14. Dezember 2017 / 18:06 Uhr

Neuer Oberkrämer-Coach Thomas Czerwionka: "Wir sind zum Aufsteigen verdammt"

Neuer Oberkrämer-Coach Thomas Czerwionka: "Wir sind zum Aufsteigen verdammt"

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
Thomas Czerwionka wird am 9. Dezember als neuer Trainer beim 1. SV Oberkrämer vorgestellt.
Thomas Czerwionka ist neuer Trainer beim 1. SV Oberkrämer. © Christoph Brandhorst
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Kreisliga West: Thomas Czerwionka tritt beim 1. SV Oberkrämer die Nachfolge von Marco Meißner an. Im SPORTBUZZER-Interview spricht er über seine neue Aufgabe.

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Thomas Czerwionka hat beim 1. SV Oberkrämer die Nachfolge von Marco Meißner angetreten. Am Sonntag soll er die Mannschaft in der Kreisliga West zum ersten Mal hauptverantwortlich betreuen. Im Interview mit dem MAZ-SPORTBUZZER verrät der Vehlefanzer, wie er die Aufstiegschancen des Spitzenreiters einschätzt und welche Teams in Sachen Meisterschaft noch ein Wörtchen mitreden könnten.

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SPORTBUZZER: Herr Czerwionka, der Verein hat Sie am Sonnabend als neuen Trainer präsentiert. Wann kamen die Verantwortlichen auf Sie zu?

Thomas Czerwionka: Ein paar Tage nachdem Marco Meißner verkündet hatte, sein Amt niederzulegen, kam der Vorstand mit der Frage auf mich zu, ob ich beim Training aushelfen könne. Matthias Schreiber und Dirk Ostendorf sind ja auch im Vorstand stark eingebunden. Aus alter Verbundenheit habe ich ja gesagt.

Daraus wurde dann mehr.

Die ersten Trainingseinheiten sind anscheinend auch bei der Mannschaft gut angekommen. Deshalb gab es letzte Woche noch einmal Gespräche, ob ich es dauerhaft machen kann.

Mussten Sie lange darüber nachdenken?

Ich musste vorher natürlich mit meiner Familie darüber sprechen, die hat jetzt grünes Licht gegeben. Und der Gedanke, einmal eine Männermannschaft zu trainieren, hat mich ja auch schon immer ein bisschen gereizt. Jetzt hat sich die Gelegenheit eben ergeben.

Sie haben viel Erfahrung im Nachwuchsbereich, sind auch Trainer am DFB-Stützpunkt in Löwenberg. Werde Sie diese Aufgabe auch weiterhin ausfüllen?

Auf jeden Fall. Das war eine Voraussetzung und das habe ich dem Vorstand auch so gesagt. Die Stützpunktarbeit hat oberste Priorität. Aber es sind ja an den Wochenenden auch nur zwei, drei Termine im Jahr, an denen ich weg bin. Das ist überschaubar.

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Wie groß ist der Unterschied zwischen Nachwuchs und Männern in der Trainingsarbeit?

Es wird ja oft der umgekehrte Fehler gemacht – dass man versucht, ein Männertraining auch auf die Jugend zu übertragen. Natürlich ist es ein riesengroßer Unterschied, aber ich bilde mir ein, dass ich das ganz gut hinbekommen werde. Ich freue mich auf die neue Aufgabe.

Am Sonnabend gegen Löwenberg waren Sie aber noch nicht in der Verantwortung?

Da haben Matthias Schreiber und Dirk Ostendorf das noch einmal gemacht. Ich war natürlich mit am Spielfeldrand und in der Kabine, habe mich aber mit Anweisungen erst einmal noch bewusst zurückgehalten.

Wie ist ihr erster Eindruck von der Mannschaft?

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Ich kenne die Mannschaft ja vom Zuschauen. Da steckt viel Potenzial drin. Wir sind eigentlich zum Aufstieg verdammt. Aber, das hat man schon am Samstag gegen Löwenberg gesehen, wir müssen jedes Spiel mit dem nötigen Respekt, der nötigen Einstellung angehen. Der Aufstieg geht nicht im Vorbeigehen.

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Am 19. Juli trat Roman Scholz beim FSV Eintracht Königs Wusterhausen zurück. Er war sechs Jahre im Amt. Zur Galerie
Am 19. Juli trat Roman Scholz beim FSV Eintracht Königs Wusterhausen zurück. Er war sechs Jahre im Amt. ©

Wer sind ihrer Meinung nach die großen Konkurrenten im Meisterschaftsrennen?

Bis Platz fünf oder sechs würde ich jedem noch eine ehrliche Chance einräumen. Häsen wird dabei sein, die haben uns ja gleich zum Saisonauftakt schon geschlagen. Auch Germendorf zähle ich dazu, und auch den FC 98 Hennigsdorf II. Da kann man eigentlich nicht nur einen Einzelnen nennen. In den ersten fünf Spielen der Rückrunde könnte sich noch ein Favorit herauskristallisieren.