18. September 2022 / 11:39 Uhr

"Das ist nicht Gladbach-Style": Sportdirektor Virkus kritisiert Fans nach Beleidigungen gegen Eberl und Rose

"Das ist nicht Gladbach-Style": Sportdirektor Virkus kritisiert Fans nach Beleidigungen gegen Eberl und Rose

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
BMG-Sportdirektor Roland Virkus (rechts) spricht über die Beschimpfungen gegen Max Eberl (links) und Marco Rose.
BMG-Sportdirektor Roland Virkus (rechts) spricht über die Beschimpfungen gegen Max Eberl (links) und Marco Rose. © Maik Hölter/TEAM2sportphoto/Getty (Montage)
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Für die Ex-Gladbacher Max Eberl und Marco Rose hat es heftige Beschimpfungen beim Bundesliga-Spiel der "Fohlen" gegen RB Leipzig gegeben. Bei Borussia-Sportdirektor Roland Virkus sorgt das für viel Unverständnis.

Selbst nach dem beeindruckenden Prestigesieg arbeiteten sich die Fans von Borussia Mönchengladbach weiter an RB Leipzig und ihrem Ex-Sportchef Max Eberl sowie Ex-Trainer Marco Rose ab. Eberl und Rose bekamen auch nach dem 0:3 (0:2) von RB die volle Fanwut zu spüren. Von den Rängen gab es Beschimpfungen und Pfiffe, genau wie schon vor und während des emotional aufgeladenen Spiels am Samstagabend. Eberl, der kurz vor einem Einstieg bei RB steht, wurde auf Fanplakaten beleidigt.

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"Solche Plakate gehören nicht ins Stadion. Kompliment an den Schiedsrichter, der das relativ schnell gesehen hat und das Plakat hat entfernen lassen. Das war nicht die Meinung des Klubs. Über eine Krankheit spekuliert man nicht. Das ist nicht Gladbach-Style", erklärte Sportdirektor Roland Virkus am Sonntagmorgen bei Bild live. Auf Plakaten im Stadion wurde Eberl wüst beschimpft. Der Stadionsprecher ermahnte die Fans in der Kurve gar, ein Plakat abzuhängen, da Schiedsrichter Patrick Ittrich das Spiel sonst unterbrechen werde. Auf diesem stand: "Ein Hurensohn-Verein stellt nur Hurensöhne ein."

Die Stimmung im Borussia-Park vor 50.186 Zuschauern war besonders wegen Eberl aufgeheizt. Das Fanprojekt der Borussia hatte in einem Offenen Brief wegen dessen bevorstehenden Wechsel zu RB mit ihm abgerechnet. Angesprochen auf den Offenen Brief der eigenen Fans sagte Virkus, dass sich der Verein "davon distanziert". Man wolle diesen Fall "aufarbeiten".

Eberl hatte in seiner Zeit in Mönchengladbach das RB-Konstrukt aus dem Red-Bull-Kosmos immer harsch kritisiert. Laut RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff befinden sich die Verhandlungen mit Gladbach über einen Eberl-Einstieg bei den Sachsen kurz vor dem Abschluss. Virkus konnte keinen genauen Termin nennen, sagte aber erneut, dass mal sich "auf der Zielgeraden" befinde. Da BMG-Geschäftsführer Stephan Schippers die Gespräche führe, könne der Sportdirektor nicht sagen, wann es genau zur Einigung komme. "Wie das Zeitfenster ist, kann ich nicht sagen", so Virkus. Es könne morgen, im laufe der kommenden Woche oder Ende der kommenden Woche soweit sein.

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