26. März 2021 / 12:48 Uhr

Sprung in Regionalliga? Egestorfer wie Ramlinger dürfen noch auf Aufstieg hoffen

Sprung in Regionalliga? Egestorfer wie Ramlinger dürfen noch auf Aufstieg hoffen

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ramlingens Mitchell Jordan (rechts) und der Egestorfer Dominik Behnsen haben nicht nur den Ball noch nicht aus den Augen verloren.
Ramlingens Mitchell Jordan (rechts) und der Egestorfer Dominik Behnsen haben nicht nur den Ball noch nicht aus den Augen verloren. © Michael Plümer
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Nach Lage der Dinge wird die Saison im Amateurfußball nächste Woche abgebrochen. Aufsteiger in die Regionalliga soll es jedoch geben. Die Oberligisten aus Egestorf/Langreder und Ramlingen/Ehlershausen machen sich dementsprechend Hoffnung auf den Sprung in die höhere Spielklasse.

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Der letzte Tag im März dürfte das Schicksal der noch laufenden, aber unterbrochenen Saison 2020/21 besiegeln. Die Zeichen bei der entscheidenden Sitzung des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) am Mittwoch stehen auf Annullierung. Doch auch diese Regel würde eine Ausnahme finden: An den sogenannten Schnittstellen des NFV mit dem Norddeutschen Fußball-Verband sowie Letztgenanntem mit dem DFB, also zwischen Ober- und Regionalliga sowie Regionalliga und 3. Liga, könnte es passieren, dass Aufsteiger zugelassen werden. Ob es wirklich dazu kommt, und wenn ja, in welcher Form, wird frühestens am 31. März ab 18 Uhr erörtert werden.

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Für den Spitzenreiter der Oberligastaffel Hannover/Braunschweig, den SV Ramlingen/Ehlershausen, sowie den Tabellenzweiten 1. FC Germania Egestorf/Langreder, der bei einer weniger ausgetragenen Partie den besseren Quotienten vorzuweisen hat, könnte sich demnach eine Tür in Richtung vierte Liga öffnen.

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„Vor dem Hintergrund werden wir unsere Unterlagen für die Regionalliga noch einreichen“, sagt Kurt Becker, Sportlicher Leiter des RSE. Ursprünglich hatten die Ramlinger eigentlich nicht vor, für die höhere Klasse zu melden. „Wir werden als Verein alles dafür tun, um die tolle Leistung des Teams zu honorieren. Wenn nach oben noch etwas möglich ist, darf es natürlich nicht daran scheitern, dass wir keine Meldung abgegeben haben“, sagt er.

"Hauptsache, es ist noch möglich, aufzusteigen"

Wenn Becker sich etwas wünschen dürfte, wäre es eine Aufstiegsrunde aller Teams, die für die Regionalliga gemeldet haben. Das wäre aus der Hannover-Staffel neben Ramlingen und Egestorf eventuell noch Lupo Martini Wolfsburg, die sich noch nicht final entschieden haben, sowie aus der Staffel Weser-Ems/Lüneburg bislang der Heeslinger SC, SC Spelle-Venhaus, TuS BW Lohne und Kickers Emden.

„Für uns ist es immer der beste Weg, wenn etwas sportlich entschieden wird und nicht am grünen Tisch“, sagt Becker, dessen Team im Quotientenranking der genannten Mannschaften auf Platz fünf liegt. Selbstredend sei die allgemeine Situation mit den Inzidenzwerten und den vielen Neuinfektionen extrem schwierig, sagt die Stimme des RSE, wenn es aber doch irgendwie weitergehen sollte, will sein Klub alles dafür getan haben, um Teil der Verlosung zu sein.

Bei den Egestorfern wurde die mögliche Chance ebenso positiv aufgenommen. „Wir hoffen alle, dass wir noch hochkönnen, denn es war unser Saisonziel, in die Regionalliga aufzusteigen“, sagt Innenverteidiger Robin Gaida. Endspiel, Play-off mit Hin-und Rückspiel oder Aufstiegsrunde – das ist dem Germanen ziemlich egal, „Hauptsache, es ist noch möglich, aufzusteigen“. Neben den Lauf- und Fitnesseinheiten haben die Egestorfer begonnen, individuell mit dem Ball zu trainieren. „Das war ein komisches Gefühl nach so langer Zeit“, sagt Gaida – vielleicht zahlen sich diese Übungen ja noch aus.