26. Juni 2020 / 16:33 Uhr

NFV-Verbandstag: Beschlussvorlage zum Saisonabbruch steht auf der Agenda

NFV-Verbandstag: Beschlussvorlage zum Saisonabbruch steht auf der Agenda

Jan-Philipp Brömsen
Göttinger Tageblatt
Auch Kreisvorsitzender Hans-Dieter Dethlefs nimmt am außerordentlichen Verbandstag des NFV am Sonnabend teil.
Auch Kreisvorsitzender Hans-Dieter Dethlefs nimmt am außerordentlichen Verbandstag des NFV am Sonnabend teil. © Riese
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Nach mehr als zwei Monaten und zahlreichen Video-Konferenzen steht die Entscheidung bevor: Auf dem außerordentlichen Verbandstag des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) am Sonnabend soll der Beschlussvorschlag zum Saisonabbruch mit Aufsteigern bestätigt werden.

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Viele Fußball-Klubs aus dem NFV-Kreis Göttingen-Osterode haben auf diesen Tag gewartet. Am Sonnabend, 27. Juni wird der Niedersächsische Fußballverband (NFV) auf seinem außerordentlichen Verbandstag über diverse Anträge entscheiden. Unter anderem soll der Abbruch der laufenden Spielzeit 2019/20 und eine Wertung der Quotientenregel bestätigt werden.

Der NFV-Verbandsvorstand, das Präsidium und die Delegierten der 33 Kreise sowie der Vertreter aus den vier Bezirken sind die Teilnehmer beim außerordentlichen Verbandstag, der in Form einer Online-Konferenz stattfinden. Aus dem Kreis Göttingen-Osterode sind sechs Vertreter, allesamt aus dem Vorstand, mit dabei. „Es geht hauptsächlich um die Beschlussvorlage des NFV. Diese kann nur auf einem Verbandstag bestätigt werden“, sagt Hans-Dieter Dethlefs, Vorsitzender des Fußballkreises. Der Antrag beinhaltet den Abbruch der Spielzeit 2019/2020 sowie Ermittlung der Aufsteiger mithilfe der Quotientenregel.

Mehrere Vereinsanträge

Insgesamt seien mehr als zehn Anträge von Vereinen eingegangen. Ob über diese komplett abgestimmt werden wird, ist jedoch fraglich. „Es gibt einen Antrag zur kompletten Annullierung der Saison. Über den wird zunächst entschieden werden. Man kann jedoch davon ausgehen, dass ein Abbruch mit Aufsteigern mehrheitlich beschlossen wird“, so Dethlefs. Demnach wären nach einer mehr als 50-Prozent-Mehrheit die weiteren Anträge hinfällig.

„Ich bin froh, dass endlich Klarheit herrscht. Vor allem wissen dann die Vereine an der Basis, wo sie dran sind. Zudem können die Ausschüsse ihre Planungen aufnehmen“, ergänzt der Kreisvorsitzende, der klar stellt, dass die Wechselfrist genau wie in den Vorjahren geregelt ist. Zudem falle die Sechs-Monate-Regel aufgrund der Corona-Pandemie weg.

Wann die neue Saison beginnen kann, bleibt indes noch offen. „Wir warten auf ein Signal von Bund und Länder. Aktuell kann ich nicht bestätigen, dass wir schon im September beginnen können“, sagt der Eichsfelder. Nicht nur aufgrund der Abstimmung beim Verbandstag werden die Klubs der Region am Sonnabendvormittag interessiert nach Barsinghausen blicken, zumal sich die Entscheidung insgesamt mehr als zwei Monate hinzog.

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Die Stimmen der Vereine:

Delle Ott (SSV Nörten, möglicher Aufsteiger in die Landesliga): "Wir haben für Sonnabend um 17 Uhr eine kleine Feier geplant. Ich bin mir sicher, dass so entschieden wird, wie es der Verband jetzt vorschlägt. Die Personalplanung ist bei uns nahezu abgeschlossen. Eine offizielle Information dazu geben wir aber erst nah der endgültigen Entscheidung raus. Schade ist, dass dieser tolle Erfolg nicht mit einer Ehrung auf dem Platz und mit den Zuschauer gefeiert werden darf"

Dennis Erkner (SVG, möglicher Aufsteiger in die Oberliga): "Ich hätte nach wie vor die Saison gern sportlich entschieden. Das Weiterspielen ist allerdings derzeit nicht möglich. Daher bin ich optimistisch, dass der NFV-Antrag bestätigt wird. Vielleicht gibt es ja noch eine Möglichkeit, dass die Tabellenzweiten noch aufsteigen können. Unsere Planungen sind eigentlich abgeschlossen. Eine Feier ist offiziell nicht geplant. Wenn werden die Spieler sicherlich spontan etwas organieren. Erstmal warten wir aber das Ergebnis ab"