17. März 2021 / 14:59 Uhr

Niclas Pieczkowski wird Nachfolger von Juri Knorr bei GWD Minden

Niclas Pieczkowski wird Nachfolger von Juri Knorr bei GWD Minden

Uwe Kläfker
Schaumburger Ztg. / Schaumburger Nachrichten
Niclas Pieczkowski hatte die Vorbereitung gut genutzt, war in starker Form.
Der Handballer Niclas Pieczkowski spielt in der neuen Serie für GWD Minden. © Sportbuzzer Leipzig
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Europameister von 2016 wechselt zur neuen Serie vom Handball-Bundesligisten SC DHfK Leipzig an die Weser. Dort wartet bereits ein alter Bekannter.

Die Nachfolge von Juri Knorr, der nach der Serie zu den Rhein-Neckar Löwen wechselt, ist geklärt. Niclas Pieczkowski wechselt zur neuen Saison vom Ligakonkurrenten SC DHfK Leipzig zum Handball-Bundesligisten GWD Minden und erhält einen Vertrag über zwei Jahre. Der Europameister von 2016 bringt durch 210 Liga­- und 41 Nationalmannschaftseinsätze eine Menge Erfahrung mit an die Weser.

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Der 1,93m große Hagener ist im Mühlenkreis kein unbekanntes Gesicht. Von 2014 bis 2016 spielte „ Pietsche" beim Kreisrivalen TuS N-Lübbecke. Von Lübbecke zog es den 31-jährigen Mittelmann nach Leipzig, wo er zu einer festen Größe im Rückraum wurde.

„Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit Frank Carstens, in dem er mir dargelegt hat, welche Rolle er für mich in der Mannschaft vorgesehen hat. Zudem passt sein Verständnis von Handball zu meiner Spielweise. Das hat mich letztlich überzeugt. Darüber hinaus kenne ich die Region und habe auch schon mit einigen Spielern zusammengespielt. Ich möchte der Mannschaft durch meine Stärken in Abwehr und Angriff mehr Sicherheit geben. Ich freue mich auf GWD und auf ein neues Kapitel in meiner Handballkarriere", sagt Pieczkowski.

Frank von Behren ist vor allem von der Erfahrung des neuen Rückraumspielers überzeugt: ,,Davon wird unser Team profitieren. Er weiß aus seiner Zeit bei Leipzig, wie man erfolgreich eine Mannschaft aufbaut und in der Liga weiterentwickelt. Das kommt uns zu Gute. Wir stehen im nächsten Jahr erneut vor einem Umbruch und sind daher extrem glücklich, mit „Pietsche" eine verlässliche Größe im Kader zu wissen", so der GWD-Geschäftsführer Sport.

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Niclas Pieczkowski
Nach Maximilian Janke (links) wechselt auch Niclas Pieczkowski zum Handball-Bundesligisten GWD Minden. © Sportbuzzer Leipzig

Nach Max Janke, der im Winter kurzfristig für den nach den Verletzungen von Lukas Meister und Miljan Pusica personell ausgedünnten Innenblock verpflichtet wurde, ist Pieczkowski bereits der zweite ehemalige Leipziger. Aber auch Janke kann die Position Rückraum Mitte ausfüllen.

Im Sommer 2020 hatten die Leipziger den auslaufenden Vertrag des Rückraumspielers, der dabei von der Verletzung seines damaligen Mitspielers Max Janke profitierte, noch um ein Jahr verlängert. Das war lange unklar, weil Pieczkowski sich in der Vorsaison selbst eine schwere Schulterverletzung zugezogen hatte, aber wieder fit wurde. Nun wird das Kapitel bei den Sachsen endgültig beendet, weil es laut SC DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther neue Impulse auf der Position des Spielmachers geben soll. Das ist nötig, denn auch Nationalspieler Philipp Weber verlässt den Verein und wechselt zum SC Magdeburg.

Für Pieczkowski kommt die neue Herausforderung in MInden deshalb nicht ungelegen. "Die fünf Jahre in Leipzig waren wirklich sehr intensiv und ereignisreich. Letztlich hat aber das gegenseitige Vertrauen für eine weitere Zusammenarbeit gefehlt, sodass der Wechsel für mich auch aus sportlicher Sicht die richtige Entscheidung ist. Obwohl die aktuelle Situation ohne Zuschauer die Emotionen etwas trübt, werde ich alles daran setzen, diese spezielle Saison mit der Mannschaft möglichst erfolgreich zu beenden und die verbleibende Zeit zu genießen“, sagt Niclas Pieczkowski.

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