25. Juni 2020 / 21:08 Uhr

NFV-Verbandstag: Die Regionalliga-Saison 2019/2020 ist Geschichte!

NFV-Verbandstag: Die Regionalliga-Saison 2019/2020 ist Geschichte!

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Keine großen Überraschungen hat der außerordentliche Verbandstag des Norddeutschen Fußball-Verbands hervorgebracht: Die Saison 2019/2020 ist offiziell Geschichte.
Keine großen Überraschungen hat der außerordentliche Verbandstag des Norddeutschen Fußball-Verbands hervorgebracht: Die Saison 2019/2020 ist offiziell Geschichte. © imago images/Noah Wedel
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Die Saison 2019/2020 in den fünf Regionalligen Norddeutschlands ist Geschichte: 175 Delegierte haben am Abend auf dem außerordentlichen Verbandstag des Norddeutschen Fußball-Verbandes (NFV) die Spielzeit abgebrochen und damit für beendet erklärt. Der VfL Oldenburg und der 1. FC Germania Egestorf/Langreder müssen ihre Aufstiegshoffnungen begraben. Und auch der Eilantrag der B-Juniorinnen von Hannover 96 ist abgelehnt worden.

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175 Delegierte trafen sich am Donnerstagabend aufgrund der Corona-Pandemie erstmals überhaupt im virtuellen Raum - für Günter Distelrath war es gewissermaßen ein Probelauf für den außerordentlichen Verbandstag des Niedersächsischen Fußballverbandes am 27. Juni.

105 Tage danach

Distelrath, ebenfalls Präsident des Norddeutschen Fußball-Verbandes, führte durch die Veranstaltung, die letztlich keine große Überraschungen hervorbrachte: Die Saison 2019/2020 ist Geschichte. Endlich! 105 Tage nach der Unterbrechung der Spielzeit am 12. März. Und fünf Tage vor dem offiziellen Ende.

„Ich bin überzeugt, dass Offizielle, Spieler und Fans aller Teams die Saison lieber auf sportlichem Wege beendet hätten, dennoch gratuliere ich allen Meistern zu ihrem Erfolg und wünsche den Aufsteigern alles Gute für kommenden Monate", sagte Distelrath.

Mehr aus der Region

Der Beschluss des NFV-Präsidiums vom 22. Mai wurde dabei ohne Gegenstimme, lediglich mit ein paar wenigen Enthaltungen, abgesegnet. Die Saison in den fünf Regionalligen Norddeutschlands ist beendet, Absteiger wird es nicht geben.

Der HSC ist gerettet

Womit Schlusslicht HSC Hannover, der Heider SV und Altona 93 nun endgültig Sicherheit haben: Sie werden auch in der neuen Saison Regionalligist sein.

Auf die Aufstiegsrunde wird ebenfalls verzichten. Aus den vier Landesverbänden des NFV wird es fünf Aufsteiger in die Regionalliga Nord geben, die Liga damit auf 22 Mannschaften aufgebläht.

Das von der deutlichen Mehrheit der Vereine bereits abgesegnete Spielsystem für die neue Regionalliga-Saison soll in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Die Sollzahl von 18 Mannschaften soll spätestens zur Saison 2022/2023 wieder erreicht sein.

So sehen die Abschlusstabellen für die Mannschaften aus der Region Hannover nach Anwendung des Quotienten aus

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Das NFV-Präsidium ließ darüber hinaus über den Antrag des VfL Oldenburg, dem sich der 1. FC Germania Egestorf/Langreder angeschlossen hatte, abstimmen.

Oldenburg und Egestorf bleiben Oberligisten

Der VfL hatte beantragt, neben Tabellenführer VfV 06 Hildesheim und dem SV Atlas Delmenhorst (Relegationsteilnehmer), auch die beiden übrigen Oberligisten aufsteigen zu lassen, die eine Lizenz für die Regionalliga erhalten haben. Sprich sich selbst und den Tabellenvierten vom Deister.

Dieser Antrag wurde allerdings mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. Oldenburg und Egestorf/Langreder bleiben somit Oberligisten.

"Gleiches Recht für alle" - das ist das Motto der Demonstration von Vereinen aus der Kreisklasse vor der NFV-Geschäftsstelle in Barsinghausen.

Ezber Hissou, Initiator der Demonstration und Vorsitzender der FC Hannover Stars, im Gespräch mit den NFV-Verantwortlichen. Zur Galerie
Ezber Hissou, Initiator der Demonstration und Vorsitzender der FC Hannover Stars, im Gespräch mit den NFV-Verantwortlichen. © Debbie Jayne Kinsey

Ebenfalls keine Zustimmung fand der Eilantrag der B-Juniorinnen von Hannover 96. Sie hatten beantragt den Aufsteiger in die U17-Bundesliga, um den 96, Holstein Kiel und der Rahlstedter SC kämpfen, im Elfmeterschießen und nicht, wie vom Verband geplant im Losverfahren zu ermitteln.

"Entscheidungen getroffen, die sind mittelalterlich"

Abgelehnt. Entweder am Freitag oder am Montag sollen sich die drei Vereine zur Auslosung in Barsinghausen treffen.

"Der NFV feiert in diesem Jahr ganz groß 50 Jahre Frauenfußball und dann werden Entscheidungen getroffen, die sind mittelalterlich", Lars Gänsicke, Sportlicher Leiter des Frauenfußball bei den Roten fand deutliche Worte. "Für mich geht der Verband da den Weg des geringsten Widerstandes, obwohl wir alles vorbereitet hatten. Für Kiel und Rahlstedt ist die Fahrt nach Barsinghausen ein Monsterweg, für eine Auslosung, die drei Minuten dauert."

Kicken mit Vollkontakt?

Distelrath zeigte sich in der Pressemitteilung des Verbandes "zudem zuversichtlich, dass bei insgesamt rückläufigen Infektionszahlen und der Tatsache, dass aufgrund der geringen durchschnittlichen Kontaktzeiten zwischen Spielern auf dem Spielfeld eine Übertragung der Infektion beim Fußball im Freien sehr unwahrscheinlich ist, ein baldiges Fußballspielen unter Wettkampfbedingungen wieder möglich sein wird".