29. April 2021 / 16:02 Uhr

Neuer Trainer für RB Leipzig: Das sagt Jesse Marsch über seinen Wechsel

Neuer Trainer für RB Leipzig: Das sagt Jesse Marsch über seinen Wechsel

Antje Henselin-Rudolph
Leipziger Volkszeitung
Jesse Marsch hat sich zu seinem bevorstehenden Wechsel nach Leipzig geäußert.
Jesse Marsch hat sich zu seinem bevorstehenden Wechsel nach Leipzig geäußert. © IMAGO/GEPA Pictures (Montage)
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Es ging dann doch alles sehr schnell. Innerhalb von zwei Tagen gab RB Leipzig Julian Nagelsmann für einen Wechsel zum FC Bayern München frei und präsentierte mit Jesse Marsch einen Nachfolger. Der äußerte sich am Donnerstagnachmittag erstmals nach der Bekanntgabe seiner Entscheidung selbst.

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Leipzig/Salzburg. RB Leipzig holt Jesse Marsch als Nachfolger für Julian Nagelsmann. Für viele Fußballfans war der aktuelle Trainer des FC Red Bull Salzburg die logische Wahl. Schließlich sind Personalwechsel vom österreichischem Serienmeister in Richtung Messestadt alles andere als eine Seltenheit. Die offiziellen Verhandlungen zwischen beiden Clubs erfolgten allerdings recht kurzfristig. Das bestätigte Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund am Donnerstag auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. "Erst am Mittwochmittag hat sich erstmals ein Verein wegen Jesse Marsch bei uns gemeldet."

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Freund sagte, dass der Abgang des US-Amerikaners dennoch keine Überraschung gewesen sei. Der habe zwar noch ein Jahr Vertrag gehabt. "Aber Jesse hat immer kundgetan, dass ein möglicher nächster Schritt ein Wechsel in diesem Sommer ist", so der RBS-Sportdirektor. "Wo es dann genau hingeht war nie ganz klar." Die Salzburger waren immerhin so gut auf Marschs Entscheidung vorbereitet, dass sie am Donnerstag ihrerseits einen Nachfolger präsentierten. Matthias Jaissle wird das Team künftig betreuen. Der 33-Jährige ist aktuell noch Coach des FC Liefering und hat ebenfalls Leipziger Vergangenheit. Zwischen 2015 und 2017 arbeitete er hier als Co-Trainer in der Nachwuchsakademie.

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Jaissle saß ebenso wie Marsch und Freund auf dem Podium der Pressekonferenz. Leipzigs kommender Trainer äußerte sich dabei zu verschiedenen Fragen.

Jesse Marsch über...

...seine Zeit in Salzburg: "Ich bin sehr dankbar für die Erfahrungen hier. Christoph Freund und ich haben uns vor sechs Jahren das erste Mal getroffen. Wir hatten immer gute Gespräche. Dieser Verein ist ein Platz, der Träume wahr werden lässt, nicht nur für Spieler, sondern auch für Trainer. Wir hatten hier so viel Spaß zusammen in den vergangenen zwei Jahren. Diese Erfahrungen müssen wir in den letzten fünf Spielen noch einmal umsetzen."

...die Entscheidung zum Wechsel: "Es ist nie eine einfache Entscheidung, auf Wiedersehen zu sagen, wenn man an einem Ort so viel Energie investiert hat. Man muss immer überlegen, was ist der nächste Schritt im Leben und in der Karriere. Aber es ist wirklich schwer, diese Stadt zu verlassen."

...die Information seines Teams: "Wir haben heute Morgen mit den Jungs gesprochen. Es war keine Überraschung für sie. Es war nur ein kurzes Gespräch. Wir haben gesagt, dass wir die Konzentration jetzt hier bei uns brauchen, um unsere gemeinsamen Ziele noch zu erreichen."

...das, worauf er sich in Leipzig freut: "Es ist ein Verein, den ich gut kenne. Ich kenne viele der Trainer und Betreuer. Bei vielen Leipziger Spielern habe ich in der Ausbildung eine Rolle gespielt. Worauf ich mich am meisten freue, sind die vorhandene Qualität und die Möglichkeiten, die ich mit dieser Mannschaft habe. Quasi jede Position ist doppelt besetzt."

...Spieler und Trainer, die er mit nach Leipzig nehmen will: "Vielleicht viele (lacht). Wir haben Gespräche darüber noch nicht geführt. Das ist noch zu früh. Aber ich mag viele Spieler hier."

...die Planung für die nächste Saison: "Mein Fokus liegt für die nächsten fünf Spiele hier. Im Sommer machen wir dann in Leipzig sicher eine gute gemeinsame Planung und besprechen die nächsten Schritte mit dem Team."

...den Fußball, der von ihm zu erwarten ist: "Mein Team in New York war anders als das in Leipzig, das in Salzburg wieder etwas anders. Nun bin ich zurück in Leipzig. Ich denke, das Spielen innerhalb der RB-Philosophie ist immer ein Vorteil. Wichtiger ist aber ein guter Plan, dann ist auch die Philosophie egal. Natürlich werde ich auch überlegen, was mein Vorgänger gemacht hat. Ich denke, es ist nicht so interessant, für jeden Gegner und jedes Spiel den gleich Plan zu machen. Es geht immer darum, den Plan zu adaptieren."