28. Mai 2022 / 16:58 Uhr

"Nicht unsere WM": Fans vernetzen sich für Katar-Proteste – DFB soll Befragung zur Teilnahme starten

"Nicht unsere WM": Fans vernetzen sich für Katar-Proteste – DFB soll Befragung zur Teilnahme starten

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Weltmeisterschaft in Katar sorgt weiter für Fan-Unmut.
Die Weltmeisterschaft in Katar sorgt weiter für Fan-Unmut. © 2022 Getty Images (Montage)
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Die Weltmeisterschaft in Katar beginnt am 18. November, das Turnier im Wüstenstaat steht wegen der Menschenrechtsverletzungen in der Kritik. Fans in ganz Deutschland stellten am Samstag Ideen vor, sich gegen die WM zu positionieren. Der DFB wird aufgefordert, eine Mitgliederbefragung zur Teilnahme in Katar zu machen. 

Mit Fußballturnieren unter dem Motto "kicken statt gucken", Kunstaktionen und weiteren Aktivitäten wollen Fans in den kommenden Monaten ihren Protest gegen die Weltmeisterschaft in Katar ausdrücken. Bei einem Treffen in Frankfurt am Main stellten Fanvertreter und andere Engagierte aus ganz Deutschland am Samstag Ideen vor, sich gegen die umstrittene WM zu positionieren. Ziel war auch, sich zu vernetzen, um öffentlichkeitswirksamere Aktionen zu organisieren.

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"Das Zeitfenster, das wir jetzt noch haben, ist total wertvoll“, sagte Katja Müller-Fahlbusch von Amnesty International mit Blick auf die Aufmerksamkeit, die Katar durch die Weltmeisterschaft erfährt. "Das werden wir so schnell nicht mehr haben." Müller-Fahlbusch, die bei der Menschenrechtsorganisation Fachreferentin Naher Osten und Nordafrika ist, berichtete unter anderem über die Situation von Arbeitsmigranten und Meinungsfreiheit beim WM-Gastgeber.

Fanvertreter berichteten auch von dem Problem, andere Vereinsanhänger beim Thema Katar zu erreichen. Viele aktive Fans interessierten sich einfach nicht für die Nationalmannschaft und die WM, sagten unter anderen Dario Minden von Unsere Kurve und Sig Zelt von ProFans. "Es geht aber nicht um den Sport, sondern um Menschenrechte", sagte Zelt. ProFans hat den Deutschen Fußball-Bund dazu aufgefordert, eine Mitgliederbefragung über die WM-Teilnahme zu starten. Zelt warb dafür, dass weitere Fanbündnisse sich in offenen Briefen an den DFB wenden.

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Die WM beginnt am 21. November und dauert bis zum 18. Dezember. Unter anderem wegen der Menschenrechtssituation in dem Emirat steht die Turniervergabe dorthin in der Kritik.