23. Juli 2020 / 15:28 Uhr

Eintracht Braunschweig verzichtet: TSV Havelse zieht ins NFV-Pokalfinale ein

Eintracht Braunschweig verzichtet: TSV Havelse zieht ins NFV-Pokalfinale ein

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Auf dem Weg in Richtung DFB-Pokal? Der TSV Havelse muss im Halbfinale nicht gegen Eintracht Braunschweig antreten.
Auf dem Weg in Richtung DFB-Pokal? Der TSV Havelse muss im Halbfinale nicht gegen Eintracht Braunschweig antreten. © CHRISTIAN HANKE
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Wie erwartet wird Neu-Zweitligist Eintracht Braunschweig im NFV-Pokal-Halbfinale gegen den TSV Havelse nicht antreten. Damit steht der Regionalligist automatisch im Endspiel - und die Chance auf eine DFB-Pokal-Teilnahme steigt.

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Es hat sich abgezeichnet, nun hat Eintracht Braunschweig seine Absage des NFV-Pokal-Halbfinals gegen den TSV Havelse offiziell bekanntgegeben. Damit steht die Mannschaft von Trainer Jan Zimmermann automatisch im Endspiel und wird dort auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen dem VfB Oldenburg und dem BSV Rehden treffen.

"Die Ausgangssituation hat sich vor der Wiederaufnahme des Wettbewerbs deutlich verändert. Nach dem feststehenden Aufstieg haben wir bereits einige Neuzugänge mit Blick auf die 2. Bundesliga verpflichtet und werden unsere Mannschaft bis zum Saisonstart noch weiter verstärken. Somit hat sie ein völlig anderes Gesicht und eine andere Qualität, als im April", erklärte Eintracht-Sportdirektor Peter Vollmann den Verzicht des Zweitliga-Aufsteigers. Weiter heißt es: "Vor dem Fairness-Hintergrund und der Chancengleichheit für die drei verbliebenen Mannschaften haben wir uns dazu entschieden, auf unsere weitere Teilnahme zu verzichten. Wir möchten so den Weg frei machen, um den drei Regionalligisten TSV Havelse, VfB Oldenburg und BSV Rehden einen sportlich fairen Wettbewerb um die Teilnahme am DFB-Pokal zu ermöglichen."

Bilder vom Trainingsauftakt des TSV Havelse

Der neue Torhüter Norman Quindt wehrt einen Ball ab. Zur Galerie
Der neue Torhüter Norman Quindt wehrt einen Ball ab. ©

Havelse im Finale - kein Blitzturnier geplant

Die Havelser dürfen sich damit über den Einzug ins Finale freuen. Ein Blitzturnier zwischen den drei verbliebenen Regionalligisten, wie von Braunschweiger Seite vorgeschlagen, wird es nicht geben. "Heute ist ein guter Tag für uns", sagt Zimmermann und ergänzt: "Unser Nachteil ist, dass Rehden und Oldenburg ein Pflichtspiel mehr haben als wir. Aber unser Vorteil ist, dass ich mir das Spiel angucken kann.

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Die Chancen auf den begehrten DFB-Pokal-Platz sind jedenfalls deutlich gestiegen, nachdem der klare Favorit aus Braunschweig aus dem Rennen ist. Die Halbfinalpartie zwischen Oldenburg und Rehden ist für den 16. August terminiert, das Endspiel ist für den 22. August vorgesehen. Für den DFB-Pokal qualifiziert sich der Sieger des Finals.

NFV kündigt sportrechtliche Konsequenzen an

Beim NFV kam der Rückzug der Eintracht derweil nicht gut an. „Wir bedauern den Entschluss von Eintracht Braunschweig, müssen ihn aber natürlich respektieren. Gerne hätten wir den Finalteilnehmer auf sportlichem Wege ermittelt. Dazu wird es nun leider nicht kommen“, reagierte Günter Distelrath auf die Nachricht aus Braunschweig. „Natürlich wird die Absage auch sportrechtliche Konsequenzen haben“, so der NFV-Präsident.