16. Juli 2021 / 10:32 Uhr

Neuzugang Schlicht nach ersten Einheiten mit Lok Leipzig: "Niveau und Trainingsintensität deutlich höher´"

Neuzugang Schlicht nach ersten Einheiten mit Lok Leipzig: "Niveau und Trainingsintensität deutlich höher´"

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
<b>Michael Schlicht:</b> Kommt ablösefrei vom VfB Auerbach (Vertrag bis 30. Juni 2022).
Michael Schlicht läuft in der kommenden Saison für den 1. FC Lokomotive Leipzig auf. © 1. FC Lokomotive Leipzig
Anzeige

Er ist zurück in seiner Geburtsstadt: Michael Schlicht spielt in der kommenden Saison beim 1. FC Lokomotive - nach dem FC Sachsen und RB Leipzig ist es der dritte Club in der Messestadt, dessen Trikot er trägt. Der 27-Jährige soll unter anderem helfen, den abgewanderten Paul Schinke zu ersetzen.

Anzeige

Leipzig. Sieben Jahre lang war Michael Schlicht unterwegs, spielte in Schweinfurt, bei den semiprofessionellen Ost-Klubs in Bautzen und Auerbach, stieg 2016 mit dem FSV Zwickau in die dritte Liga auf. Nun hat es den gebürtigen Leipziger zurück in die Heimat verschlagen – zu neuen sportlichen Farben. Der ehemalige Jugendspieler des FC Sachsen und RB Leipzig macht das „Messestadt-Triple“ voll – und spielt nun beim 1. FC Lok Leipzig. „Klar habe ich mir das gewünscht, irgendwann nach Leipzig zurückzukehren“, bestätigt Schlicht im SPORTBUZZER-Gespräch.

Anzeige

„Niveau und Trainingsintensität ist deutlich höher“

Bei den Probstheidaern unterschrieb er einen Lok-typischen Einjahresvertrag und ist unter anderem Ersatz für den abgewanderten Spielmacher Paul Schinke. Der kickte früher auch bei den Bullen, vergleichen lassen möchte sich der 27-jährige Sommerneuzugang jedoch nicht. „Ich will nicht wie Paul sein. Es ist eine Lücke, die es zu füllen gilt, egal von wem. Ich will mein eigenes Ding durchziehen, meine eigenen Fähigkeiten einbringen“, stellt er klar. Der Anspruch des zentralen Mittelfeldmanns, der sich sowohl offensiv als auch defensiv wohlfühlt: „Ich möchte mich in die erste Elf kämpfen.“

DURCHKLICKEN: Lok Leipzigs Zu- und Abgänge im Sommer 2021

Lok Leipzig rüstet sich für die kommende Spielzeit. Folgende Zugänge zur Saison 2021/22 stehen bereits fest. Zur Galerie
Lok Leipzig rüstet sich für die kommende Spielzeit. Folgende Zugänge zur Saison 2021/22 stehen bereits fest. ©

Für die Zwickauer bestritt der Leipziger 17 Drittligapartien, in der Regionalliga Nordost kommt der 1,79 m große Stratege auf 100 Einsätze. Nach den zwei (Corona-)Jahren in Auerbach ist er nun wieder bei einer Profi-Elf und wird wieder zwei Mal täglich zur Übungsstunde gebeten. „Niveau und Trainingsintensität ist deutlich höher, das hat auch mein Körper gemerkt“, resümiert er die bisherigen Vorbereitungswochen. Schlichts Rückkehr nach Leipzig war auch ein Stück Eigeninitiative: Der Bedarf an einem zentralen Mittelfeldspieler ließ ihn ebenso wie seinen Berater hellhörig werden. Das erste Gespräch mit Trainer/Sportdirektor Almedin Civa war ertragreich.

„Es gab schon diverse Derbys“

Das Bruno-Plache-Stadion besuchte Schlicht, der parallel in einer Autovermietung arbeitet und sein Abitur per Fernschule nachholt, schon vor der Kontaktaufnahme und schaute sich mehrere Matches an. Sein Fazit: „Das ist immer ein Erlebnis.“ Dass es trotz RB-Ausbildung nicht für ganz oben gereicht hat, beschäftigt Schlicht durchaus. „Ich denke oft zurück an Zeiten: Wo hast du vielleicht Fehler gemacht, wo vielleicht einen anderen Step machen können?“ Am Ende sei man immer schlauer. Sein Vergleich zwischen Vizemeister RB und dem Viertligisten Lok: „Das sind Welten, die man nicht vergleichen kann. Bei RB gibt es Luxus pur, bei Lok ist alles familiärer.“

Sorgen, dass die Anhänger aufgrund seiner grün- und rot-weißen Vergangenheit kritischer sein könnten, habe er nicht. Er selbst hat noch heute Freunde bei Chemie sowie guten Kontakt zu den Physiotherapeuten bei RB. Für das kommende Stadtduell ist er gewappnet: „Es gab schon diverse Derbys“. Nun erwartet ihn diese Saison das erste im blau-gelben Trikot.