22. Dezember 2021 / 14:46 Uhr

Neues Jahr, mehr Optionen: Drei Rückkehrerinnen und ein Neuzugang bei den VfL-Frauen

Neues Jahr, mehr Optionen: Drei Rückkehrerinnen und ein Neuzugang bei den VfL-Frauen

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Ab Januar beim VfL Wolfsburg hoffentlich komplett einsatzfähig: Offensivspielerin Rebecka Blomqvist (v. l.), Torfrau Katarzyna Kiedrzynek und Kapitänin Alexandra Popp.
Ab Januar beim VfL Wolfsburg "hoffentlich komplett einsatzfähig": Offensivspielerin Rebecka Blomqvist (v. l.), Torfrau Katarzyna Kiedrzynek und Kapitänin Alexandra Popp. © Roland Hermstein
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Wenn die Bundesliga-Fußballerinnen des VfL Wolfsburg im Januar wieder ins Training einsteigen, freut sich Trainer Tommy Stroot auf die Rückkehr von gleich drei Langzeitverletzten - und auf einen Neuzugang.

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg befinden sich nach einem turbulenten Halbjahr in der Winterpause. Am 7. Januar 2022 geht es am Elsterweg mit der Vorbereitung auf die Rückrunde los. Fest steht: VfL-Trainer Tommy Stroot steht dann auch wieder ein größerer Kader zur Verfügung. Mit Kapitänin Alexandra Popp, Torfrau Katarzyna Kiedrzynek und Offensivspielerin Rebecka Blomqvist werden drei Langzeitverletzte zurückerwartet, mit Sveindis Jane Jonsdottir ist dann auch der erste und wahrscheinlich einzige Winter-Neuzugang spielberechtigt. Weitere Neue sind in der kommenden Transferperiode unwahrscheinlich, auch mit Abgängen ist aktuell nicht zu rechnen.

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"Ich bin froh, dass wir wieder eine gewisse Breite im Kader zurückbekommen", sagt Stroot. "Das wird uns in einigen Wochen noch weiter nach vorn bringen. Wir sind hin und wieder zu viel Risiko gegangen. Es ist nichts passiert und es gab keine großen Verletzungen, aber auf einigen Positionen waren wir von Spielerinnen abhängig." Gerade aufgrund der Belastung durch Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal lauern Mannschaften wie Frankfurt, Potsdam und jetzt auch wieder Hoffenheim auf Patzer der CL-Teilnehmer. "Wir haben große Ambitionen und durch den bisherigen Saisonverlauf alles selbst in der Hand", betont Stroot, aber: "Die neue Gruppenphase spielt schon eine Rolle und in der Liga gab es durchaus Überraschungen, die erklärbar sind. Aber egal, wer bei uns auf dem Platz steht, diese Ausrutscher wie in Leverkusen oder Freiburg müssen raus."

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Kiedrzynek hatte sich in der Saisonvorbereitung am Finger verletzt, Popps letztes Pflichtspiel liegt aufgrund eines Knorpelabrisses im Knie schon über ein halbes Jahr zurück - auch Pajor brach kurz nach Saisonbeginn mit Knieproblemen weg und musste operiert werden. Dazu riss sich Pia-Sophie Wolter im Oktober ohne Fremdeinwirkung das Kreuzband, Blomqvist fehlte die letzten Wochen mit einer Sprunggelenkverletzung. Umso beeindruckender, dass "wir das allgemein so gemeistert und das Schiff in der Hinrunde in die richtige Richtung gelenkt haben", so der VfL-Coach.


Kiedrzynek, Popp und Blomqvist sind ab Januar "hoffentlich komplett einsatzfähig". Vor allem mit Popp kommt große Flexibilität zurück: Sie könne gefühlt alles spielen, "das ist eine Wucht, die dazukommt". Mit Top-Stürmerin Pajor rechnet Stroot in dieser Saison hingegen nicht mehr: "Über alles andere würde ich mich natürlich freuen, aber wir werden nichts forcieren. Wir möchten, dass sie komplett fit zurückkommt und sich dann in den Rhythmus arbeitet, als dass sie zu früh wieder einsteigt und etwas passiert."

Stroot: "Auf Jonsdottir können sich die Fans freuen"

Bereits im Dezember 2020 hatte der VfL die Verpflichtung der isländischen Nationalspielerin Jonsdottir bekannt gegeben und die Offensivakteurin anschließend direkt nach Schweden an Kristianstads DFF verliehen. Die schwedische Top-Liga Damallsvenskan beendete die Saison Anfang November, seit Anfang Dezember ist die 20-Jährige, die in Skandinavien in 24 Pflichtspielen acht Tore erzielt hat, nun in Wolfsburg. Stroot: "Auf sie können sich die Fans wirklich freuen. Sie hat ein wahnsinniges Potenzial." Die Isländerin "ist total zielstrebig in ihren Aktionen, verfügt über brutal lange Einwürfe und gilt in Island zu Recht als eines der größten Talente. Das ist ein toller perspektivischer Transfer und verkörpert genau den Weg, den wir zukünftig gehen wollen."