08. Februar 2021 / 17:06 Uhr

NFV-Verbandstag: Distelrath kritisiert Corona-Zeitplan des LSB

NFV-Verbandstag: Distelrath kritisiert Corona-Zeitplan des LSB

Eduard Warda
Göttinger Tageblatt
Wiedergewählt: NFV-Präsident Günter Distelrath, hier beim Kreisfußballtag im Göttinger Hotel Freizeit In.
Wiedergewählt: NFV-Präsident Günter Distelrath, hier beim Kreisfußballtag im Göttinger Hotel Freizeit In. © Warda
Anzeige

Mit deutlichen Worten hat Günter Distelrath, wiedergewählter Präsident des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV), den Corona-Zeitplan des Landessportbundes (LSB) kritisiert. Der LSB hatte vorgeschlagen, Fußball erst wieder ab dem 23. Juli zuzulassen.

Mit der Wiederwahl von Günter Distelrath zum Präsidenten ist der 46. Verbandstag des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) zu Ende gegangen, der zum ersten Mal in der Geschichte des NFV als Online-Mitgliederversammlung abgehalten wurde. Dabei ging es unter anderem um den Corona-Stufenplan 2.0 der niedersächsischen Landesregierung und eine sukzessive Öffnung für den Fußball-Trainings- und Spielbetrieb.

Anzeige

Distelrath übte seinerseits deutliche Kritik am vom Landessportbund Niedersachsen ins Auge gefassten Zeitplan zur Rückkehr in den Sportbetrieb, der im Nachklang zum Stufenplans 2.0 der Landesregierung Niedersachsen veröffentlicht wurde und eine Wiederaufnahme des sogenannten Kontaktsports erst ab dem 23. Juli vorsieht: „Zu diesem Zeitplan des LSB, der für uns weder plausibel noch akzeptabel ist, sagen wir in aller Deutlichkeit nur ein Wort. Und dieses heißt: Nein. Wir sagen Nein, dass erst ab dem 23. Juli im Mannschaftssport die Rückkehr zum gewohnten Sportbetrieb möglich sein soll“, stellte Distelrath klar.

Der NFV-Präsident hob hervor, „dass der Fußball eine ungemein wichtige Kraft ist, um unsere Gesellschaft zusammen zu halten. Eine Kraft, die unser Land mehr denn je braucht. Deshalb fordern wir einen weitaus früheren Wiederbeginn von Training und Wettkampfsport ein, sofern es der Inzidenzwert zulässt, und dies wäre ein Wert zwischen 50 und 25.“ Konkret bedeute dies „einen Wiederbeginn von Trainingsmöglichkeiten in festen Gruppen im Verein ab März und einen Beginn von Wettkampfsport in Gruppenstärke von bis zu 50 Personen ab April“.

Anzeige
Mehr aktuelle Themen in Göttingen

Distelrath wünscht sich einen verantwortungsvollen Übergang vom Lockdown in den Normalzustand, der berücksichtigt, „dass beim Fußballspielen im Freien eine Übertragung des Corona-Virus mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszuschließen ist“.