08. September 2021 / 23:22 Uhr

"Noch nicht alles bei 100 Prozent": Bundestrainer Hansi Flick trotz Topstart beim DFB selbstkritisch

"Noch nicht alles bei 100 Prozent": Bundestrainer Hansi Flick trotz Topstart beim DFB selbstkritisch

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hansi Flick war nach dem Sieg gegen Island zufrieden, fand dennoch auch kritische Worte.
Hansi Flick war nach dem Sieg gegen Island zufrieden, fand dennoch auch kritische Worte. © IMAGO/Matthias Koch
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Die deutsche Nationalmannschaft ist nach dem deutlichen Erfolg über Island am Mittwoch dem direkten Ticket für die WM-Endrunde 2022 in Katar ein gutes Stück näher gekommen. Bundestrainer Hansi Flick fand trotz des gelungenen Einstands als DFB-Coach Ansätze für Kritik.

Die deutsche Nationalmannschaft überzeugte auch im dritten Spiel unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick, gewann zum Abschluss des Länderspiel-Dreierpacks im September gegen Island souverän mit 4:0 (2:0). Der Start in die Ära Flick verlief damit makellos: Drei Siege und 12:0 Tore stehen nach dem ersten Länderspiel-Ausflug zu Buche. Die Spitzenposition in Qualifikationsgruppe J hat sich die DFB-Auswahl eindrucksvoll zurückgeholt. "Wir haben neun Punkte geholt, das war unser Ziel", freute sich Flick im Anschluss an die Partie bei RTL und sprach von "einem Schritt nach vorne".

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Vollends zufrieden zeigte sich der ehemalige Bayern-Coach mit der ordentlichen Darbietung seiner Mannschaft aber dennoch nicht. "Es ist noch nicht alles bei 100 Prozent", erklärte der 56-Jährige, verwies dabei jedoch auf die geringe Anzahl an Trainingseinheiten, die er mit seinen Schützlingen hatte. Dass sein Team bereits zum jetzigen Zeitpunkt am Maximum spiele, könne man deshalb "nicht erwarten."

Was Flick konkret kritisierte: Gerade in der Offensive hätte die deutsche Mannschaft durchaus nachlegen können. Unter anderem die Chelsea-Stars Timo Werner und Kai Havertz ließen weitere hochkarätige Torchancen liegen. So mangele es noch ein wenig, an der "Überzeugung, ein Tor auch machen zu können und machen zu wollen", so der DFB-Coach. Zudem habe zu oft "der letzte, entscheidende Pass nicht gestimmt", ergänzte Flick. "Das Timing hat nicht gepasst, das sind Dinge, die wir besser machen müssen". Letztendlich sei er mit der "Art und Weise, wie wir Fußball spielen", jedoch zufrieden.

Unter dem Strich kann der Bundestrainer mit dem Auftritt seiner Schützlinge aber zufrieden sein. Das direkte Ticket zur WM-Endrunde 2022 in Katar ist ein Stück näher. Vier Punkte vor Armenien, das man noch vor drei Tagen mit 6:0 schlug und das gegen Fußballzwerg Liechtenstein Punkte liegen ließ (1:1), steht die DFB-Auswahl an der Spitze. Nur der erste Platz berechtigt für die direkte Teilnahme am Turnier. Als Zweiter müsste man sich durch die Playoffs spielen.