23. August 2020 / 09:53 Uhr

Neymar: Darauf kommt es bei der Weltfußballer-Wahl an – Ronaldo und Messi "nicht von diesem Planeten"

Neymar: Darauf kommt es bei der Weltfußballer-Wahl an – Ronaldo und Messi "nicht von diesem Planeten"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Neymar sieht in diesem Jahr durchaus Chancen, Weltfußballer zu werden. In den letzten Jahren hatten Cristiano Ronaldo und Lionel Messi die Auszeichnung dominiert.
Neymar sieht in diesem Jahr durchaus Chancen, Weltfußballer zu werden. In den letzten Jahren hatten Cristiano Ronaldo und Lionel Messi die Auszeichnung dominiert. © Getty/imago images
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Neymar steht vor dem vielleicht größten Spiel seiner Karriere. Der teuerste Spieler der Welt will Paris Saint-Germain am Sonntag gegen den FC Bayern zum ersten Champions-League-Titel der Klubgeschichte führen. Das könnte ihm im Kampf um den Titel des Weltfußballers einen Vorteil gegenüber Robert Lewandowski bringen.

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Das Finale der Champions League ist für Neymar der bisherige Höhepunkt seiner Zeit bei Paris Saint-Germain. Drei Jahre nach seinem Wechsel zum französischen Spitzenklub könnte der 28-Jährige am Sonntag im Endspiel gegen den FC Bayern zum zweiten Mal nach 2015 (damals mit Barcelona) die Königsklasse gewinnen - und sich damit in eine gute Position bringen, auch bei der Wahl zum Weltfußballer des Jahres 2020 ganz oben zu stehen.

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In den vergangenen Jahren dominierten Cristiano Ronaldo und Lionel Messi die FIFA-Auszeichnung quasi nach Belieben; mit Ausnahme von 2018, als Luka Modric ausgezeichnet wurde, teilten die beiden Altstars sich den Titel des Weltfußballers seit 2008 auf. In diesem Jahr allerdings gelten zwei andere als Favoriten: Bayerns Stürmerstar Robert Lewandowski - und Neymar. "Messi und Ronaldo haben in den letzten zehn Jahren dominiert, weil sie nicht von diesem Planeten waren", wird der Brasilianer, der 2017 für 222 Millionen Euro vom FC Barcelona zu PSG wechselte, vom Daily Star zitiert.

Neymar: CL-Titel mit PSG "würde Geschichte schreiben"

Das ist bis heute die größte Ablösesumme, die jemals für einen Fußballspieler gezahlt wurde. Ein Titelgewinn in der Champions League würde wohl die Debatte beenden, ob Neymar dieses Geld wirklich wert ist. Internationale Erfolge blieben bisher nämlich aus, auch wenn die Mannschaft des deutschen Trainers Thomas Tuchel in den vergangenen Jahren in Frankreich alles gewinnen konnte.

In diesem Jahr ist die Chance auf die Königsklasse so groß wie noch nie zuvor. Neymar: "Die Eigentümer haben ein großes Projekt gestartet und Teil dieses Projektes ist es, die Besten in Europa zu sein. Wir waren nie näher dran als jetzt – wir müssen fokussiert bleiben. Die Champions League zu gewinnen ist speziell, das weiß ich. Aber sie mit PSG zu gewinnen, würde Geschichte schreiben - und genau deshalb bin ich hierher gekommen." Außerdem könnte er an Neuer, Müller und Boateng Rache nehmen für das 1:7 im WM-Halbfinale von 2014.

PSG und die Champions League: Eine Chronik des Scheiterns

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Niemand scheitert in der Champions League so spektakulär wie PSG - das musste auch Thomas Tuchel schon schmerzlich erfahren. Der SPORTBUZZER blickt auf die heftigsten Niederlagen in der Königsklasse zurück.  ©

Neymar: An diesen Faktoren hängt die Weltfußballer-Wahl

Dass Neymar in Paris bereits geliefert hat, ist unstrittig. In seinen bisherigen 84 Spielen schoss er 70 Tore (!) und bereitete 41 weitere vor. Er weiß allerdings auch, dass das allein nicht reichen wird - nicht, um sich in die Geschichtsbücher zu schrieben und auch nicht, um Weltfußballer zu werden. "Es wäre eine Ehre zu gewinnen", sagt der 28-Jährige mit Blick auf die Wahl zum Weltfußballer, bei der allerdings Lewandowski Favorit ist.

Entscheidend könnte sein, wer am Sonntag den Henkelpott gewinnt. "Es hängt davon ab, was man auf dem Platz erreicht und zu welchen Titeln man seinem Klub verhelfen kann", weiß Neymar. "Darauf liegt mein Fokus. Alles andere wird sich schon finden, wenn es denn sein soll."