06. Januar 2020 / 20:00 Uhr

"Nicht mehr auszuhalten": Verteidiger Dennis Schütt verlässt die Hannover Scorpions

"Nicht mehr auszuhalten": Verteidiger Dennis Schütt verlässt die Hannover Scorpions

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
18.10.2019 , Eishockey , Hannover Scorpionss , Oberliga , Saison 2019-20, FOTO:
 Florian Petrow :
Hannover Scorpions - Tillburg:
1:3 gefrustet Dennis Schütt
Verlässt die Scorpions nach dreieinhalb Jahren: Dennis Schütt. © Petrow
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Das neue Jahr begann mit einer überraschenden Nachricht: Eishockey-Oberligist Hannover Scorpions und Dennis Schütt gehen getrennte Wege. Der Abwehrspieler wechselt in die Staffel Süd zu den Starbulls Rosenheim - ein bitterer Verlust.

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Dreieinhalb Jahre spielte Schütt für die Scorpions. In den vergangenen drei Saisons war er punktbester Verteidiger der gesamten Oberliga und erhielt zweimal die Auszeichnung zum Abwehrspieler des Jahres. Warum also lässt man so einen Mann gehen?

„Dennis war ein toller Spieler. Aber es gibt bei uns eine eindeutige Sprachregelung: Der Vertrag wurde in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst. Mehr ist dazu nicht zu sagen“, betont Jochen Haselbacher. Der Scorpions-Geschäftsführer ist sich bewusst, dass Spekulationen ins Kraut schießen werden – schließlich ist der sportliche Wert von Schütt unumstritten, nach dessen Aus für die Play-offs wegen einer Schulterverletzung gab es im März vergangenen Jahres ein großes Wehklagen bei den Scorpions.

Bilder vom Eishockey-Spiel der Oberliga zwischen den Hannover Scorpions und Tilburg Trappers

Julien Pelletier (links) von den Hannover Scorpions fährt seinem Gegenspieler davon. Zur Galerie
Julien Pelletier (links) von den Hannover Scorpions fährt seinem Gegenspieler davon. ©
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"Es gab zuletzt Differenzen, die für mich nicht mehr auszuhalten waren"

Nach SPORTBUZZER-Informationen haben atmosphärische Störungen im Kader den Ausschlag gegeben – was Schütt indirekt bestätigt. „Ich habe mich bei den Scorpions immer wohl gefühlt und bin der Familie Haselbacher sehr dankbar, die hat sich um mich immer super gekümmert. Aber es gab zuletzt Differenzen, die für mich nicht mehr auszuhalten waren“, sagt der 28-Jährige.

Schütt dementiert Handgreiflichkeiten innerhalb der Mannschaft

Zum Stress mit dem Team wolle er sich nicht im Detail äußern, sagt Schütt. Ihm ist aber bekannt, was hinter vorgehaltener Hand behauptet wird. Im Bus auf der Rückfahrt von der Niederlage in Krefeld am 28. Dezember soll es zu Handgreiflichkeiten gekommen sein. „Das stimmt nicht. Ich bin noch nie handgreiflich gegenüber einem Mitspieler geworden“, sagt Schütt.

Einen verbalen Schlagabtausch hat es aber gegeben. „Dass man sich gegenseitig mal die Meinung geigt, ist normal und passiert in der Emotion. Das gibt es auf dem Eis und auf der Bank – auch mir gegenüber, da bin ich nicht nachtragend, denn man will zusammen gewinnen.“

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Zurück zu den Starbulls

Ab 15. Januar gilt sein Vertrag in Rosenheim. „Ich denke, dass ich mich schnell eingewöhnen werde. Ich kenne das Umfeld und habe dort noch Freunde – das hilft mir, denn ich brauche ein gutes Gefühl, um auf dem Eis meine Leistung zu bringen“, sagt Schütt, der für die Starbulls bereits von 2007 bis 2009 gespielt hat.

Fotos zur Partie der Hannover Scorpions gegen die Moskitos Essen:

Am Boden: 
Julien Pelletier. Zur Galerie
Am Boden: Julien Pelletier. ©
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