20. September 2020 / 18:41 Uhr

Nichts zu holen: Der FSV Optik unterliegt bei Union Fürstenwalde

Nichts zu holen: Der FSV Optik unterliegt bei Union Fürstenwalde

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
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Symbolisch: Während die Gastgeber jubeln, müssen die Rathenower gleich fünfmal den Ball aus dem eigenen Netz holen. © Nico Roesenberger
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Regionalliga Nordost: Die Kahlisch-Truppe unterliegt mit 1:5 beim FSV Union - Am Mittwoch kommt Lok Leipzig nach Rathenow.

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Der Fußball-Regionalligist FSV Optik Rathenow hat die Fürstenwalde-Woche mit einer 1:5-Niederlage abgeschlossen. Nach der 1:6-Pokal-Pleite waren die Schützlinge auch im Punktspiel beim FSV Union letztlich chancenlos.

Optik-Trainer Ingo Kahlisch änderte seine Startaufstellung im Vergleich zum Spiel am Mittwoch auf zwei Positionen. Für den verletzen Leon Hellwig spielte Emre Turan und für Caner Özcin rückte Vassilios Polichronakis in die Startelf. Doch die Gastgeber waren von Beginn an das bessere Team und legten sofort den Vorwärtsgang ein. Für wirkliche Torgefahr konnte aber auch Fürstenwalde nicht sorgen. Die erste halbe Stunde lief auf beiden Seiten nicht viel zusammen. „Wir haben ja schon versucht, nach vorne zu spielen, aber gefährlich wurden wir eigentlich nie“, schätzte Ingo Kahlisch nach dem Spiel merkbar enttäuscht ein.

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Kurz vor der Pause geriet seine Mannschaft dann aber doch noch in Rückstand. Malik McLemore, der auch schon am Mittwoch für mächtig Betrieb gesorgt hatte, versetzte drei Gegenspieler und traf zum 1:0 (37.), ehe Lucas Henrique Turci wenig später völlig freistehend zum 2:0-Halbzeitstand einschieben konnte (43.). „Fürstenwalde war wieder sehr effektiv, macht aus zwei Chancen dann auch gleich zwei Tore“, erklärte der Rathenower Trainer im Anschluss an die Partie.

Gastgeber legen nach der Pause nach

In der Pause kamen Lucas Will sowie Caner Özcin und sollten für etwas mehr Offensive im Rathenower Spiel sorgen. Doch wie bereits im Pokalspiel wurde Optik auf dem völlig falschen Fuß erwischt. Nach einer Flanke stand Union-Torjäger Darryl Geurts frei und überlupfte Lucas Hiemann im Rathenower Kasten zum 3:0 (53.). „Damit war das Spiel dann endgültig entschieden. Wir hatten nichts mehr als Antwort parat“, so Kahlisch.

Im Gegenteil: Die Hausherren präsentierten sich vor 510 Zuschauern weiter enorm torhungrig und kamen nach gut einer Stunde zum 4:0 durch Lukas Stagge. Er brauchte nach einer flachen Eingabe nur noch den Fuß hinzuhalten. Es folgten etliche Wechsel auf beiden Seiten und die bis dahin beste Chance für den FSV Optik, als Jonathan Muiomo abzog, Fürstenwaldes Torwart David Richter den Gegentreffer aber verhindern konnte.

Lucas Will gelingt für den Ehrentreffer

Doch wenig später lag der Ball dann doch im Tor der Ostbrandenburger. „Ihr Torwart vertändelte den Ball und Lucas Will war dann zur Stelle. Er konnte dann auf 1:4 verkürzen“, beschrieb Ingo Kahlisch den Treffer seiner Mannschaft in der 73. Minute. Doch das war noch nicht der Schlusspunkt. Nach einem Foul an Kemal Atici schnappte sich der Gefoulte selbst den Ball und konnte diesen vom Strafstoßpunkt zum 5:1-Enstand einschießen, wobei die Unioner am Ende sogar noch Chancen für ein höheres Resultat ausließen.

„Die über 90 Minuten klar bessere Mannschaft hat das Spiel absolut verdient gewonnen. Wir haben kein gutes Spiel gemacht und werden uns in den kommenden Tagen zusammensetzen, um über grundlegende Dinge zu sprechen. In den letzten Tagen und Wochen sind doch einige Dinge passiert, die mir nicht sonderlich gut gefallen haben“, fasste ein enttäuschter Ingo Kahlisch nach der Niederlage zusammen. Bereits am Mittwoch geht es für Optik dann weiter.