Fairness-Tabelle. Diese rote Laterne will das Team schnellstmöglich wieder abgeben.

Ein erster Schritt dazu ist gemacht - vor dem siebten Spieltag gegen TSV Heiligendorf: Da haben sich die Führungsspieler zusammengesetzt, um gemeinsam Lösungen zu finden. Denn: „Die Disziplin war nicht da“, so Vokshi. Und siehe da: Seit diesem Gespräch habe der Coach eine „ganz andere Mannschaft“ auf dem Feld gesehen. Bei der 0:6-Klatsche gegen Heiligendorf gab's zwar vier Gelbe aber keinen Platzverweis. Und eine Woche später belohnte sich das Team sogar mit drei Punkten: beim 5:2 im Keller-Duell gegen den TV Jahn.

Dann kam die Corona-Zwangspause. "Wir waren gerade wieder drin, hatten regelmäßig Training und Spiele. Die erneute Unterbrechung ist natürlich ungünstig", moniert der Coach. "Ich habe den Jungs gesagt, es ist super, wenn sie weiterhin was tun, aber viel wichtiger ist, dass jetzt alle gesund sind und bleiben.“ Denn die Pause hat auch etwas Gutes: Wie viele andere Teams auch hat die TSG ein großes Lazarett zu beklagen, die vielen Verletzen können sich nun in Ruhe erholen. Aber Vokshi befürchtet: "Die Verletzungsprobleme werden wir nach der Pause wieder haben." Der Coach glaubt trotz aller Schwierigkeiten an das spielerische Potenzial seines Teams: „Die Chancen sind immer da, wir müssen sie nur besser verwerten.“