12. Oktober 2019 / 11:14 Uhr

Neues Tief bei Hannover 96: Was die Testspielpleite gegen Bielefeld offenbart hat

Neues Tief bei Hannover 96: Was die Testspielpleite gegen Bielefeld offenbart hat

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Steckt weiterhin im Formtief: 96-Kapitän Marvin Bakalorz.
Steckt weiterhin im Formtief: 96-Kapitän Marvin Bakalorz. © Florian Petrow
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Es bestand Hoffnung, dass sich Hannover 96 nach dem Auswärtssieg in Dresden stabilisiert. Die Niederlage im Testspiel gegen Arminia Bielefeld hat diese wieder gedämpft. Die Erkenntnisse aus dem Test gegen eine B-Auswahl der Arminia sind ernüchternd.

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Und wenn du denkst, es geht voran, dann kommt der nächste Nackenschlag – dieses Hannover 96 bleibt halt unberechenbar. Eben noch hatte 96-Chef Martin Kind gehofft, der Sieg in Dresden bilde „das Fundament für eine Leistungsentwicklung“, da bröckelt es schon wieder gewaltig. 96 schafft es nicht, stabil zu spielen und konstant gute Leistungen auf den Platz zu bringen.

Das 1:2 gegen Bielefeld am Mittwochabend war eine neue Enttäuschung. Vor allem deshalb, weil 96 in dem Testspiel so ziemlich mit der besten Elf angetreten war, die zur Verfügung stand. Bielefeld dagegen hatte lange fast nur eine B-Elf auf dem Platz. Einzig der beim 1:0-Sieg am vergangenen Montag in Os­na­brück gesperrt fehlende Topstürmer Fabian Klos war als Stammspieler von Beginn an da­bei.

Bilder vom Testspiel zwischen Hannover 96 und Arminia Bielefeld

Eine Schrecksekunde gab es in der 1. Halbzeit, als Hendrik Weydandt am Sprunggelenk behandelt werden musste. Zur Galerie
Eine Schrecksekunde gab es in der 1. Halbzeit, als Hendrik Weydandt am Sprunggelenk behandelt werden musste. ©
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96 weit von eigenen Ansprüchen entfernt

Bei dieser eigentlich perfekten Ausgangslage, um weiter Selbstvertrauen aufzuschnappen, verliert 96 A völlig verdient und leistungsgerecht gegen Bielefeld B. Es war sogar über weite Strecken ein Klassenunterschied – das zeigt auch, wie weit die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka von den formulierten Ansprüchen und Zielen entfernt ist. Wer nach solchen Leistungen vom Aufstieg träumt, sollte prüfen, welche Rauschmittel ihm ins Getränk gerührt worden sind.

Der Hamburger SV und der VfB Stuttgart belegen punktgleich die Aufstiegsplätze, Bielefeld hat als Dritter sieben Punkte mehr als 96 gesammelt. Das Spiel hat bewiesen, dass das Tabellenbild schon seine Richtigkeit hat.

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Nach dem Befreiungsschlag in Dresden dürfen die Profis von Hannover 96 Eurer Meinung nach gleich weiter jubeln. Euer Tipp für die Partie gegen Aufsteiger VfL Osnabrück am 20.Oktober ist ein Heimsieg für die Roten! Zur Galerie
Nach dem Befreiungsschlag in Dresden dürfen die Profis von Hannover 96 Eurer Meinung nach gleich weiter jubeln. Euer Tipp für die Partie gegen Aufsteiger VfL Osnabrück am 20.Oktober ist ein Heimsieg für die Roten! ©

Bakalorz weiter im Formtief

Und es hat auch gezeigt, dass Marvin Ba­ka­lorz der Mannschaft gerade nicht helfen kann. In der ersten Hälfte war der zuletzt auf die Bank zurückversetzte Kapitän mal wieder im Einsatz. Er hatte dabei mehr un­glück­li­che als geglückte Aktionen.

Vor dem Dresden-Spiel, für das Bakalorz verletzt ausfiel, hatte Slomka eingeräumt, für den 30-Jährigen sei das „keine gute Lage“. Es gehe nun auch darum, „den Weg der Rückkehr“ vorzubereiten. In der aktuellen Form scheint Bakalorz aber weiter denn je von einem Stammplatz entfernt.

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Nachwuchstalent Stehle als Lichtblick

Ein Rückschritt war auch die Performance von Waldemar An­ton. Statt als zentraler defensiver Mittelfeldspieler erst mal das 96-Gebilde wie in Dresden zu stabilisieren, verrannte sich der 23-Jährige in wilden Offensivaktionen quer über den Platz. Auch die Verteidiger agierten viel zu passiv, sie ließen Bielefeld kombinieren und einfache Ge­gen­to­re zu. Abwehr kann 96 offenbar gar nicht, Bielefeld hatte Chancen zu weit mehr Treffern.

Beim Kampf um den Linksverteidigerplatz von Miiko Albornoz scheint nach dem Test Matthias Ostrzolek gegenüber Jannes Horn leicht im Vorteil zu sein – ohne wirklich zu überzeugen. Beide spielten je eine Hälfte, Horn mit mehr Problemen als Os­trzo­lek. Albornoz wird beim nächsten Heimspiel gegen Osnabrück nach Gelb-Rot gesperrt fehlen.

Für Lichtblicke sorgten in diesem trüben 96-Einerlei nur die eingewechselten Jugendspieler, vor allem Simon Stehle. Der 18-Jährige hat in der U19 in sechs Partien sechs Tore erzielt. Er kann Mittelstürmer oder Rechtsaußen spielen und überzeugte mit Tempo und guter Technik. Zumindest bei der 96-Jugend scheint es voranzugehen.

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Top 25: die Rekordabgänge von Hannover 96. ©

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