30. Juli 2020 / 18:13 Uhr

Keine Übernahme von Newcastle United: Investment-Fond aus Saudi Arabien zieht Angebot zurück

Keine Übernahme von Newcastle United: Investment-Fond aus Saudi Arabien zieht Angebot zurück

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Newcastle United wird nicht von einem saudischen Investmentoren-Konsortium übernommen.
Newcastle United wird nicht von einem saudischen Investmentoren-Konsortium übernommen. © Getty Images (Montage)
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Kein neuer Eigentümer für die "Magpies": Newcastle United wird nicht von einem Investoren-Konsortium aus übernommen. Der geplante Übernahme-Deal war wegen saudischer Menschenrechtsverletzungen scharf kritisiert worden. Nun scheiterte er wohl an den Folgen der Corona-Krise.

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Der englische Klub Newcastle United wird nicht an ein Konsortium mit saudischer Beteiligung verkauft. Wie der britische Sender Sky am Donnerstag berichtete, hat die Investorengruppe ein entsprechendes Angebot für den Verein aus der Premier League aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit durch die Coronavirus-Krise zurückgezogen. Die Investition sei nicht mehr rentabel, hieß es demnach in einer Erklärung, die Sky vorliegt.

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Geplanter Saudi-Deal hatte scharfe Kritik hervorgerufen

Laut Medienberichten wollte das Konsortium, das von der britischen Geschäftsfrau Amanda Staveley angeführt wird, Newcastle für rund 300 Millionen Pfund (ca. 340 Millionen Euro) übernehmen. Der Öffentliche Investmentfonds Saudi-Arabiens hält demnach 80 Prozent an dem Konsortium und wäre somit auch Mehrheitseigner des Klubs geworden.

Zuvor hatte es scharfe Kritik an dem möglichen Besitzerwechsel gegeben. Denn der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, dem schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, ist der einflussreichste Mann des Fonds. Amnesty warnte, Mohammed bin Salman würde faktisch "wirtschaftlicher Eigentümer“ des Klubs.

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Zukunft nun ungewiss: Newcastle-Eigentümer Ashley will Verein eigentlich loswerden

Zudem hatte der katarische Fernsehsender BeIN Sports die 20 Vereine der Premier League und die Liga-Bosse in einem Brief vor dem Geschäft gewarnt. BeIN Sports warf dem saudischen Piratenkanal BeoutQ vor, illegal internationale Sportveranstaltungen zu übertragen und das Programm des katarischen Senders zu stehlen. Bundesliga, FIFA und UEFA halten die Vorwürfe aufgrund einer Studie für belegt.

Wie es nun für Newcastle United weitergeht, ist unklar. Der bei den Fans unbeliebte Inhaber Mike Ashley will den Klub schon länger abgeben. Im Juni hatten Medien berichtet, der US-Geschäftsmann Henry Mauriss biete sogar 350 Millionen Pfund (ca. 390 Millionen Euro) und wolle die Magpies noch vor Beginn der nächsten Saison übernehmen. Die Gespräche mit Mauriss sollen angeblich fortgeführt werden.