15. März 2019 / 07:45 Uhr

NHV Concordia Delitzsch will gegen Apolda punkten

NHV Concordia Delitzsch will gegen Apolda punkten

Ulrich Milde
Leipziger Volkszeitung
Hat nichts verlernt: NHV-Co-Trainer Jan Jungandreas.
Hat nichts verlernt: NHV-Co-Trainer Jan Jungandreas. © Jens Teresniak
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Wegen der Verletzung von Top-Torjäger Frank Grohmann hat der Handball-Oberligist seinen Co-Trainer Jan Jungandreas im Abstiegskampf reaktiviert. 

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Es war anders geplant. Eigentlich wollte Jan Jungandreas sich in dieser Saison auf seine neue Rolle als Co-Trainer von Wladimir Maltsev konzentrieren. Doch die Verletzung von Top-Torjäger Frank Grohmann und der aufgehobene Vertrag mit Michal Paululik führten bei Handball-Oberligist NHV Concordia Delitzsch zu einer personellen Notlage auf der rechten Seite und zum Comeback von Linkshänder Jungandreas. Am vorigen Wochenende in der Partie gegen Einheit Plauen war der 31-jährige mit sieben Treffern am 36:28-Erfolg maßgeblich beteiligt. Morgen beim HSV Apolda wird der 31-Jährige auch wieder auflaufen. Wie wahrscheinlich in allen restlichen Saisonspielen. „Das wird wohl darauf hinauslaufen“, sagt Jungandreas.

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Für die Nordsachsen wie für die Thüringer geht es um viel. Beide Tams sind voll im Abstiegskampf. Die Concorden haben 18:24 Punkte, der Gastgeber 15:25 und eine Begegnung weniger. „Das ist ein Vier-Punkte-Spiel“, weiß Maltsev. „Für beide Mannschaften, da sie unten drin hängen“, ergänzt Apoldas Trainer Frank Ihl. Maltsev will in der Glockenstadt punkten, spricht aber von einer schweren Auswärtspartie. Ihl möchte die Zähler natürlich auch behalten. Dazu müsse seine Mannschaft, die am vorigen Wochenende in Köthen mit 22:30 unterlag, sich aber deutlich steigern. „Das war ein Totalausfall von uns.“ Er hoffe nun auf eine Reaktion, jeder Spieler müsse 120 Prozent geben.

Bisher keine Niederlage gegen Apolda

Die Schlappe der Apoldaer kann für Delitzsch wiederum eine gefährliche Kiste werden. „Wir müssen darauf gefasst sein, dass sie ganz heiß sein werden“, mahnt Jungandreas. Dennoch sieht er keinen Grund für vorauseilenden Pessimismus. „Eigentlich liegt uns Apolda.“ In den bisherigen Auseinandersetzungen habe es noch keine Niederlage der Concorden gegeben. In der Hinrunde gewannen sie klar mit 27:19. „Wenn wir diszipliniert in der Abwehr spielen und der Angriff ähnlich gut agiert wie gegen Einheit Plauen, dann sind wir nicht chancenlos.“ Der NHV „liegt uns nicht unbedingt“, sagt auch Ihl.

4️⃣-Punkte-Spiel beim HSV Apolda. NHV, auf geht’s!

Gepostet von NHV Concordia Delitzsch 2010 e.V. am Sonntag, 10. März 2019

Noch steht nicht fest, ob Rückkehrer Sascha Meiner, der gegen Plauen nach neun Monaten beruflich bedingter Pause wieder auflief und gleich der überragenden Spieler war, auch in Thüringen dabei sein wird. „Meiner hat das Handballspielen nicht verlernt“, zollt Ihl ihm Respekt. „Sascha ist eine absolute Bereicherung“, sagt Jungandreas und hofft natürlich auf den Einsatz. Für Ihl ist es zumindest vorerst die letzte Partei gegen Delitzsch. Nach fünf Jahren hört er am Saisonende in Apolda auf. „Ich muss meinen Akku aufladen.“ Gedanken um seine Trainer-Zukunft muss er sich offenkundig nicht machen. „Das Telefon hat schon mehrfach geklingelt.“ Aber es sollte schon „eine ordentliche Herausforderung“ sein.

Apoldas Trainer Ihl will Klassenerhalt schaffen

Zuvor will er mit Apolda den Klassenerhalt perfekt machen. Mit fünf Heimpartien bei sechs ausstehenden Begegnungen eine alles andere als unlösbare Aufgabe. Ihl meint, dass beim Gast in dieser Spielzeit „nicht alles rund gelaufen ist“. Das Potenzial sei aber vorhanden, die Concorden müssten es nur abrufen. „Delitzsch wird sicher nicht absteigen.“

Der NHV hat nur noch zwei Heimspiele gegen den so gut wie sichereren Absteiger Grubenlampe Zwickau und gegen den HBV Jena, der ebenfalls um den Klassenerhalt kämpft. Drei Begegnungen in der Fremde kommen oben drauf. Möglich, dass die Entscheidung erst in der letzten Begegnung Anfang Mai in Oebisfelde fallen wird. „Wir können gegen alle Gegner gewinnen, aber auch unerwartet Punkte lassen“, sagt Jungandreas. Schließlich sei die Staffel dadurch geprägt, dass jeder in der Lage sei, jeden zu schlagen. Aufsteiger Oebisfelde steckt ebenfalls unten in der Tabelle. „Ich hoffe, dass wir vorher alles klar machen.“ Dann könnte er sogar auf seinen Einsatz im Norden Sachsen-Anhalts verzichten und wieder Co-Trainer sein.

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