29. Juni 2022 / 15:07 Uhr

"Seit 2011 nichts passiert": Trainerin Staab kritisiert Umgang mit Frauenfußball beim DFB

"Seit 2011 nichts passiert": Trainerin Staab kritisiert Umgang mit Frauenfußball beim DFB

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trainerin Monika Staab hat den DFB scharf kritisiert.
Trainerin Monika Staab hat den DFB scharf kritisiert. © IMAGO/Stephan Wallocha (Montage)
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Die deutsche Trainerin Monika Staab hat den DFB scharf kritisiert. Seit der Weltmeisterschaft 2011 sei nicht mehr viel passiert. Unter der neuen DFB-Führung hofft sie nun auf Veränderung. Für die Zukunft wünscht sich Staab größere Investitionen und mehr Engagement für den Frauenfußball – sowohl vom DFB als auch von den Bundesliga-Klubs.

Trainerin Monika Staab hat dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu wenig Engagement im Frauenfußball vorgeworfen. "Seit 2011, seit der WM im eigenen Land, ist im Frauenfußball von oberster Stelle mehr oder weniger nichts mehr passiert“, sagte Staab auf dem Zukunftskongress Neuland am Mittwoch in Aachen: "Wir müssen investieren im DFB. Ich hoffe, dass das mit der neuen Führung passiert.“

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Sie sehe, "was die anderen Nationen alles vorantreiben“, sagte Staab, die auch im Auftrag des DFB in über 80 Ländern als Fußball-Aufbauhelferin tätig war und aktuell die erste Frauen-Nationalmannschaft in Saudi-Arabien betreut: "In den Niederlanden ist ein Spiel der Nationalmannschaft in 24 Stunden ausverkauft. Und wir haben zwei Wochen vor der EM in Erfurt 6000 Zuschauer. Da muss man sich schon mal fragen, wieso das so ist.“

Auch die Vereine nahm Staab in die Pflicht. "Bayern München hätte in meinen Augen das Potenzial, 10 000 Zuschauer zu haben, wenn sie es entsprechend begleiten“, sagte sie und erinnerte sich: "Uli Hoeneß hatte damals die Wahl, ob er das Geld in den Frauenfußball oder den Basketball steckt. Er hat sich für Basketball entschieden, das muss man akzeptieren.“

Zu viele beginnende Engagements sind in den Augen der 63-Jährigen zu halbherzig. "Für mich müssten alle Bundesligisten auch eine Frauen-Mannschaft haben“, sagte sie: "Und dann fängt Borussia Dortmund in der Kreisklasse an. Was ist das denn? Da muss man sich zur Not mit anderen zusammentun und etwas aufbauen.“

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