03. August 2016 / 10:42 Uhr

Neymar soll Brasilien erlösen: "Ich denke nur an Gold"

Neymar soll Brasilien erlösen: "Ich denke nur an Gold"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nexmar: Ich werde alles geben, damit wir Olympiasieger werden.
Nexmar: "Ich werde alles geben, damit wir Olympiasieger werden." © dpa
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Für Brasilien zählt bei Olympia im eigenen Land vor allem Gold im Fußball. Neymar höchstpersönlich soll die seit dem 1:7 gegen Deutschland gebeutelte Nation aus dem Dauer-Tief führen.

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Die Botschaft war laut und deutlich. "Neymar, Neymar!" riefen 33.458 Zuschauer nach Brasiliens starker Olympia-Generalprobe gegen Japan, auf dem Rasen hob der Superstar des FC Barcelona die Hand und nickte kurz. Neymar weiß genau, was die Masse von ihm will: Gold bei Olympia, endlich. "Ich werde alles geben, damit wir Olympiasieger werden. Zu keinem Zeitpunkt denke ich daran zu verlieren, sondern nur, wie ich im Maracana mit der Goldmedaille um den Hals stehe", sagt der 24-Jährige.

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Für Brasilien zählt nur die Goldmedaille

Er weiß: Für Brasilien zählt bei Heim-Olympia in erster Linie Gold im Fußball. Am Donnerstag (16.00 OZ/21.00 MESZ) soll gegen Südafrika der erste Schritt gemacht werden. Schon die Zuschauerzahl beim klaren 2:0 gegen Japan am Samstag war Ausdruck der enormen Erwartungen. Hätten in das Stadion in Goiania 80.000 Fans gepasst, wären wohl auch 80.000 gekommen - zu einem Duell zweier U23-Teams, wohlgemerkt.

Das Land von Pele und Co. mag Rekordweltmeister sein, doch der Olympiasieg fehlt noch, und der Durst ist groß. Vor vier Jahren in London war Brasilien fast am Ziel, und Neymar war mittendrin: Im Finale gegen Mexiko jedoch geriet der Topfavorit nach wenigen Sekunden in Rückstand, am Ende hieß es 0:2, Neymar nahm die Silbermedaille eher trotzig entgegen. "Ich denke nur an Gold", sagt er nun, für diese Mission verzichtete er im Juni sogar auf die Copa America. Ohne ihn scheiterte Brasilien prompt in der Vorrunde, ein Jahr zuvor war im Viertelfinale Schuss gewesen.

Akribische Vorbereitung auf Olympia

Seit dem schmerzhaften 1:7 im WM-Halbfinale 2014 gegen Deutschland steckt die stolze Fußball-Nation im Dauertief, Olympia soll nun die Wunden heilen. Neymar fehlte zwar bei der Schmach gegen das DFB-Team verletzt, doch auch er spricht von einer "Verpflichtung", im eigenen Land Gold holen zu müssen. Für dieses Ziel hat Brasilien alles in Bewegung gesetzt. Auch Neymars Klubkollege Rafinha steht im namhaften Aufgebot, dazu der ehemalige Bundesligaprofi Renato Augusto (Beijing Guoan), der von europäischen Topklubs umworbene Gabriel Jesus (Palmeiras) und Abwehrtalent Marquinhos von Paris St. Germain.

Seit Wochen schon bereitet sich das Team im Trainingszentrum Granja Comary akribisch vor. Die Hoffnungen der Fans ruhen dennoch fast ausschließlich auf Neymar, und dem Superstar ist das nur recht. "Ich will, dass die anderen in Ruhe ihren Fußball spielen. Ich will ihnen die Last von den Schultern nehmen", sagt er und betont, er spüre keinen Druck: "Wer Angst hat zu verlieren, verliert die Lust zu spielen. Und ich bin ein Typ, der überhaupt nicht gerne verliert." Klingt ganz so, als habe Neymar da Silva Santos Júnior eine Mission.

SID