18. September 2019 / 18:51 Uhr

PSG-Trainer Thomas Tuchel versteht Fan-Wut gegen Neymar: "Er wollte nicht hier sein"

PSG-Trainer Thomas Tuchel versteht Fan-Wut gegen Neymar: "Er wollte nicht hier sein"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Neymar wollte Paris Saint-Germain in diesem Sommer unbedingt verlassen. PSG-Trainer Thomas Tuchel zeigt Verständnis für die wütenden Fans.
Neymar wollte Paris Saint-Germain in diesem Sommer unbedingt verlassen. PSG-Trainer Thomas Tuchel zeigt Verständnis für die wütenden Fans. © imago images / PanoramiC
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Das Transfer-Theater um Paris-Saint-Germain-Superstar Neymar lässt die Fans des französischen Meisters nicht kalt. Beim Comeback des Brasilianers in der Ligue 1 pfiffen die PSG-Anhänger Neymar gnadenlos aus. Paris-Trainer Thomas Tuchel erklärt, warum er die Fans verstehen kann.

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Neymar und die Fans von Paris Saint-Germain: Wahre Liebe sieht anders aus. Beim Comeback am Wochenende gegen Racing Straßburg wurde der 27 Jahre alte PSG-Superstar von den Fans gnadenlos ausgepfiffen und angefeindet - und das, obwohl er in der Nachspielzeit per spektakulärem Fallrückzieher das 1:0 für den amtierenden französischen Meister erzielt hatte. Das Transfer-Theater im Sommer - Neymar wollte Paris verlassen, doch der Wechsel platzte - hängt dem Brasilianer noch nach. Im Gespräch mit Streaming-Anbieter DAZN äußerte PSG-Trainer Thomas Tuchel nun Verständnis für die Fans: Auch eine langfristige Fan-Wut gegen Neymar könnte Tuchel verstehen.

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Pfiffe gegen Neymar: Tuchel fordert Superstar auf, sich damit zu arragieren

"Er wollte nicht hier sein. Er hat alles versucht, was in seiner Macht stand", erklärte Tuchel. Die französische Zeitung L'Equipe berichtete im Sommer, dass sich Neymar im Transfer-Poker mit 20 Millionen Euro aus eigener Tasche am eigenen Wechsel zurück zum FC Barcelona beteiligen wollte. Neymars Verhalten im Sommer habe laut Tuchel "nicht dazu beigetragen, dass er sich beliebt gemacht hat. Das konnte man spüren und ich kann es nachvollziehen, wenn die Zuschauer nachhaltig sauer sind."

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Tuchel forderte Neymar auf, sich mit den Pfiffen den Fans zu arrangieren: "*Da muss er jetzt durch, da müssen wir in den Heimspielen alle ein bisschen durch", sagte der 46-Jährige.*



Thomas Tuchel: Deshalb wird er Neymar weiterhin aufstellen

Trotz der Unstimmigkeiten mit dem Verein werde Tuchel Neymar allerdings auch weiterhin aufstellen. Neymar habe "immer professionell trainiert", so der Ex-BVB-Coach. Zudem habe es "nie einen Bruch oder Unstimmigkeiten" gegeben, erklärte Tuchel: "Deshalb war es für mich sehr leicht, ihn aufzustellen". In den ersten beiden Partien der Champions League gegen Real Madrid (18. September) und Galatasaray Istanbul (1. Oktober) fehlt Neymar allerdings gesperrt.

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Tuchel habe das Gefühl, dass der geplatzte Wechsel für Neymar "eine Erleichterung" für ihn sei - auch wenn er die Entscheidung gegen seinen Willen gefallen ist. "Da tritt automatisch eine Konzentration und Besinnung auf die Aufgabe ein. Dir bleibt als Sportler ja auch nicht viel anderes übrig", erklärte der Trainer. "Du musst Gas geben - und Neymar ist ja hungrig und ein Wettkampftyp, der immer gewinnen möchte."

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Neymar besitzt bei PSG noch einen Vertrag bis 2022

Neymar steht beim Tuchel-Klub noch bis 2022 unter Vertrag. Vor zwei Jahren hatte der Angreifer mit seinem 222-Millionen-Euro-Rekordtransfer vom FC Barcelona zu PSG für Schlagzeilen gesorgt. Zuletzt hatte er mit dem Klub die französische Meisterschaft geholt, war jedoch in der Champions League bereits im Achtelfinale am englischen Vertreter Manchester United gescheitert. Neymar absolvierte seit 2017 59 Pflichtspiele für die Pariser und erzielte 52 Tore.