04. Januar 2022 / 15:52 Uhr

Neun Tore im Paderborn-Test: Wolfsburg-Sieg mit Defensivschwäche

Neun Tore im Paderborn-Test: Wolfsburg-Sieg mit Defensivschwäche

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Siegreicher Test: Der VfL Wolfsburg gewann gegen den SC Paderborn.
Siegreicher Test: Der VfL Wolfsburg gewann gegen den SC Paderborn. © Roland Hermstein
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Erfolgreiche Generalprobe vor dem Rückrunden-Start am Sonntag in Bochum: Mit 5:4 (4:2) setzte sich der VfL Wolfsburg gegen Zweitligist SC Paderborn durch.

Gelungene Generalprobe: Das einzige Testspiel der Winter-Vorbereitung gewann der VfL am Dienstagnachmittag mit 5:4 (4:2) gegen Zweitligist SC Paderborn. Allerdings offenbarte der Wolfsburger Fußball-Bundesligist erneut Defensivschwächen. Wout Weghorst erzielte einen Dreierpack, Sorgen gibt's um Maxence Lacroix.

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Der VfL fing gut an, lief die Gäste aus Paderborn früh an – und belohnte sich bereits nach zehn Minuten. Über Luca Waldschmidt und Maximilian Arnold kam der Ball zu Ridle Baku, der mit einer flachen Hereingabe Weghorst bediente. Der Niederländer hatte keine Mühe, den Ball aus kurzer Distanz über die Linie zu drücken – 1:0! Und die Gastgeber machten weiter, waren die spielbestimmende Mannschaft gegen einen Gegner, der aber auch erst am Montag ins Training eingestiegen war. Der VfL hatte Chancen, Waldschmidt verzog, ein Arnold-Freistoß ging drüber.

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Besser lief es in der 22. Minute, als Arnold bei einem Freistoß den völlig frei stehenden Maximilian Philipp sah, der Offensivmann zog trocken ab und versenkte den Ball unten links zum 2:0. Und damit noch nicht genug, plötzlich begannen die Wolfsburger sogar zu zaubern: Pass von Philipp auf Arnold, der zu Luca Waldschmidt, zurück zu Arnold, dann zu Weghorst – 3:0. Nur vier Minuten später legte der VfL nach, die Wolfsburger waren in Torlaune. Eine Flanke von Jerome Roussillon versenkte Weghorst per Volley, Dreierpack perfekt.


Testspiel VfL Wolfsburg - SC Paderborn

Bilder vom Testspiel des VfL Wolfsburg gegen den SC Paderborn Zur Galerie
Bilder vom Testspiel des VfL Wolfsburg gegen den SC Paderborn © Roland Hermstein

Es gab kaum Zeit zum Durchatmen, es ging munter weiter mit dem Toreschießen – diesmal waren aber die Paderborner dran. Nach einem Ballverlust von Lacroix bediente Sven Michel in der Mitte Felix Platte, der den Ball über die Linie drückte. Drei Minuten später der zweite SCP-Treffer: böser Bock von Jay Brooks, dessen Rückpass auf Koen Casteels zu kurz war, Sebastiaan Bornauw holte Platte von den Beinen, den fälligen Elfer verwandelte Michel sicher unten rechts. Mit einer 4:2-Führung ging's in die Kabine.

Nach der Pause ging es torreich weiter. Nach einer Ecke nagelte der eingewechselte Renato Steffen den Ball volley unten links zum 5:2 rein. Kurz darauf musste Maxence Lacroix angeschlagen runter, der Franzose hielt sich den hinteren linken Oberschenkel. Kurz danach verkürzte Paderborn erneut, nachdem Waldschmidt hart, aber wohl noch im Rahmen des Erlaubten vom Ball getrennt worden war, Robin Yalcin zirkelte den Ball rein. Anschließend wechselte der VfL gleich neunmal durch, danach kam von Wolfsburg nicht mehr viel. Die besseren Chancen hatte Paderborn – und kam noch mal ran. Zehn Minuten vor Schluss traf Kai Pröger zum 4:5. Bartosz Bialek traf in der Schlussphase aus einer Abseitsstellung. Dann war Schluss.

St. Pölten bezieht Trainingslager in Wolfsburg

Der SKN St. Pölten schlägt seine Zelte in Wolfsburg auf: Vom 10. bis 21. Januar bezieht der VfL-Kooperationspartner ein Trainingslager in der VW-Stadt. Das organisierte Jan Schlaudraff bereits vor seiner Präsentation als neuer Geschäftsführer Sport, die am Mittwoch vollzogen werden soll. Seit Montag ist der Ex-Hannover-Profi aber bereits im Amt. Am Mittwoch steigt SKN unter der Leitung von Trainer Stephan Helm auch mit Leistungstests ein, die erste Einheit gibt's am Donnerstag. Bei St. Pölten stehen derzeit die Wolfsburger Youngster Lino Kasten, Ulysses Llanez und Yun-sang Hong unter Vertrag.

VfL: Casteels (63. Pervan) – Lacroix (56. van de Ven), Bornauw (63. MacNulty), Brooks (63. Lang) – Baku (63. Mbabu), Arnold (63. F. Nmecha), Gerhardt (63. Bastin), Roussillon (63. Mazzone) – Philipp (46. Steffen), Waldschmidt (63. Ginczek) – Weghorst (63. Bialek).
Paderborn (1. HZ): Huth – Ananou, Heuer, van der Werff, Carls – Schallenberg, Schuster – Justvan – Platte, Muslija, Michel.
Paderborn (2. HZ): Zingerle – Yalcin, Henke, Correia, Dörfler – Thalhammer, Mehlem – Stiepermann – Pröger, Srbeny, Cuni.
Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover).
Tore: 1:0 (10.) Weghorst, 2:0 (22.) Philipp, 3:0 (25.) Weghorst, 4:0 (29.) Weghorst, 4:1 (34.) Platte, 4:2 (37.) Michel (Foulelfmeter), 5:2 (49.) Steffen, 5:3 (58.) Yalcin, 5:4 (81.) Pröger.