21. April 2020 / 21:17 Uhr

Eindeutiges Votum: Vereine der Region sprechen sich gegen NFV-Vorschlag aus

Eindeutiges Votum: Vereine der Region sprechen sich gegen NFV-Vorschlag aus

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Martin Becker hat den TSV Bemerode bei der Videokonferenz des NFV-Kreises Region Hannover vertreten. Frank Voigt (eingeklinkt) war für den TSV Friesen Hänigsen dabei.
Martin Becker hat den TSV Bemerode bei der Videokonferenz des NFV-Kreises Region Hannover vertreten. Frank Voigt (eingeklinkt) war für den TSV Friesen Hänigsen dabei. © privat
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Der Vorschlag des Niedersächsischen Fußballverbandes, die Saison nicht abzubrechen, sondern einzufrieren, hat hohe Wellen geschlagen. In einer Videokonferenz hat der Kreis Region Hannover die Positionen seiner Vereine eingeholt - und ein klares Votum gegen den Verbandsvorschlag erhalten.

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Der Kreis Region Hannover des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) hat am Dienstagabend bei einer Videokonferenz ein klares Votum von seinen Mitgliedern mit auf den Weg in die Beratungen im Verbandsvorstand bekommen. In der Spitze nahmen 169 Personen, also der Großteil der insgesamt 220 Vereine, an der Informationsveranstaltung des Kreises teil.

In den Kommentaren sollten sie anschließend ihre Meinung kundtun. Bis auf fünf Vereinsfunktionäre stimmten alle für einen sofortigen Saisonabbruch.

84 Minuten dauerte die Konferenz, den größten Redeanteil hatte Kreis-Vorsitzender Jens Grützmacher. Anschließend stellten Martin Becker (TSV Bemerode), Christoph Kröner (VfL Eintracht), Florian Becker (TSV Kolenfeld), Till Uhlig (Niedersachsen Döhren), Dirk Bierkamp (TSV Burgdorf), Frank Willig (SV Arminia), Thomas Kuhnert (SG Limmer) und Normen Oelschläger (TSV Goltern) ihre Sicht der Dinge dar – bis auf einen argumentierten sie für einen Abbruch.

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Das Votum nimmt Grützmacher nun mit in die Gespräche mit dem Verbandsvorstand, der sich aus NFV-Präsidium und Kreisvorsitzenden zusammensetzt. Dieser wird voraussichtlich spätestens Anfang nächster Woche eine Entscheidung treffen.

Wie zerstritten Fußball-Deutschland ist, zeigt ein Blick in den Westen. Die Vereine des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW) sprachen sich mit großer Mehrheit für einen Saisonabbruch aus. 1149 von 1596 Vereinen nahmen an der Umfrage teil. 88,4 Prozent sprachen sich für die sofortige Beendigung der Spielzeit aus.

Beim größten Landesverband, dem Bayerischen Fußball-Verband, stimmten 68,1 Prozent dafür, dem Vorschlag der Offiziellen zu folgen und die unterbrochene Spielzeit 2019/20 bis zum 31. August auszusetzen und wenn möglich ab 1. September zu Ende zu bringen.