06. November 2020 / 13:28 Uhr

Videokonferenz am Samstag: Wann und wie geht's im Bezirk nach dem Lockdown weiter?

Videokonferenz am Samstag: Wann und wie geht's im Bezirk nach dem Lockdown weiter?

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
In der Warteschleife: Das betrifft nicht nur Francesco Rizzo und den
 OSV Hannover.
In der Warteschleife: Das betrifft nicht nur Francesco Rizzo und den OSV Hannover. © Debbie Jayne Kinsey
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Wann geht es weiter? Das fragen sicher derzeit alle Fußballer. Spannend auch, wie es in der Landes- und Bezirksliga weitergeht, da die Saison nach einer Vorrunde mit einer Auf- und Abstiegsrunde fortgesetzt werden soll. Darüber wird der NFV-Bezirk am Samstag beraten. Wohl sicher ist die vorgezogene Winterpause.

Unerwartet kam die zweite Zwangspause in diesem Jahr angesichts der stetig steigenden Corona-Zahlen nicht. Ganz im Gegenteil. Natürlich wissen auch die Fußballer aus dem Bezirk Hannover, dass es momentan wichtigere Dinge gibt als ihr Hobby. Und dennoch ist da irgendwo im Hinterkopf die bohrende Frage: Wann und wie geht es weiter? Wann dürfen wir zurück auf den Platz? Spekulationen helfen momentan niemandem weiter. Wohl aber eine Analyse der Situation.

Grundsätzlich gebe es – wohl nicht nur auf Bezirksebene – zwei Möglichkeiten, sagt dessen Vorsitzender August-Wilhelm Winsmann: „Entweder wir beenden die Vorrunde und kommen über die Quotientenwertung zu einer Abschlusstabelle, oder wir spielen weiter.“

Die Bilder der Saison 2020/21 in Hannovers Amateurfußball

Levestes Sascha Romaus überwindet Kirchdorfs Schlussmann Jens Trampenau und trifft zum vermeintlichen 1:1-Ausgleich. Zur Galerie
Levestes Sascha Romaus überwindet Kirchdorfs Schlussmann Jens Trampenau und trifft zum vermeintlichen 1:1-Ausgleich. ©

Die 6. und 7. Liga wurden aufgrund des späten Saisonbeginns Anfang September, aufgeblähter Staffeln und der Ungewissheiten der Corona-Pandemie auf verkleinerte Vor- und Endrundenstaffeln aufgeteilt. Diese sollten in der Landesliga Ende März 2021 und in der Bezirksliga sogar schon Ende November dieses Jahres abgeschlossen sein.

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Schaut man sich die absolvierten Spiele an, sind in den zwei Landes- und den zehn Bezirksligen gar nicht so viele Begegnungen ausgefallen. Die TSV Burgdorf mit bislang vier Partien einmal ausgenommen. „Das kommt dem nahe, was wir erwartet haben“, sagt Thorsten Schuschel, Vorsitzender des Spielausschusses, „wobei die Erwartungen jetzt nicht so hoch waren.“ Er sei überrascht gewesen, dass es gerade zu Saisonbeginn wenige Absagen gegeben habe.

Unwahrscheinlich, dass im Dezember gespielt wird

„Die steigenden Zahlen in der Bevölkerung haben sich dann natürlich auch im Fußball niedergeschlagen“, sagt Schuschel und kritisiert einen kleinen Teil der Vereine: „Die organisatorischen Konzepte waren nicht die besten. Da haben erste und zweite Mannschaft noch zusammen trainiert, es gab weiterhin ein gemeinsames Torwarttraining, Spieler sind ausgeliehen worden. Das war teilweise hochdramatisch.“

Dass nach dem Ende des Lockdowns im Dezember noch zwei Wochen gespielt werden soll, kann sich niemand vorstellen. Wahrscheinlicher ist, dass der Spielausschuss des Bezirks die Vereine frühzeitig in die Winterpause schicken wird und es erst im neuen Jahr weitergeht.


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„Wir werden uns am Samstag bei einer Videokonferenz austauschen und schauen, wie es weitergehen kann“, sagt Schuschel. Winsmann fügt hinzu: „95 Prozent der Vereine, mit denen ich gesprochen habe, wollen unter diesen Bedingungen nicht weiterspielen.“ Am Samstag ebenfalls auf der Agenda: der Bezirkspokal.

Die Sommerferien gehen 2021 vom 22. Juli bis zum 1. September. „Wir können die Saison theoretisch auch über den 30. Juni verlängern“, sagt Schuschel. Letztlich wird jedoch alles vom Verlauf der Pandemie abhängen.