26. Mai 2019 / 15:35 Uhr

Aus der Traum! Waspo verliert auch Spiel 3 gegen Spandau - und hadert mit den Schiedsrichtern

Aus der Traum! Waspo verliert auch Spiel 3 gegen Spandau - und hadert mit den Schiedsrichtern

Stefan Dinse
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Darko Brguljan ist gefrustet.
Darko Brguljan ist gefrustet. © Florian Petrow
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Waspo 98 muss sich in der Final-Serie um die deutsche Meisterschaft mit 0:3 gegen Spandau 04 geschlagen geben - das dritte und entscheidende Spiel verlieren die Wasserballer aus Hannover mit 8:12. Nach der Partie war Trainer Karsten Seehafer wegen der Schiedsrichter-Leistungen mächtig angefressen.

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Im dritten Viertel hat Waspo-Trainer Karsten Seehafer seiner lädierten Stimme noch mal alles abverlangt. Er baute sich vor dem Schiedsrichter auf, zeigte auf den blutenden Tobias Preuß. „Schau dir das an, schau dir das an!“, schrie er den Unparteiischen an. Die Gäste fühlten sich benachteiligt.

Es half nichts, der Traum vom zweiten Titel war futsch. Waspo verlor das dritte Spiel um die Wasserball-Meisterschaft in Schöneberg gegen Spandau 04 mit 8:12 (0:4, 4:3, 2:4, 2:1). Ein blutleerer Auftritt war es von Waspo zwar nicht – aber im dritten Vergleich waren die Berliner besser.

"Unfähigkeit des deutschen Schiedsrichter-Wesens"

Waspo verlor die Final-Serie mit 0:3. "Es kann nicht sein, dass es bei Halbzeit 5:10 Hinausstellungen gegen uns steht. Das ist nicht möglich bei zwei Teams auf gleichem Niveau", schimpfte Seehafer hinterher. "Das liegt an der Unfähigkeit des deutschen Schiedsrichter-Wesens."

Spandau bleibt konstant

Waspo scheiterte im ersten Viertel reihenweise an Spandaus überragendem Torwart Laszlo Baksa, der 0:4-Rückstand war vorentscheidend. Im zweiten Abschnitt kam der Titelverteidiger auf 2:4 heran, in der Folge führte Spandau mit mindestens drei Treffern Vorsprung. Als Ende des dritten Durchgangs Preuß mit einem Cut über dem Auge aus dem Becken kletterte, war alles klar. Zuvor hatte Spandau das 11:5 markiert. Preuß lachte höhnisch, ließ sich behandeln und kam später sogar wieder. Waspo schaffte das aber nicht mehr. Bezeichnend war, das Aleksandar Radovic im letzten Viertel einen Strafwurf vergab.

Kurz nach Abpfiff: Waspo ist enttäuscht, Spandau jubelt!

Radovic ist kaum zu bändigen

Das zweite Duell in Berlin hatte Waspo mit 17:18 (2:2, 3:2, 2:3, 4:4, 6:7) nach Fünfmeter-Werfen verloren. Dabei verhängten die Unparteiischen insgesamt 41 Strafen, davon 23 gegen Hannover. Für Radovic war die Partie nach dem dritten Foul beendet, er war außer sich. Seidensticker eilte durch die Halle, um ihn zu beruhigen. Er schlang beide Arme um ihn und ließ nicht mehr los. „Unglaublich, unglaublich“, rief der Montenegriner immer wieder.

Seidensticker brauchte alle Kraft, den Bundesliga-Torschützenkönig zu bändigen. „Es war an der Grenze zu dem, was ich ertragen kann“, schimpfte der Waspo-Chef über die Schiedsrichter. Den entscheidenden Fünfmeter hatte DSV-Kapitän Julian Real verworfen.

Bilder vom ersten Finalspiel zwischen Waspo 98 Hannover und den Wasserfreunden Spandau 04

Waspo-Keeper Moritz Schenkel ist nach einem unnötigen Gegentor sauer. Zur Galerie
Waspo-Keeper Moritz Schenkel ist nach einem unnötigen Gegentor sauer. ©
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