26. Mai 2021 / 23:05 Uhr

Neuer Wolfsburg-Trainer: Mit Van Bommel soll nächste Woche alles klar sein

Neuer Wolfsburg-Trainer: Mit Van Bommel soll nächste Woche alles klar sein

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bald das neue Gespann:  Mark van Bommel (r.), designierter VfL-Coach, und Manager Jörg Schmadtke. 
Bald das neue Gespann:  Mark van Bommel (r.), designierter VfL-Coach, und Manager Jörg Schmadtke.  © dpa
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Oliver Glasner wechselt zu Eintracht Frankfurt, einen Nachfolger für die Trainer-Position hat der VfL Wolfsburg schon gefunden: Mark van Bommel soll in der kommenden Woche vorgestellt werden.

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Am Ende ging es dann doch sogar noch etwas schneller als erwartet. Die Trennung zwischen dem VfL Wolfsburg und seinem Cheftrainer Oliver Glasner ist perfekt, der Österreicher wechselt zu Eintracht Frankfurt. Beide Vereine bestätigten den Deal zeitgleich am frühen Mittwochnachmittag. Die Hessen, bei denen Glasner einen Dreijahres-Vertrag bekommt, zahlen dem VfL eine Ablöse, die nach SPORTBUZZER-Informationen bei zwei bis drei Millionen Euro liegen soll. Glasners Amtszeit in Wolfsburg endet damit nach zwei Spielzeiten, in denen er den VfL einmal auf Platz sieben und einmal in die Champions League geführt hat. Als Nachfolger steht Mark van Bommel bereit, die Gespräche sind sehr weit und werden voraussichtlich in der kommenden Woche zum Abschluss gebracht werden.

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Der Glasner-Abschied in Wolfsburg ist nun erst einmal der Endpunkt einer Entwicklung, die sich bereits seit Monaten angebahnt hat. Während es sportlich immer besser lief, der VfL die gesamte Rückrunde auf einem Champions-League-Platz verbracht hat, wurde der Trennungswillen auf beiden Seiten immer deutlicher. Öffentliche Glasner-Äußerungen zum Thema Transfers im vergangenen Herbst hatten zum Bruch mit Manager Jörg Schmadtke geführt. Als im März bekannt wurde, dass der Trainer eine Ausstiegsklausel hat, vermied dieser ein Bekenntnis zu einem Verbleib beim VfL - und wurde unter anderem als neuer Coach in Frankfurt, Salzburg, Leipzig, Leverkusen oder sogar bei den Bayern gehandelt.

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Frankfurt ist es nun geworden, damit hat sich Glasner quasi selbst aus der Champions League gekickt. Denn während er mit dem VfL in die Königsklasse einzog, hat bei der Eintracht die Verkündung des Abschieds von Glasner-Landsmann Adi Hütter zu einer sportlichen Delle geführt, die die SGE am Ende auf Rang fünf und damit in die Europa League rutschen ließ. Kurios: Von der ersten acht Klubs in der Tabelle der abgelaufenen Bundesliga-Saison geht nur der Siebte Union Berlin ohne Trainerwechsel in die kommende Spielzeit.

"Es ist für alle Seiten gut, dass der Sachverhalt nun geklärt ist und wir nicht in so einen spekulativen Dauerzustand kommen", sagte Schmadtke auf SPORTBUZZER-Nachfrage. Die Vertragsauflösung mit Glasner sei erfolgt, so teilte es der VfL zuvor mit, weil der Trainer "mit dem Wunsch auf die Klubführung zugekommen" sei, "zur neuen Saison zur Frankfurter Eintracht zu wechseln". Schmadtke: „Dem haben wir entsprochen und das Vertragsverhältnis aufgelöst. Wir bedanken uns bei Oliver Glasner für zwei erfolgreiche Jahre und wünschen ihm alles Gute."

Verhandlungen über seine Vertragsauflösung hatte es bereits vor einigen Wochen gegeben, führten aber zunächst nicht zu einer Einigung. Die Ausstiegsklausel, nach der Glasner für eine Ablöse von fünf Millionen Euro hätte gehen können, lief am 15. Mai aus, danach war die Ablösezahlung frei verhandelbar - und fiel für die Eintracht entsprechend geringer aus. Dafür muss der VfL nicht die bei einem Rausschmiss fällige Abfindung in Höhe von rund zwei Millionen zahlen.

Wie geht's nun weiter? Mit van Bommel ist (fast) alles klar, der künftige VfL-Trainer hat seine Vorstellungen in Sachen Kaderplanung bereits eingebracht, unter anderem steht sein niederländischer Landsmann Micky van de Ven vom Zweitligisten FC Volendam vorm Wechsel nach Wolfsburg. Ansonsten seien "weitere Dinge vorbesprochen und werden dann bei Bedarf umgesetzt, ohne dass da jetzt unnötiger Druck da wäre", so Schmadtke.