20. Mai 2020 / 19:25 Uhr

Quotient, Aufsteiger, keine Absteiger: NFV-Verbandsvorstand einigt sich auf Abbruchvariante 

Quotient, Aufsteiger, keine Absteiger: NFV-Verbandsvorstand einigt sich auf Abbruchvariante 

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Günter Distelrath und der Vorstand es NFV haben sich auf ein Modell für die Wertung der Saison 2019/20 geeinigt.
Günter Distelrath und der Vorstand es NFV haben sich auf ein Modell für die Wertung der Saison 2019/20 geeinigt. © imago images/Noah Wedel/Köhn
Anzeige

Der Verbandsvorstand des Niedersächsischen Fußballverbands hat sich auf ein Modell geeinigt, das er auf dem außerordentlichen Verbandstag zur Wahl stellt: Die unterbrochene Saison soll abgebrochen werden. Mithilfe eines Quotienten würden Aufsteiger ermittelt. Absteiger gäbe es nicht.

Anzeige
Anzeige

In seiner vierten Sitzung im virtuellen Raum seit Ausbruch der Corona-Pandemie hat sich der Verbandsvorstand des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) darauf geeinigt, auf dem avisierten außerordentlichen Verbandstag den folgenden Antrag auf die Tagesordnung zu setzen: Die Saison 2019/20 wird abgebrochen und mithilfe einer Quotientenregel (Anzahl der Punkte geteilt durch absolvierte Spiele) gewertet. Es gibt Aufsteiger, aber keine Absteiger.

"Resonanz hat gezeigt, wo die Präferenzen der Vereine liegen"

In der Aufstiegsfrage hat sich der Verbandsvorstand auf die Variante "Regelaufsteiger + Relegationsplatz" geeinigt.

"Das Webinar am vergangenen Samstag hat noch einmal zur umfassenden Information der Vereine beigetragen. Die Resonanz hat gezeigt, wo die Präferenzen der Vereine liegen. Insofern ist der Verbandsvorstand auch nach Empfehlung des Präsidiums einmütig zur Beschlussfassung gekommen", sagt NFV-Präsident Günter Distelrath.

Mehr Berichte aus der Region

Der NFV behält sich vor, Sonderregelungen für die Pokalwettbewerbe zu treffen oder die kommende Saison bis zum Beginn der Sommerferien am 22. Juli 2021 zu verlängern.

Stattfinden wird der außerordentliche Verbandstag am Samstag, 27. Juni. Mutmaßlich im virtuellen Raum. 324 Delegierte werden daran teilnehmen. Ihre Zahl setzt sich zusammen aus den 200 Delegierten aus den 33 Kreisen, den Mitgliedern des Verbandsvorstands, den jeweils drei Delegierten der vier Bezirke und den Delegierten der Vereine, deren Mannschaften bei den Männern und Frauen in der Oberliga und höher spielen.

Ein Überblick: Das ist der Status quo bei Deutschlands Landesverbänden. Stand: 21. Mai 2020.

<b>Schleswig-Holstein:</b> Ob sie sich bei ihrem Weg auf Glatteis bewegen, wird sich zeigen. Klar ist: Das Präsidium des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) hat beschlossen, dass die Saison 2019/2020 nicht über den 30. Juni hinaus verlängert werden soll. Stattdessen wird sie ohne weiteren Spielbetrieb auslaufen. Mit anderen Worten: Sie ist abgebrochen worden. Die Entscheidung gibt unseren Vereinen die bestmögliche Planungssicherheit, wird SHFV-Präsident Uwe Döring auf der Homepage des Verbandes zitiert.

 Am 9. Mai entschied das Präsidium schließlich, die Saison mithilfe der Quotientenregel zu werten. Es gibt zwei Auf-, aber keine Absteiger. Sollte eine Mannschaft auf den Aufstieg verzichten, erfolgt keine Weitergabe des Aufstiegsrechts. Die ausstehenden Kreispokalspiele sollen als regionale Qualifikationsrunden vor Beginn der nächsten Saison gespielt werden. Bei den Frauen und Junioren steigen hingegen jeweils nur die Staffelsieger auf, Absteiger gibt es ebenfalls nicht.  Zur Galerie
Schleswig-Holstein: Ob sie sich bei ihrem Weg auf Glatteis bewegen, wird sich zeigen. Klar ist: Das Präsidium des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) hat beschlossen, dass die Saison 2019/2020 nicht über den 30. Juni hinaus verlängert werden soll. Stattdessen wird sie ohne weiteren Spielbetrieb auslaufen. Mit anderen Worten: Sie ist abgebrochen worden. "Die Entscheidung gibt unseren Vereinen die bestmögliche Planungssicherheit", wird SHFV-Präsident Uwe Döring auf der Homepage des Verbandes zitiert. Am 9. Mai entschied das Präsidium schließlich, die Saison mithilfe der Quotientenregel zu werten. Es gibt zwei Auf-, aber keine Absteiger. Sollte eine Mannschaft auf den Aufstieg verzichten, erfolgt keine Weitergabe des Aufstiegsrechts. Die ausstehenden Kreispokalspiele sollen als regionale Qualifikationsrunden vor Beginn der nächsten Saison gespielt werden. Bei den Frauen und Junioren steigen hingegen jeweils nur die Staffelsieger auf, Absteiger gibt es ebenfalls nicht.  ©

Erwartet wird, dass es vonseiten der Vereine weitere Anträge gibt - und damit auch die Annullierung der Saison sowie das ursprünglich vom NFV favorisierte Einfrieren und Fortsetzen der Spielzeit 2019/20 zur Wahl stehen werden.

Rückblick: Am Freitag, 17. April, also vor gut einem Monat, hatte sich die Verbandspitze noch darauf geeinigt, möglichst ab 1. September die laufende Spielzeit fortzuführen, sofern die Vereine dafür ihre Zustimmung geben. "Ein Abbruch bringt keine Vorteile. Ganz im Gegenteil: Es kämen weitere Haftungsfragestellungen auf", sagte Distelrath damals.