05. September 2016 / 09:56 Uhr

NFV-Chef Rothmund: „Clubs sollen Ross und Reiter nennen“

NFV-Chef Rothmund: „Clubs sollen Ross und Reiter nennen“

Heiko Rehberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Heute würde ich das nicht mehr machen- NFV-Chef Karl Rothmund räumt Fehler im Rahmen der Einladung zu seinem 70. Geburtstag ein.
"Heute würde ich das nicht mehr machen"- NFV-Chef Karl Rothmund räumt Fehler im Rahmen der Einladung zu seinem 70. Geburtstag ein. © imago/Rust
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Im Fall "Egestorf/NFV" sieht das NFV-Präsidium keine neuen Sachverhalte. Präsident Karl Rothmund betont, dass er und der Verband sich selbst nichts vorzuwerfen hätten.

Die Mitteilung ist kurz, und wenn es nach dem Präsidium des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) geht, dann ist damit das viel diskutierte Thema, ob der Verband den 1. FC Germania Egestorf/Langreder bevorzugt oder nicht, abgehakt.

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"Keine neuen Sachverhalte entdeckt"

„Das Präsidium hat sich im Rahmen seiner turnusmäßigen Sitzung erneut mit dem Thema des Nähe-Verhältnisses zwischen Verband und Germania befasst und dabei keine neuen Sachverhalte feststellen können“, heißt es in der offiziellen Mitteilung.

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„Die in den Raum gestellten Fragen wurden dem NFV bereits im Februar 2015 gestellt. Der Verband hat hierauf schriftlich ausführlich gegenüber den Mitgliedsvereinen Stellung bezogen. Zudem wurden gleichzeitig mehrere Termine für einen Austausch genannt. Diese wurden durch die Vereine abgelehnt beziehungsweise für nicht erforderlich erklärt. Insoweit wird sich der Verband dazu nicht weiter äußern.“

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Die vier Clubs TSV Havelse, HSC Hannover, Arminia Hannover und  1. FC Wunstorf hatten vor anderthalb Jahren den Rechtsanwalt Jürgen Scholz damit beauftragt, einen Fragenkatalog zur Nähe zwischen NFV und Germania zu erstellen.

NFV will alle Kreisvorsitzenden informieren

In der vergangenen Woche bekräftigten sie auf ihren Homepages im Internet die damals formulierte „große Sorge hinsichtlich der Unparteilichkeit des NFV“.

NFV-Präsident Karl Rothmund kündigte am Sonntag an, den „gesamten Schriftverkehr mit Rechtsanwalt Scholz unserem Vorstand zur Verfügung zu stellen. Wir hatten das bisher nicht gemacht, weil wir gebeten wurden, die Angelegenheit vertraulich zu behandeln.“

Deshalb sei es bisher nur ein Präsidiumsthema gewesen, durch die Veröffentlichungen bei HAZ und „Spiegel Online“ habe sich die Sache mit der Vertraulichkeit aber erledigt. Informiert werden sollen nun alle Kreisvorsitzenden im Verbandsgebiet, also hoch bis nach Cuxhaven.

Rothmund: "Heute würde ich das nicht mehr machen"

Rothmund forderte die Verbandskritiker auf, „endlich Ross und Reiter zu nennen“. Der NFV und er selbst hätten sich nichts vorzuwerfen. „Aber es ist doch klar, dass auch ich nicht glaube, alles richtig zu machen“, sagte Rothmund.

So sei die Einladung zu seinem 70. Geburtstag vor drei Jahren, in der der Deutsche Fußball-Bund und der NFV um Spenden für den Umbau des Germania-Sportheims baten, falsch gewesen. „Ich habe das Problem einfach nicht gesehen. Heute würde ich das nicht mehr machen. Selbst wenn man ein hohes Alter erreicht hat, lernt man eben noch dazu.“