14. Oktober 2021 / 14:35 Uhr

Freiburg-Trainer Christian Streich kritisiert Newcastle-Übernahme: "Jegliches Maß überschritten"

Freiburg-Trainer Christian Streich kritisiert Newcastle-Übernahme: "Jegliches Maß überschritten"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Aus Sicht von Freiburg-Coach Christian Streich ist die Übernahme von Newcastle United durch ein saudisches Konsortium unfassbar.
Aus Sicht von Freiburg-Coach Christian Streich ist die Übernahme von Newcastle United durch ein saudisches Konsortium "unfassbar". © IMAGO / Sportfoto Rudel / PA Images (Montage)
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Für die Übernahme von Newcastle United durch saudische Investoren hat Christian Streich kein Verständnis. Der Trainer des SC Freiburg verwies bei seiner Kritik auf die Beteiligung von Leuten in dem Konsortium, die "in schwere Menschenrechtsverletzungen verstrickt" seien.

Trainer Christian Streich vom SC Freiburg hat die Übernahme des englischen Klubs Newcastle United durch ein Konsortium mit saudischer Beteiligung scharf kritisiert. „Da passieren immer wieder Dinge im Fußball, die jegliches Maß überschritten haben. In diesem Fall ist das ja unfassbar, wer da alles dabei ist in diesem Konsortium“, sagte der 56-Jährige am Donnerstag. Man wisse, dass in dem Konsortium Leute dabei seien, „die in schwere Menschenrechtsverletzungen verstrickt“ seien, ergänzte Streich. „Da muss ich sagen, wenn die Leute damit ein Problem haben, dann kann ich mich zu diesen Leuten dazuzählen.“

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Die englische Premier League hatte der Übernahme zugestimmt, da der Klub aus ihrer Sicht damit nicht unter der Kontrolle Saudi-Arabiens steht. Der öffentliche Investmentfonds Saudi-Arabiens soll zwar 80 Prozent am Konsortium halten und ist nun Mehrheitseigner des Vereins. Zudem ist der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman, dem schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, der einflussreichste Mann des Fonds. Der Fonds wird aber als „vom Staat getrennt“ betrachtet, womit eine Übernahme aus Liga-Sicht zulässig war.

Streich hat dafür kein Verständnis und hielt stattdessen ein Plädoyer für die Bundesliga. „Ich glaube, dass die Bundesliga auch weiter attraktiv ist und dass wir nicht alles mitgehen dürfen, was in anderen Ligen gemacht wird, zum Beispiel in England“, sagte er. „Wer nicht mehr so gut arbeitet, obwohl er Tradition hat, der spielt halt nicht mehr Bundesliga. Das ist für mich Wettbewerb.“