25. Oktober 2020 / 16:48 Uhr

Nichts zu holen in der Hauptstadt: Lok Leipzig verliert bei Lichtenberg mit 2:3

Nichts zu holen in der Hauptstadt: Lok Leipzig verliert bei Lichtenberg mit 2:3

Rainer Kelch
Leipziger Volkszeitung
Lok Leipzigs Djamal Ziane bekam bereits in der 27. Minute die rote Karte. Am Ende verlieren die Blau-Gelben mit 2:3 beim SV Lichtenberg.
Lok Leipzigs Djamal Ziane bekam bereits in der 27. Minute die rote Karte. Am Ende verlieren die Blau-Gelben mit 2:3 beim SV Lichtenberg. © Matthias Koch
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Der 1. FC Lok Leipzig verliert beim SV Lichtenberg nicht nur die Partie mit 3:2, sondern auch Torjäger Ziane, der früh mit Rot vom Platz fliegt.

Berlin. Es bleibt dabei: Die Hauptstadt ist in dieser Saison für den 1. FC Lok kein gutes Pflaster – in Berlin gibt es bislang nichts zu holen. Am ersten Spieltag verloren die Blau-Gelben bei der „kleinen“ Hertha mit 3:1, im letzten Auswärtsspiel ging man gegen die VSG Altglienicke mit 0:5 unter und diesmal gab es eine knappe, aber letztlich verdiente 3:2-Niederlage beim SV Lichtenberg 47.

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Gleich in der ersten Minute geriet Lok in Rückstand: Die von Almedin Civa im Vergleich zum 4:0-Erfolg gegen TeBe in der Vorwoche nur auf einer Position umgestellte Elf (Salewski kehrte nach Gelbsperre zurück und spielte für Lucenka) befand sich noch im kollektiven Tiefschlaf (Civa: „Da pennen wir.“), als die 47er ihren ersten Konter fuhren. Erst verschätzte sich Keeper Jannes Tasche im Spiel nach vorne, dann gelang es Lok nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu bugsieren – von links kam der Ball zurück in den Strafraum, wo Lichtenbergs Rausch per Volleyschuss einnetzte.

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In Unterzahl verliert der 1. FC Lok Leipzig beim SV Lichtenberg mit 2:3. Zur Galerie
In Unterzahl verliert der 1. FC Lok Leipzig beim SV Lichtenberg mit 2:3. ©

Dieses Szenario sollte sich im Laufe der Partie noch einige Male wiederholen: Lok mit mehr Ballbesitz, aber selten in der Lage, das Spielgerät in die Gefahrenzone zu bringen, die Berliner hingegen mit schnellen und brandgefährlichen Kontern. Nur um die 20. Minute herum hatte Lok etwas Übergewicht und einige gute Chancen – aber spätestens in der 27. Minute war endgültig der Wurm drin für die Leipziger. Torjäger Djamal Ziane wollte in der gegnerischen Hälfte einen Ball zurück erobern, grätschte an der Seitenlinie (viel) zu ungestüm und rasierte dabei Gegenspieler Nils Fiegen unsanft ab: Die Folge war eine glatt Rote Karte – Lok fortan nur noch zu Zehnt und Lichtenberg weiter mit den besseren Möglichkeiten.


Hoffnung auf ein Pünktchen

Nach der Pause dann ein Spiel mit offenem Visier. Zunächst Lok mit dem Ausgleich: Lichtenberg konnte im Strafraum nicht klären, Innenverteidiger Luca Sirch schlenzte den Ball schön von halbrechts zu seinem ersten Lok-Tor ins lange Eck. Wenig später Lichteberg mit dem Doppelschlag durch Gözüsirin und Grüneberg und auch danach mit weiteren besten Einschussmöglichkeiten – Glück für Lok, dass die 47er hier nicht schon uneinholbar davon zogen. Als Abderrahmane nach Solo und schönem Doppelpass mit Jäpel zum Anschluss einschob, keimte noch einmal Hoffnung auf ein Pünktchen.

Die beste Möglichkeit auf den Ausgleich hatte Jäpel in der Nachspielzeit, aber seine Volleyabnahme parierte 47-Keeper Wollert grandios und der anschließende Kopfball von Jäpel landete am Außennetz. Unterm Strich eine verdiente Niederlage für den 1. FC Lok, die bei Trainer Almedin Civa („Wir machen zu viele Fehler. Es ist ein Lernprozess, daran müssen wir arbeiten.“) und seinem Kapitän Paul Schinke („Wir stellen uns oft zu naiv an. Da müssen wir dazu lernen.“) zu nahezu gleichen Einschätzungen führte.

1. FC Lok: Tasche – Salewski (58. Lucenka), Urban, Sirch, Mehmedovic – Heynke (74. Stendera), Abderrahmane – Boakye, Schinke (79. Nattermann), Jäpel – Ziane; SR: Rauschenberg (Hörselberg/Hainich); Z.: 966; Tore: 1:0 Rausch (1.), 1:1 Sirch (49.), 2:1 Gözüsirin (53.), 3:1 Grüneberg (55.), 3:2 Abderrahmane (68.); Rot: Ziane (27./Grobes Foul)