06. Oktober 2019 / 20:02 Uhr

Neuer Spitzenreiter: VfR Evesen schlägt den Mühlenberger SV deutlich

Neuer Spitzenreiter: VfR Evesen schlägt den Mühlenberger SV deutlich

Jörg Bressem
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
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Evesens Caglayan Tunc (zweiter von rechts) ist in der Offensive ein Aktivposten. © Jörg Bressem
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„Spitzenreiter, Spitzenreiter“, jubelte die tanzende Mannschaft des VfR Evesen. Mit einem 5:1-Sieg gegen den Mühlenberger SV übernahm sie gestern in imponierender Weise die Führung in der Bezirksliga.

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Obwohl es spielerisch eine glatte Eins war, die der VfR Evesen ablieferte, war noch Luft nach oben. Denn der massiv ersatzgeschwächte Ex-Tabellenführer Mühlenberger SV hätte eigentlich viel mehr Gegentore bekommen müssen. Trainer Michael Cichon war entsprechend geknickt: „Ich war froh, überhaupt elf Spieler mit auf die Reise nehmen zu können.“ Doch selbst die verlief nicht problemlos. Weil die Gäste im A2-Stau steckten, wurde das Spiel von Schiedsrichter Niklas Seidel mit 20-minütiger Verspätung angepfiffen.

Dem VfR Evesen schien das aber wenig auszumachen, denn zumindest er kam sofort zur Sache - vor allem Niko Kleiber. Er erzielte mit einem satten 17-Meter-Schuss bereits in der 5. Minute die Führung der Gastgeber und erhöhte zwei Minuten später auf 2:0, als der Ball im Strafraum hin und her flipperte und Kleiber ihn schließlich versenkte. Als Jannis Städter nach Paskal Fichtners Ecke am kurzen Pfosten das 3:0 erzielte, war nach ganzen 12 Minuten schon fast alles gelaufen. „Was ist eigentlich los da hinten?“, erkundigte sich ein Stürmer der Gäste.

Doch die einzige Antwort, die er erhielt, war das Eveser 4:0 von Fichtner in der 34. Minute, die Sebastian Hull vorbereitet hatte. Dass Mühlenberg mit einem Foulelfmeter von Sye Tekeste in der 45. Minute auf 1:4 herankam, war nur ein minimaler Schönheitsfehler. Seidel hatte in dieser Szene ganz genau aufgepasst, nach einer halben Stunde ein klares Foul an Caglayan Tunc auf der anderen Seite aber aus einer unerfindlichen Trotzreaktion heraus nicht gepfiffen. Er stand genau daneben, hätte den Schlag auf den Fuß mit verbundenen Augen sogar hören können.

Doch das Spiel war ohnehin längst entschieden. Kleiber erhöhte in der 58. Minute mit einem Schuss aus vollem Lauf auf 5:1 für den VfR Evesen und krönte mit seinem dritten Treffer seine überragende Leistung. Er war perfekter Ballverteiler und Torjäger in einer Person. Der neue Tabellenführer hätte danach das Ergebnis locker in zweistellige Dimensionen treiben können - vielleicht die einzige Schwäche in diesem restlos einseitigen Spiel.

VfR: Förster, Marzinowski, Moritz Heine (74. Brandt), Städter, Fichtner, Siepe, Tunc, Niko Kleiber, Hull, Ghonaim (84. Elsner), Khodr (46. Wagener).

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