29. Juni 2020 / 08:38 Uhr

Reaktionen auf Verbandstag: Egestorfer enttäuscht, RSE verschiebt Aufstiegsfeier

Reaktionen auf Verbandstag: Egestorfer enttäuscht, RSE verschiebt Aufstiegsfeier

Christoph Hage
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Joshua Siegert (links) und der 1. FC Germania Egestorf/Langreder sind bei der Aufholjagd in der Oberliga von der Corona-Pandemie jäh gestoppt worden - und treffen in der nächsten Saison auf den RSE um Marvin Strohschänk.
Joshua Siegert (links) und der 1. FC Germania Egestorf/Langreder sind bei der Aufholjagd in der Oberliga von der Corona-Pandemie jäh gestoppt worden - und treffen in der nächsten Saison auf den RSE um Marvin Strohschänk. © Dennis Michelmann/Thomas Bork
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So eng liegen Freud und Leid auf dem Fußballplatz eben zusammen. Die einen sind nach dem NFV-Verbandstag froh, endlich Klarheit zu haben, andere hatten bis zuletzt auf den Sprung in die Regionalliga gehofft. Und der SV Ramlingen/Ehlershausen verschiebt seine Aufstiegsfeierlichkeiten aufgrund der Corona-Pandemie.

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Die Saison 2019/2020 ist Geschichte. Die Oberligisten SV Arminia Hannover und 1. FC Germania Egestorf/Langreder gehörten zum Großteil der Mannschaften, die den Entscheidungen des NFV-Verbandstages entspannt entgegensehen konnten. Die Blauen beenden die Spielzeit auch nach der angewandten Quotientenregel auf Platz elf, die Deisterkicker mussten ihre Hoffnungen, als Vierter am Grünen Tisch aufzusteigen, bereits im Vorfeld begraben.

"Verband hat die Tragweite nicht erkannt"

„Für mich hat sich mit der Entscheidung nichts geändert“, sagte Egestorfs Trainer Paul Nieber. „Ich bleibe bei der Meinung, dass der Verband mit der Ablehnung des Oldenburger Antrages die Tragweite der sportlichen Auswirkung für den VfL und uns nicht erkannt hat.“

Frank Willig,Vorsitzender des SV Arminia, hob hervor, dass nun endlich Klarheit herrsche. "Wobei natürlich alle davon ausgegangen sind, dass es so kommt, wie es nun gekommen ist."

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Enttäuschung auf der einen, gedämpfte Freude auf der anderen Seite: Landesliga-Souverän SV Ramlingen/Ehlershausen hat nun endgültig Gewissheit, dass er 2021, im Jahr seines 100-jährigen Geburtstages, in der Oberliga spielen wird. Nach neun Jahren Abstinenz. Große Feiern, wie man sie in den sozialen Medien beispielsweise in Dollbergen und Sorgensen gesehen hat, gab es in Ramlingen allerdings nicht.

Bei Gasde fiel ein enormer Druck ab

„Jetzt noch nicht“, sagt RSE-Trainer Philipp Gasde, der gerade ein verlängertes Wochenende am holländischen Ijsselmeer verbringt. Natürlich sei schon enormer Druck abgefallen, aber es sei eine ganz andere Freude gewesen, als wenn man den Aufstieg auf dem Platz hätte feiern dürfen. „Das ist schon schade, aber man kann es ja nicht ändern“, sagt der 37-Jährige.

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Und sein Sportlicher Leiter Kurt Becker fügt hinzu: „Wir achten sehr auf die gesundheitlichen Rahmenbedingungen. Da warten wir lieber ein bisschen länger und machen nichts nur des Feierns wegen.“ Aber aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben. In der zweiten Juliwoche steigt der RSE wieder ins Training ein.