11. Februar 2021 / 09:49 Uhr

Neuer Vorstand beim Teltower FV: "Fair, offen und ehrlich"

Neuer Vorstand beim Teltower FV: "Fair, offen und ehrlich"

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Der Vorsitzende Holger Bednarek (v.l.), sein Stellvertreter Marco Fritz und Schatzmeister Thomas Bath bilden den neuen Vorstand des Teltower FV.
Der Vorsitzende Holger Bednarek (v.l.), sein Stellvertreter Marco Fritz und Schatzmeister Thomas Bath bilden den neuen Vorstand des Teltower FV. © Verein
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Fußballkreis Havelland: Holger Bednarek ist seit über 50 Jahren Mitglied beim Teltower FV und führt den Vorstand um Marco Fritz und Thomas Bath an.

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Vereinstreue ist gerade in Zeiten des ausgesetzten Trainings- und Spielbetriebs ein hohes Gut. Beim 1913 gegründeten Teltower FV steht mit Holger Bednarek seit Ende des vergangenen Jahres ein Mann an der Spitze, der diese wie kaum ein Zweiter vertritt. Seit 1969, als er im Alter von neun Jahren auf dem Sportplatz an der Jahnstraße mit dem Kicken begann, hält der selbstständige Bauleiter dem TFV die Stange und durchlief alle Nachwuchs-, Männer- und Altherren-Mannschaften.

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Auf die Frage, warum er sich seit eineinhalb Jahren zunächst als Stellvertreter von Silke Scheler – die sich auf eigenen Wunsch nicht mehr als Vorsitzende einbringt, aber den Posten der Jugendleiterin bekleidet – im Vorstand engagiert, sagt der heute 60-Jährige: „Ich habe hier als Kind angefangen und es als selbstverständlich hingenommen, dass zum Beispiel Trainer vor Ort waren. Irgendwann ist mir aber bewusst geworden, was es überhaupt bedeutet, das in einem ehrenamtlich geführten Verein alles zur Verfügung zu stellen. Deshalb bringe ich mich gerne mit ein und freue mich, dass ich ein sehr gutes Team um mich herum habe, ohne das es nicht geht.“

Mehr zur Landesklasse West

Im Vorstand hat er mit seinem Stellvertreter Marco Fritz (35) und Schatzmeister Thomas Bath (32) zwei junge Mitstreiter an der Seite. Zudem gehören acht bis zehn Leute zum erweiterten Vorstand. „Da gibt es eine feste Arbeitsaufteilung und jeder hat Lust, sich einzubringen“, sagt Fritz, der zudem Co-Trainer der ersten Männermannschaft (Landesklasse West) und Spieler der Zweiten (Kreisliga B) ist. „Fair, offen und ehrlich“, erklärt Bednarek mit Blick auf seine Idealvorstellung der Zusammenarbeit und Führung des 476 Mitglieder starken Vereins, der mit fast 30 Teams am Spielbetrieb teilnimmt.

In den vergangenen Jahren habe es immer wieder interne Reibereien zwischen verschiedenen Parteien innerhalb des Vereins gegeben. „Jetzt ziehen alle an einem Strang. So soll es sein und so macht es Spaß“, findet Bednarek, dessen Sohn ebenfalls im Verein spielt und der sich lange als Nachwuchstrainer engagiert hat. Die Kinder der Region von der Straße zu holen und ihnen beim Fußball ein geordnetes soziales Umfeld zu bieten, sei dem Verein wichtig und somit hofft man, dass die Politik bald Lösungen findet, den Kindern das Sporttreiben wieder zu ermöglichen.

Erste Mannschaft peilt Aufstieg in die Landesliga an

Finanziell stehe der Verein auf gesunden Füßen und habe durch Corona keine Austritte von Mitgliedern zu verzeichnen. „Die Basis ist da und wir wollen die positive Entwicklung fortsetzen“, sagt Bednarek. Mit der ersten Männermannschaft um Chefcoach und Vereinsurgestein Holger Wünsche strebt man nach 14 Jahren die Rückkehr in die Landesliga an. Im Nachwuchs will man mit seinen Teams ebenfalls wieder auf Landesebene zurückkehren und somit den eigenen Unterbau für den Männerbereich schaffen. „Die Verbindung zwischen Jugend- und Männerbereich ist ganz wichtig, da hat sich zuletzt schon viel verbessert“, weiß Bednarek und hofft, dass auf dem Jahnsportplatz bald wieder richtig Leben einkehrt.