21. Mai 2020 / 12:02 Uhr

NFV legt sich fest: Quotientenregelung ohne Absteiger

NFV legt sich fest: Quotientenregelung ohne Absteiger

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Video-Telefonkonferenz des NFV mit Peines Kreisfußball-Chef Hans Hermann Buhmann (oben links) und NFV-Präsident Günter Distelrath (unten rechts).
Video-Telefonkonferenz des NFV mit Peines Kreisfußball-Chef Hans Hermann Buhmann (oben links) und NFV-Präsident Günter Distelrath (oben mittig). © NFV
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Die auf Abstiegsplätzen liegenden Peiner Fußballteams können schonmal etwas aufatmen: Der Fußball-Landesverband will beantragen, die Saison abzubrechen und keine Mannschaft absteigen zu lassen. Es soll nur Aufsteiger geben. Das muss aber noch beim Verbandstag am 27. Juni beschlossen werden. 

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Der Fußball-Landesverband (NFV) hat seine Vorschlagsliste zum weiteren Verfahren mit der aktuellen Fußballsaison geschrumpft. Statt der vor kurzem noch diskutierten vier Varianten gibt es nur noch eine, die beim außerordentlichen Verbandstag vonseiten des NFV zur Abstimmung gestellt wird.

Und die entspricht der Variante, die der Kreisverband Peine vertritt: Saison-Abbruch unter Berücksichtigung der Quotientenregelung – mit Aufsteigern (Regel-Aufsteiger plus Relegationsplatz), aber ohne Absteiger. Darauf einigte sich der NFV-Verbandsvorstand in einer Video-Telefonkonferenz. Zum Vorstand gehören neben den Präsidiumsmitgliedern die Vorsitzenden der 33 Kreise.

Wird dieser Antrag beschlossen, würden zum Beispiel Bezirksligist Viktoria Woltwiesche, die Kreisligisten TSV Hohenhameln und SSV Stederdorf sowie aus der 1. Kreisklasse TSV Edemissen II und SG Adenstedt profitieren. Alle befinden sich auf Abstiegsplätzen.

Aller Voraussicht nach wird dieser Antrag auf Saisonabbruch beim außerordentlichen Verbandstag eine Mehrheit bekommen, da die Vertreter der Kreisverbände kaum eine zu der Vereinsabstimmung konträre Meinung haben werden. Allerdings können die Vereine noch eigene Anträge stellen, die dann zur Abstimmung stehen. Beschlossen wurde bei der Telefonkonferenz, dass der Verbandstag am Samstag, 27. Juni, als voraussichtlich virtuelle Veranstaltung stattfinden wird.

Wird bei diesem Verbandstag das Problem mit der aktuellen Saison bewältigt, so kommt auf die Fußballer das nächste Problem zu: Den Spielbetrieb der kommenden Saison mit größeren Staffeln in womöglich kurzer Zeit abzuwickeln. Denn wann wieder Punktspiele stattfinden können, steht noch nicht fest.

„Wir müssen darauf achten, dass kein Verein und keine Mannschaft überfordert wird. Deshalb wird es zum Beispiel hinsichtlich der Planung der Saison keine Denkverbote geben“, erklärte Distelrath. Der NFV behalte sich darüber hinaus vor, Sonderregelungen für die Pokal-Wettbewerbe zu treffen oder die kommende Saison bis zum Beginn der Sommerferien am 22. Juli 2021 zu verlängern.

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324 Delegierte stimmen ab

Am außerordentlichen Verbandstag nehmen 324 Delegierte teil. Die Zahl setzt sich zusammen aus

  • den 200 Delegierten der Mitglieder aus den 33 NFV-Kreisen,
  • den Mitgliedern des Verbandsvorstandes,
  • den jeweils drei Delegierten der vier NFV-Bezirke
  • und den Delegierten jener Vereine, deren Mannschaften in den Spielklassen der Herren und Frauen von der Oberliga Niedersachsen aufwärts spielen. Pro Mannschaft gibt es einen Delegierten.

Der Kreis Peine ist mit sechs Delegierten vertreten: Fünf dem Kreisverband zustehende und einer vom Frauen-Oberligisten Pfeil Broistedt.