29. Januar 2022 / 15:43 Uhr

Nichts Neues bei Lok Leipzig gegen Auerbach: Ziane schießt die Blau-Gelben zum Sieg

Nichts Neues bei Lok Leipzig gegen Auerbach: Ziane schießt die Blau-Gelben zum Sieg

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
1:0 Torschütze Djamal Ziane (Lok 13) beim Jubel
Torschütze Djamal Ziane feiert sein „goldenes“ Tor. © Christian Modla
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Lok Leipzig besiegt Auerbach, den aktuellen Tabellenletzten in der Regionalliga Nordost, abermals mit 1:0. Djamal Ziane schießt zum zehnten Mal in dieser Saison das erste – und dieses Mal auch einzige – Tor. Die Leipziger klettern mit diesem Heimsieg auf Tabellenplatz drei.

Leipzig. Wenn etwas wirklich schief ging, dann waren es die unbefestigten Banden im Bruno-Plache-Stadion. Im durchlüfteten Rund in Probstheida flogen die bunten Aufsteller umher und auf das Spielfeld, auf dem der 1. FC Lok Leipzig die Gäste des VfB Auerbach empfingen. Etwas angefressen von der windbedingten kurzen Spielunterbrechung half auch Lok-Coach Almedin Civa mit, die Werbungen zu entfernen. Viel zu meckern hatte Civa ansonsten nicht.

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Zielstrebig und spielfreudig besiegten seine Schützlinge den Tabellenletzten VfB Auerbach 1:0 und klettern auf Platz drei. Eingeleitet wurde der vierte Sieg in Folge wie so häufig in dieser Spielzeit von Djamal Ziane. In der 28. Minute packte Mike Eglseder im Halbfeld den Zirkel aus, die Flanke des Innenverteidigers zeichnete einen perfekten Halbkreis, eine wissenschaftlich fundierte Planetenumlaufbahn, eine Bilderbuch-Bananenflanke auf den Kopf des Mister-1:0 Ziane. Dessen siebtes Kopfballtor von insgesamt fünfzehn Buden in dieser Saison ist auch das zehnte erste Tor einer Partie. Schon im Hinspiel in Auerbach gewannen die Probstheidaer durch ein Kopfballtor von Ziane.

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Trainer Almedin Civa auf dem Weg zum Spielfeld Zur Galerie
Trainer Almedin Civa auf dem Weg zum Spielfeld ©

Viel zu verändern hatte Loks Cheftrainer nach dem 3:2-Sieg in Jena nicht. Und so rotierte nur Bogdan Rangelov für Maik Salewski in die Startelf, Eric Voufack übernahm Salewskis Linksverteidiger-Rolle und schickte den dribbelstarken Serben Rangelov nach vorn.

Auerbach gab sich nicht auf

Dieser verpasste nach gut fünfzehn Minuten die Riesenchance zur Führung, als er unglücklich den Ball aus zwei Metern über das Tor schaufelte. Es soll nicht der letzte Hochkaräter in Hälfte eins bleiben: Ziane hatte mindestens zwei Ideen zu viel, als er alleine auf das Tor von Stefan Schmidt zulief (38.), Ogbidi traf 120 Sekunden später die Oberkante der Latte.

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Nach dem Seitenwechsel starteten die Gastgeber spielbestimmend, doch mit der Zeit und im rauen Wind ließ Loks Druck nach. Auerbach dagegen gab sich nicht auf, verteidigte leidenschaftlich und erspielte sich mehrere Möglichkeiten, so wie Sarwar Osse, der in der 69. Minute ebenfalls den Querbalken traf. Ein Treffer gelang den abstiegsbedrohten Voigtländern jedoch nicht mehr.

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<b>Djamal Ziane (Lok Leipzig):</b> „Ich bin ein Spieler, der kommt über Mentalität und Kampf. Und ich mag auch solche Spiele, wenn man mal dreckig 1:0 gewinnt. Wir verpassen erste Halbzeit, den Deckel draufzumachen. Auerbach haut dann alles nach vorne, da sind sie auch gefährlich. Der zweite Treffer hätte sein müssen, das hätte es definitiv einfacher gemacht. Der Anspruch war schon hoch, dass wir oben mitspielen wollen. Da hätte uns keiner gesehen, aber wir beweisen gerade, dass wir den Anspruch standhalten können. Da gehören auch mal solche Spiele dazu. Die Brust wächst da auf jeden Fall mehr. Wir wollen das relativ locker angehen, immer mit einer gewissen Demut. Wir wollen nicht Alibi quatschen, dass wir Zehnter werden wollen. Hängen aber auch nicht groß den Aufstieg auf, weil wir nicht das Budget oder die Bedingungen wie andere haben. Ich guck nicht auf die Torjägerliste, wer mehr hat oder kurz dahinter ist. Aber man schaut sich die Spiele an und weiß natürlich, wer trifft. Klar wäre es schön, wenn ich ganz oben stehe. Wer das nicht schön findet, würde lügen.“ Zur Galerie
Djamal Ziane (Lok Leipzig): „Ich bin ein Spieler, der kommt über Mentalität und Kampf. Und ich mag auch solche Spiele, wenn man mal dreckig 1:0 gewinnt. Wir verpassen erste Halbzeit, den Deckel draufzumachen. Auerbach haut dann alles nach vorne, da sind sie auch gefährlich. Der zweite Treffer hätte sein müssen, das hätte es definitiv einfacher gemacht. Der Anspruch war schon hoch, dass wir oben mitspielen wollen. Da hätte uns keiner gesehen, aber wir beweisen gerade, dass wir den Anspruch standhalten können. Da gehören auch mal solche Spiele dazu. Die Brust wächst da auf jeden Fall mehr. Wir wollen das relativ locker angehen, immer mit einer gewissen Demut. Wir wollen nicht Alibi quatschen, dass wir Zehnter werden wollen. Hängen aber auch nicht groß den Aufstieg auf, weil wir nicht das Budget oder die Bedingungen wie andere haben. Ich guck nicht auf die Torjägerliste, wer mehr hat oder kurz dahinter ist. Aber man schaut sich die Spiele an und weiß natürlich, wer trifft. Klar wäre es schön, wenn ich ganz oben stehe. Wer das nicht schön findet, würde lügen.“ ©

Neben dem Wind gesellte sich kurz vor Abpfiff ein zweiter Aufreger hinzu: Auerbachs Manager Kramer sah in der 86. Minute nach vehementen Protest an der Seitenlinie die rote Karte. Doch das änderte nichts. Lok Leipzig besiegte den VfB Auerbach, den aktuellen Tabellenletzten in der Regionalliga Nordost, abermals mit 1:0.

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