08. Mai 2019 / 13:46 Uhr

Neuer Vertrag beim VfL Wolfsburg: Auch Jonker und Schmidt gratulierten Rexhbecaj

Neuer Vertrag beim VfL Wolfsburg: Auch Jonker und Schmidt gratulierten Rexhbecaj

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Unter Martin Schmidt (r.) gab Elvis Rexhbecaj sein Profi-Debüt beim VfL Wolfsburg. 
Unter Martin Schmidt (r.) gab Elvis Rexhbecaj sein Profi-Debüt beim VfL Wolfsburg.  © imago/regios24
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Es ist das Jahr, in dem Elvis Rexhbecaj den Durchbruch beim VfL geschafft hat. 25 Pflichtspiele hat das Eigengewächs für den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten absolviert – so viele wie noch nie zuvor. Am Montag hat der Mittelfeldspieler seinen Vertrag vorzeitig bis 2023 verlängert. Option inklusive. Dabei wäre er vor einem Jahr fast weg gewesen.

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Dynamo Dresden und Holstein Kiel waren interessiert, jetzt hatten englische Klubs ihr Interesse hinterlegt und waren angeblich bereit, 8 Millionen Ablöse für den 21-Jährigen zu bezahlen. Aber Rexhbecaj, dessen Papa beim VfL Platzwart ist, winkte ab und verlängerte in Wolfsburg.

„Wolfsburg ist meine Heimat geworden“, sagt der Mittelfeldspieler, der seit seinem elften Lebensjahr für den VfL kickt. Das größte Talent sei er zwar nie gewesen, heißt es immer mal wieder – aber in Sachen Mentalität war er seinen Mitspielern stets voraus. Rexhbecaj, dem auch die Wolfsburger Ex-Trainer Martin Schmidt (FC Augsburg) und Andries Jonker (vereinslos) zum neuen Kontrakt gratuliert hatten, ist der Typ Fußballer, der nie aufgibt. In Wolfsburg hat er sich durchgebissen. „Ich habe die Jugendteams durchlaufen, es macht schon etwas mit einem, wenn man dann hier den Sprung geschafft hat“, sagt der Youngster, der trotz des neuen Vertrags sich nichts Besonderes gegönnt habe.

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Wolfsburgs bodenständig daherkommende Nummer 37 will weiterhin zu Hause wohnen bleiben. „Wir schauen uns nach einer größeren Wohnung oder einem Haus um“, so Rexhbecaj – und auch in den möglichen neuen Räumlichkeiten will er sich erst einmal weiterhin ein Zimmer mit seinem Bruder teilen. Zusammen mit ihm und den gemeinsamen Kumpels hat er am Dienstagabend vorm TV mit dem FC Barcelona gefiebert, der jedoch das Rückspiel des Champions-League-Halbfinals in Liverpool mit 0:4 verlor – und raus ist, dabei hatte Barca das Hinspiel noch mit 3:0 gewonnen. „Ich war traurig, ich saß auf dem Boden, denn ich war für Barca“, beschreibt Rexhbecaj. Gleichwohl habe das Spiel jedoch auch gezeigt, „was im Fußball alles möglich ist“.

"Wir träumen alle von Spielen wie in Liverpool"

Letzteres darf man auch auf den VfL übertragen, mit dem Rexhbecaj vor einem Jahr noch in die Relegation gemusst hatte, jetzt geht‘s um das Erreichen eines europäischen Wettbewerbs. Träumt er selbst auch von solchen Wahnsinns-Spielen wie dem jetzt in Liverpool? „Ja, klar, wir träumen alle davon, deswegen haben wir das Ziel Europa League, das wir schaffen wollen“, so der VfL-Profi, der nichts dagegen hätte, wenn es am Ende gar die Champions League wird. „Wir wollen jetzt zwei Spiele gewinnen, wir haben es in der eigenen Hand, wir haben eine gute Phase.“

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Die Trikot-Galerie in der VfL-Akademie ©

Vor einem Jahr schien so etwas noch undenkbar, als die Wolfsburger um die Bundesliga fürchten mussten. „Das Wichtigste war, dass wir als Team gereift sind.“ Im vergangenen Jahr hätte es „viele Gruppen in der Mannschaft“ gegeben. „Da hat es nicht so funktioniert in der Mannschaft – das muss man ehrlich sagen. In dieser Saison sind wir eine Mannschaft – egal, wer spielt.“ Er selbst hatte beim 2:0 am Samstag statt im Mittelfeld hinten rechts verteidigen müssen. „Es hat trotzdem geklappt, jeder haut sich rein – das ist der Unterschied zum letzten Jahr.“ Zudem sei das Team fit wie lange nicht mehr. Rexhbecaj: „Wir haben in der Vorbereitung viel gelitten, jetzt sieht man das Endprodukt.“ Ein erfolgreiches Endprodukt.