08. November 2019 / 14:16 Uhr

NHV Delitzsch - Kapitän und Keeper Herholc auf der Bank

NHV Delitzsch - Kapitän und Keeper Herholc auf der Bank

Ulrich Milde
Leipziger Volkszeitung
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Felix Herholc war in der vergangenen Spielzeit die unangefochtene Nummer eins. © Jens Teresniak
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Handball-Oberliga: Der NHV Delitzsch hat ein Luxusproblem. Zwei Toptorhüter stehen der Mannschaft zur Verfügung. Doch Keeper Marian Voigt hat Felix Herholc vorerst verdrängt. Die Qualität sollen nicht nur die Keeper, sondern auch die Mannschaft im Duell gegen den Vorletzten aus Oebisfelde auf die Platte bringen.

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Delitzsch. Wenn sie in guter Form sind, ist das schon die halbe Miete für die Mannschaft. Sie werfen sich, ohne Handschuhe oder gar Kopfschutz, aus wenigen Metern Entfernung abgefeuerten Geschossen in den Weg, die locker 100 Stundenkilometer schnell sein können. Torhüter müssen irgendwie Spaß daran haben, wenn es am Körper brennt – denn dann wissen sie, dass sie den Ball abgewehrt haben. Der Handball-Oberligist NHV Concordia Delitzsch hat zwei dieser Meister des Toreverhinderns in seinen Reihen. Wer an diesem Samstag in der Heimpartie gegen den SV Oebisfelde (Anpfiff: 19 Uhr) beginnen wird, ist dabei noch offen.

Neues Torhüter-Ranking

Doch auf der Position des Keepers hat sich bei den Nordsachsen in dieser mit den bislang 12:4 eingefahrenen Punkten so erfolgreichen Saison ein wenig die Rangfolge verschoben. War in der vergangenen Spielzeit Felix Herholc die unangefochtene Nummer eins und einer besten Hüter der Oberliga, so hat derzeit Marian Voigt die Nase vorn und hielt beispielsweise am vergangenen Wochenende beim 29:24-Erfolg in Jena die Punkte fest. „Marian ist in toller Form, ich freue mich für ihn über seine starken Leistungen“, sagt fair und kollegial Herholc, eigentlich Kapitän des Teams.

Voigt selbst weiß nach eigener Aussage gar nicht so richtig, warum es bei ihm so gut läuft. „Da habe ich ehrlich gesagt keine genaue Antwort.“ Er habe in der Vorbereitung viel spielen dürfen und dann auch in der Saison viel Vertrauen von den Trainern bekommen. Und er wolle zeigen, „dass ich besser bin als ich es vorige Saison gezeigt habe.“ Vielleicht „ist jetzt einfach der Knoten geplatzt“, hofft der 21-Jährige.

Wahl zwischen zwei Top-Torhütern

Eine komfortable Situation für das Trainergespann Maik Kroke/Jan Jungandreas. Denn egal, wen sie aufstellen, es immer ein Top-Torhüter. „Marian ist momentan in guter Form“, sagt Kroke. Dennoch möchte er deutlich darauf hinwiesen, dass auch Herholc mit seiner Erfahrung ein „unheimlich wichtiger Bestandteil” des Torhüter-Duos sei. Die Saison sei noch lang und er sich sicher, dass Herholc bald wieder mehr Einsatzzeiten bekomme. Über die geringeren Spielanteile ist der 32-Jährige zwar nicht erfreut, aber alles andere als sauer. „Ich bin ja nicht mehr der Jüngste.“ Zudem sei er optimistisch, wieder gute Leistungen zu zeigen, wenn die Übungsleiter ihn einsetzen.

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Marschroute Zuversicht

Mit einer gehörigen Portion Zuversicht sehen die Concorden der Partie gegen den Gast aus dem nördlichen Sachsen-Anhalt entgegen. „Wir wollen den positiven Trend der vergangenen Spiele fortsetzen und Zuhause ungeschlagen bleiben“, gibt Kroke die Marschroute aus. Es werde darauf ankommen, in der Deckung geschlossen und aggressiv zu fungieren und im Angriff geduldig und konsequent aufzutreten. Mut macht der Erfolg in Jena. „Die 5:1-Deckung greift zunehmend besser“, blickt Kroke zurück. Das sei ein Grund für den Sieg gewesen. Durch starke Laufbereitschaft, vor allem von Daniel Sowada auf der Spitze, habe das Team den Gegner unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen. Allerdings werde die Begegnung gegen Oebisfelde „definitiv keine leichte Aufgabe“. Dabei verweist Kroke auf die vergangenen Saison, als es in eigener Halle eine 19:25-Pleite gab.

Saisonziel für die Gäste: Klassenerhalt

Geht es nach Gäste-Trainer Christian Herrmann, ist die Ausgangslage klar: „Wir sind krasser Außenseiter.“ Seine Mannschaft ist zwar mit zwei Siegen gestartet, hat danach aber keinen Punkt mehr geholt und steht mit 4:12 Punkten auf dem 13. und damit vorletzten Platz. „Wir haben einen Riesenrespekt vor Delitzsch“, sagt Herrmann. Der bundesligaerfahrene Steve Baumgärtel mache den Kader noch stärker. Auch die anderen Neuzugänge hätten eingeschlagen. Der gute Tabellenplatz der Concorden überrasche ihn also nicht. „Wenn Delitzsch einen schlechten Tag erwischt und wir einen guten, ist was zu holen“, betont der Coach, der vom Saisonziel Klassenerhalt nicht abrückt. Dagegen sind beim NHV die Erwartungen gestiegen. „Wir wollen uns oben festsetzen“, verkündet Kroke. „Wir haben eine gute Qualität im Kader und versuchen, stets das Optimum rauszuholen.“ Bei den Torhütern ist das schon gelungen.

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