14. September 2020 / 16:21 Uhr

Neues Sportinternat für Leipziger Nachwuchsathleten

Neues Sportinternat für Leipziger Nachwuchsathleten

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
IMG_1174(1)
Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (r.) übergibt den Schlüssel für die Internatspforte an Schulleiter Uwe Hempel und Internatsleiter Manuel Neisch (v.l.). © Stephanie Riedel
Anzeige

Leipziger Sportler mit neuer Bleibe: Die Nachwuchsathleten der Sportoberschule und des Olympiastützpunktes in Leipzig freuen sich über eine neue Unterkunft. Am Montag hat Bürgermeister Heiko Rosenthal das neue Sportinternat eröffnet.

Anzeige

Leipzig. Das Leben eines Leistungssportler ist bunt und vielfältig. So auch das neue Internat der Nachwuchsathleten der Sportoberschule und des Olympiastützpunktes in Leipzig. In der Philipp-Rosenthal-Straße geht es farbenfroh zur Sache – die Fassade ist in orangenen Tönen, die Appartements in grün gehalten, die Teeküchen leuchten gelb. Schulleiter Uwe Hempel freut sich, dass 79 Athleten die 67 Zimmer beziehen können. Die Oberschüler wurden bisher am Sportgymnasium Marschner Straße mitbetreut. „Es wäre schön, wenn der eine oder andere Sportler die Stadt Leipzig bei internationalen Veranstaltungen vertritt.“

Das Objekt, das 3,7 Millionen Euro kostete, wurde rechtzeitig zu Beginn des Schuljahres fertig. Die Stadt investierte selbst 1,7 Millionen in den Umbau der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft. „Wir wollten einen sportpolitischen Schwerpunkt setzen“, erklärte Sportbürgermeister Heiko Rosenthal. „Es wäre schön, wenn der eine oder andere Sportler die Stadt Leipzig bei internationalen Veranstaltungen vertritt.“

Mehr zu Leipziger Sport

Ideale Bedingungen also für die Athleten? Der direkte Weg zur Schule und den Trainingsstätten am Sportforum ist nicht gerade gegeben. „Das Wegekonzept wurde intern diskutiert. Die Bahnlinien 2 und 15 fahren ins Waldstraßenviertel. Das ist verträglich“, meint Rosenthal.

Sportler putzen selbst

Ein leerstehendes Gebäude am Olympiastützpunkt wurde nicht in die Planung einbezogen. Dieses sei an brandschutztechnische Auflagen gebunden und hätte baulicher Untersuchungen bedurft. „Wir hätten kurzfristig einen sechsstelligen Betrag investieren müssen. Außerdem fehlt ein zweiter Rettungsweg“, so Rosenthal. „Ich denke dass die Bedingungen hier schlichtweg besser sind.“

13 Sozialpädagogen, Erzieher und Therapeuten begleiten die 9- bis 18-jährigen im Internatsalltag. Die Betreuer haben ein altersspezifischen Etagenkonzept entwickelt. Die Kleinen wohnen unten in der Nähe des Internatsleitung, die Jugendlichen in den oberen Etagen, um Besuche durch Freunde übers Fenster zu vermeiden. Übrigens: Die Zimmer und die Flure werden von den Kids selbst gereinigt.