10. Februar 2021 / 23:52 Uhr

Neun-Tore-Wahnsinn: Everton wirft Tottenham und Mourinho aus dem FA Cup

Neun-Tore-Wahnsinn: Everton wirft Tottenham und Mourinho aus dem FA Cup

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
In einem Spektakel mit neun Toren hat sich der FC Everton gegen Tottenham durchgesetzt.
In einem Spektakel mit neun Toren hat sich der FC Everton gegen Tottenham durchgesetzt. © Getty Images (Montage)
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Was für ein Spiel: Neun Tore und 120 Minuten waren notwendig, um das FA-Cup-Achtelfinale zwischen dem FC Everton und den Tottenham Hotspur zu entscheiden. Das schlechtere Ende hatten beim 4:5 am Mittwochabend die Spurs und Trainer José Mourinho.

Nächster Rückschlag für die Tottenham Hotspur und Trainer José Mourinho: Nachdem der Top-Klub aus London in der Premier League zuletzt drei Niederlagen in vier Spielen hinnehmen musste, schied die Mourinho-Elf am Mittwochabend auch aus dem FA Cup aus. In einer mitunter vogelwilden Partie bei Liga-Rivale FC Everton reichten ein Doppelpack von Davinson Sanchez und weitere Treffer von Erik Lamela und Harry Kane nicht – die Spurs unterlagen nach Verlängerung am Ende mit 4:5 (4:4, 2:3).

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Die Partie begann zunächst mit einem Blitzstart der Gäste aus London: Nach einer Ecke von Heung-min Son stieg Sanchez am höchsten und brachte die Spurs in Führung (3. Minute). Es wirkte in der Folge, als könnten die Spurs an den furiosen Start anschließen. Immer wieder kam die Tottenham-Offensive um Son zu guten Chancen. Einzig die Präzision vor dem Tor fehlte – und das bestraften die Toffees vor der Pause eiskalt: Dominic Calvert-Lewin (36.) per Rechtsschuss, Richarlison (38.) und Gylfi Sigurdsson per Foulelfmeter (43.) stellten die Partie vollkommen auf den Kopf.

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Allerdings bewiesen Mourinhos Schützlinge Resilienz: In der dritten Minute der Nachspielzeit im ersten Durchgang hatte Erik Lamela nach Doppelpass mit Son bereits den Anschlusstreffer erzielt. Zu Beginn der zweiten Hälfte arbeiteten sie sich näher und näher an den Ausgleich heran. Und in der 57. Minute klappte es dann: Nach einer Ecke kann Everton-Keeper Robin Olsen einen Kopfball von Toby Alderweireld noch parieren. Gegen den Nachschuss von Sanchez war er allerdings machtlos – Doppelpack vom Kolumbianer.

Die Partie war auf einmal wieder völlig offen: Wer sollte den entscheidenden Schlag setzen? Eine erste Antwort auf diese Frage lieferte der zweite Doppelpack des Abends: Nach Steilpass von Sigurdsson zog Evertons Brasilianer Richarlison aus spitzem Winkel ab und traf zur erneuten "Toffees"-Führung (68.). Aber die Fans vor dem Fernseher ahnten es schon: Es blieb nicht der letzte Treffer. Dieses Mal konnten sich die Spurs auf den eingewechselten Harry Kane verlassen. Der Star-Stürmer nickte nach einer Lamela-Flanke zum erneuten Ausgleich ein (83.) – 90 Minuten reichten nicht aus um einen Sieger zu finden.

In der Verlängerung: Bernard setzt den Schlussstrich

Aber das Glück war Tottenham auch in der Verlängerung nicht hold: Kane verpasste eine riesige Chance auf die Entscheidung, als er frei im Strafraum beim Abschluss ausrutschte (96.). Stattdessen war es der bei Everton eingewechselte Bernard, der die Partie nach feinem Chip-Pass von Sigurdsson mit einem wuchtigen Linksschuss entschied. Der Gastgeber durfte sich über den ersten Viertelfinal-Einzug seit 2016 freuen. Tottenham und Mourinho mussten indes den nächsten Rückschlag hinnehmen. Am Samstag wartet für die Londoner nun eine weitere schwierige Aufgabe: In der Liga geht es gegen Tabellenführer Manchester City (18.30 Uhr, Sky). Die "Sky Blues" setzten sich in der frühen Partie am Mittwoch souverän mit 3:0 (1:0) gegen Zweitligist Swansea City durch.

Einen ganz späten Sieg durfte in einem der beiden Spiele am früheren Abend auch Leicester City feiern. Die "Foxes" brauchten gegen Brighton & Hove Albion bis in die vierte Minute der Nachspielzeit, um die Partie für sich zu entscheiden. Kelechi Iheanacho erlöste die Mannschaft von Trainer Brendan Rodgers schlussendlich. Premier-League-Schlusslicht Sheffield United setzte sich indes gegen Zweitligist Bristol City durch. Billy Sharp erzielte beim 1:0 (0:0) das entscheidende Tor per Foulelfmeter (66.).