20. September 2019 / 07:54 Uhr

Nico Hülkenberg hadert mit möglichem Formel-1-Aus: "Sehr viel Politik im Spiel"

Nico Hülkenberg hadert mit möglichem Formel-1-Aus: "Sehr viel Politik im Spiel"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nico Hülkenberg verliert zur neuen Saison sein Cockpit bei Renault - muss er die Formel 1 sogar ganz verlassen?
Nico Hülkenberg verliert zur neuen Saison sein Cockpit bei Renault - muss er die Formel 1 sogar ganz verlassen? © Getty
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Für Nico Hülkenberg wird es langsam eng. Nachdem auch ein mögliches Engagement bei Haas geplatzt ist, steht der 32-Jährige in der Formel 1 noch immer ohne Cockpit für die Saison 2020 da. In einem Interview mit der "Süddeutschen" spricht der Renault-Pilot über Fehler der Vergangenheit.

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Rennfahrer Nico Hülkenberg bedauert vor dem möglichen Aus in der Formel 1 seine Fehler der Vergangenheit. „Ich war früher nicht so sozial wie heute, ich habe wenig gesprochen mit den Leuten. Mir hätte es geholfen, wenn ich offener und kommunikativer gewesen wäre“, sagte der 32-Jährige der Süddeutschen Zeitung.

Der Rheinländer muss das Renault-Team nach drei Jahren am Saisonende verlassen und wird durch den Franzosen Esteban Ocon (22) ersetzt. Ein Wechsel zum Haas-Team ist geplatzt, die US-Amerikaner bestätigten überraschend ihre umstrittenen Stamm-Piloten Romain Grosjean und Kevin Magnussen. Während Letzterer ohnehin noch bei Haas unter Vertrag stand, kommt die Verlängerung mit Grosjean unerwartet.

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Hülkenberg: "Viele Faktoren, die man nicht in der Hand hat"

Hülkenberg bleiben nun kaum noch Chancen auf einen Formel-1-Stammplatz. „Wir haben geredet, es gab Interesse, aber am Ende sind wir nicht zusammengekommen“, sagte Hülkenberg mit Blick auf ein Engagement bei Haas. Am Geld allein habe es nicht gelegen, versicherte der gebürtige Emmericher. „Es liegt nicht mehr in meinen Händen, aber es gibt noch realistische Optionen“, sagte Hülkenberg zu seinen Aussichten. Als mögliche Optionen gelten Ex-Team Alfa Romeo und Hinterbänkler Williams.

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„Es gibt leider viele Faktoren und Einflüsse, die man als Fahrer bei der Karrieregestaltung gar nicht in der Hand hat. In der Formel 1 ist sehr viel Politik im Spiel“, sagte Hülkenberg. Der gebürtige Emmericher fährt seine neunte Saison in der Königsklasse. Nach dem Start bei Williams stand er bei Force India, Sauber und nun Renault unter Vertrag. In 170 Grand Prix erreichte er nie einen Podiumsplatz - das ist Rekord in der Rennserie.

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Auch weil er selten mit herausragenden Auftritten glänzen konnte, schaffte es Hülkenberg nie zu einem der Top-Teams. Gespräche mit Ferrari im Jahr 2013 blieben ergebnislos. „Vielleicht war ich früher zu schüchtern. Und diese Zurückhaltung kam bei dem ein oder anderen als Arroganz rüber“, sagte Hülkenberg.